TV-Katastrophenfilm zum Klimawandel.
So haben sie sich das mit dem "Schmelztiegel" im Ruhrgebiet nicht vorgestellt. Wenn Deutschland von einer lang anhaltenden Dürre heimgesucht wird, geht's zwischen Essen und Dortmund besonders heiß her: Der größte Ballungsraum Europas ist auf die Ruhr und ihre Stauseen angewiesen. Geht dem Fluss das Wasser aus, vertrocknet die gesamte Region.
Ein heißer und angesichts der diversen Rekordsommer in den letzten Jahren auch höchst brisanter Stoff, der das Zeug zum großen Event-Zweiteiler hätte. "Die Hitzewelle" musste aber offensichtlich deutlich preiswerter ausfallen, und deshalb gibt's die Waldbrände nur als Meldung in den TV-Nachrichten, eine Demonstration gegen die Wasser Rationierung besteht bloß aus einer kleinen Gruppe, und das unvermeidliche große Sterben reduziert sich auf einen Blick in einen nicht mal überfüllten klimatisierten Raum. Die gestrandeten Containerschiffe im ausgetrockneten Flussbett des Rheins sind allerdings ein imposantes Motiv.
Trotzdem wirkt der Film realistisch, weil das Drehbuch von Sarah Schnier und Carl-Christian Demke anscheinend auf sorgfältig recherchierten Fakten basiert. Die eigentliche Katastrophe rückt dabei in den Hintergrund, die Geschichte konzentriert sich auf die Figuren. Im Mittelpunkt steht die Meteorologin Martina Fechner (Susanna Simon). Gemäß den Regeln des Genres hat sie das Ungemach kommen sehen, aber niemand wollte ihr glauben. Nun wird sie zur Leiterin des Krisenstabes ernannt, nicht ahnend, dass der ehrgeizige Berater (Martin Lindow) des Ministerpräsidenten sie als wichtigste Figur eines perfiden Plans benutzt. Und noch einer kocht sein eigenes Süppchen: Der Chef des mächtigen regionalen Energieversorgers sieht zunächst gar nicht ein, die Ressourcen des firmeneigenen Stausees zur Verfügung zu stellen. Weil er das Wasser nach Kühlung des Kraftwerks in den See zurückgeleitet hat, sind durch die Erhitzung hochgiftige Keime entstanden; nun droht der Region auch noch eine Seuchengefahr.
Da Schnier und Demke den Stoff ernst genommen haben, ist "Die Hitzewelle" kaum mit den üblichen Genregeschichten zu vergleichen, bei denen eine dünne Geschichte vor allem Vorwand für packende Effekte ist. Sieht man mal von den völlig verwaisten Autobahnen ab, hat der Film auch kaum spektakuläre Bilder zu bieten. Die gut vierzig Grad äußern sich in von Form von fahlen, ausgewaschenen Farben und eindrucksvollen Schwitzflecken (allerdings nur bei ausgesuchten Personen). Selbst der enorm talentierte Gregor Schnitzler ("Soloalbum", "Die Wolke", zuletzt "Ich bin eine Insel") aber hat es nicht geschafft, aus Susanna Simon eine Heldin zu machen, bei der man mitfiebert. Eher ein Fremdkörper ist daher auch die unvermeidliche Romanze mit Dirk Berger, dem Leiter des Kraftwerkstausees (Johannes Brandrup), der sich allerdings als verheirateter Mann entpuppt. Die Affäre scheint ohnehin nur Vorwand zu sein, damit die Meteorologin gegen Ende, als alles ganz schnell gehen muss, auf die drohende Seuchengefahr aufmerksam wird: Bergers Bruder hat ein Gestüt und holt sich das nötige Wasser aus dem Stausee. Kurz drauf kommen die eben noch fröhlich in der Zisterne planschenden Kinder mit Lungenentzündung ins Krankenhaus. tpg.
Als Deutschland von einer Dürre heimgesucht wird, droht dem Ruhrgebiet der Trinkwasserkollaps: Der größte Ballungsraum Europas ist auf die Ruhr angewiesen, doch dem Fluss geht das Wasser aus. Meteorologin Martina Fechner wird zur Leiterin des Krisenstabs ernannt, muss aber erkennen, dass ihre Mitstreiter die Krise als Chance für die eigene Karriere betrachten. Als dann auch noch hochgiftige Keime in einem Stausee entdeckt werden, droht der Region zudem eine Seuche.
| Originaltitel | Die Hitzewelle - Keiner kann entkommen |
| OV | - |
| OmU | - |
| Genre | Drama |
| Filmpreis | - |
| USA-Start | - |
| Kinostart (D) | - |
| Besucher (D) | - |
| Einspielergebnis (D) | - |
| FSK | - |
| WWW | - |
Joachim Tomaschewsky
Adolf Resch
Stephan Szasz
Arne Berger
Arved Birnbaum
Kowalke
Mike Adler
Fred
Greta Galisch de Palma
Sybille
Christoph Letkowski
Gunnar
Prodromos Antoniadis
Giovanni Rocca
Malina Schreiber
Franziska
Adrian Frontzek
Felix
Jörg Zick
Konferenzleiter
Werner Hansch
Fußballkommenta tor
Ann-Kathrin Gummich
Ärztin Yvonne
Alexandra Kalweit
Weitere Darsteller
Hilmar Eichhorn
Weitere Darsteller
Carl-Christian Demke
Drehbuch
Ivo-Alexander Beck
Produzent
Andreas C. Schmid
Produktionsdesi gn
Carl Finkbeiner
Kamera
Ollie Lanvermann
Schnitt
Maurus Ronner
Musik
Ingrida Bendzuk
Kostüme
Martin Witte
Ton
Sabine Weimann
Casting
"Riddick 3": Erster Trailer
"Dead Man Stalking - ein Todgeweihter geht auf die Jagd" heißt Vin Diesels dritter Auftritt SciFi-Kultheld. Wie treffend das angesichts von Aliens und Söldnern ist, zeigt der erste Trailer!
mehr ›
Evil Dead
Remake des klassischen Schockers von Sam Raimi, in dem fünf junge Menschen in einer einsamen Waldhütte von Dämonen attackiert werden.
mehr >
Epic - Verborgenes Königreich
Animationsspaß der Woche von den "Ice Age"-Machern um eine 17-Jährige, die Waldwesen vor Eindringlingen schützt.
mehr >
Star Trek Into Darkness
SciFi-Kult: Captain Kirk und seine Crew kämpfen gegen den Untergang der ganzen Sternenflotte. Großes Spektakel!
mehr >
Star Trek Into Darkness
Die Enterprise startet wieder durch in Teil 2 der von Regie-Star J.J. Abrams neu aufgelegten SciFi-Kultserie. Diesmal steht die gesamte Sternenflotte vor dem Untergang!
mehr >
Evil Dead
Preview der Woche für alle Horror Fans!
Die Neuverfilmung des Kult Klassikers.
mehr >
"Pacific Rim": Trailer zu Del Toros Monsterspektakel
Der neue Film vom "Hellboy"-Macher: Aus dem Meer entsteigen riesige Urzeitmonster, die ganze Städte vernichten. Die Menschheit baut zur Abwehr riesige Roboter …
mehr ›
Christopher Nolan soll James Bond drehen
Die 007-Macher wollen "Dark Knight"-Regiestar Christopher Nolan als Nachfolger für Sam Mendes beim 24. Bond-Abenteuer. Doch dessen Terminkalender ist ziemlich voll…
mehr ›
Details zur Handlung von "Hot Tub 2" aufgetaucht
"Hot Tub - Der Whirpool ist' ne verdammte Zeitmaschine" bekommt einen zweiten Teil. Und der soll nach den 80ern nun in der Zukunft spielen.
mehr ›
Sie haben den Film bereits bewertet.
Wir erinnern Sie gerne daran, wenn der Film im Kino anläuft, damit Sie ihn nicht verpassen
E-Mail Adresse