Originaltitel: St. Trinian's
Großbritannien 2007
Rupert Everett
Colin Firth
Jodie Whittaker
Regie: Oliver Parker, ...
Verleih: Concorde
Weit reicht der üble Ruf des Mädchen-Internats St. Trinians. Das anarchistische Institut ist dem Bildungsminister Thwaites (Colin Firth) ein Dorn im Auge. Seine Ex-Freundin und Direktorin Mrs. Fritton (Rupert Everett) muss die kurz vor der Insolvenz stehende Schule retten. Das sexy Trio Chloe (Antonia Bernath), Chelsea (Tamsin Egerton) und Peaches (Amara Karan), aber auch Kelly (Gemma Arterton) und Annabelle (Talulah Riley) helfen auf jeweils ihre Art.
Die englandweit erfolgreiche Girl-Power - zuerst als Cartoon, hernach als TV-Serie - überzeugt auch in der Kinoversion von Oliver Parker ("Ein perfekter Ehemann"). Unverfrorener Humor jeglichen Kalibers peppt das rabenschwarze Revival gehörig zur frechen Internatskomödie auf.
In der hippen Internatskomödie lässt es eine Gang blutjunger Internatsschülerinnen unter der Leitung ihrer tuntigen Direktorin Rupert Everett (!) ordentlich krachen - jede Menge Bad Taste Gags inklusive.
Die Briten haben eine wunderbare Einrichtung, und die nennt sich Mädcheninternat. Welches männliche Wesen träumt nicht davon, in einer derartigen Schule einmal Mäuschen spielen zu dürfen? Dieser Traum wird jetzt im Kino wahr, denn das Regieduo Oliver Parker und Barnaby Thompson hat mit "Die Girls von St. Trinian" eine populäre Filmserie wiederbelebt, die in England schon in den fünfziger Jahren für Furore sorgte.
Natürlich wurden die Bilder in die Jetztzeit transportiert, die schon damals rebellischen und unabhängigen Mädchen den heutigen Lebensumständen angepasst. Das heißt: der Internatsalltag besteht aus purem, fettem Rock'n'Roll.
Die kiffende Direktorin Camilla Fritton (köstlich: Rupert Everett) ist pretty in pink, ihre Schutzbefohlenen frönen je nach Gusto dem gesundheitsgefährdenden Minimal-Mini, dem Gothic Punk, sind Emos oder üben sich als Cheerleader-Schlampen fürs spätere Berufsleben. Doch da trifft die Hiobsbotschaft ein: Vielleicht wird's erst gar nichts mit dem anvisierten lockeren Schulabschluss.
Geoffrey Thwaits (Colin Firth), dem neuen Bildungsminister, ist die verkommene Lehranstalt ein Dorn im Auge - mit dem herrlichen Nebeneffekt, dass er so seiner Ex-Flamme Ms. Fritton ordentlich eins auswischen kann. Nur eine Sache hat der Saubermann dabei vollkommen falsch eingeschätzt: die geballte Girl-Power von St. Trinian...
Die fällt äußerst positiv ins Auge: Da geben sich u. a. zwei Bond-Girls, alt (Caterina Murino) und neu (Gemma Arterton), ein schräges Supermodel (Lily Cole) sowie die bildhübsche Newcomerin Talulah Riley die Klinke in die Hand. Bei so viel Schönheit vergisst man fast den Comedy-Effekt, z. B. durch ewig zündende Furzwitze und abstruse Verwechslungen zwischen Mini-Zigarren und Tampons - fast so, als ob die Girls bei "American Pie" den Spieß einfach mal umgedreht hätten.
| Darsteller: | Rupert Everett | als Camilla Fritton / Carnaby Fritton | |
|---|---|---|---|
| Colin Firth | als Geoffrey Thwaites | ||
| Jodie Whittaker | als Beverly | ||
| Lena Headey | als Miss Dickinson | ||
| Russell Brand | als Flash Harry | ||
| Mischa Barton | als JJ French | ||
| Anna Chancellor | als Miss Bagstock | ||
| Stephen Fry | als Quiz Gast | ||
| Celia Imrie | als Hausmutter | ||
| Toby Jones | als Schatzmeister | ||
| Caterina Murino | als Miss Maupassant | ||
| Fenella Woolgar | als Miss Cleaver | ||
| Gemma Arterton | als Kelly | ||
| Talulah Riley | als Annabelle | ||
| Lucy Punch | als Verity | ||
| Tamsin Egerton | als Chelsea | ||
| Amara Karan | als Peaches | ||
| Antonia Bernath | als Chloe | ||
| Juno Temple | als Celia | ||
| Regie: | Oliver Parker | ||
| Barnaby Thompson | |||
| Drehbuch: | Piers Ashworth | ||
| Nick Moorcroft | |||
| Ausf. Produzent: | Rupert Everett | ||
| Nigel Green | |||
| James Spring | |||
| Barnaby Thompson | |||
| Oliver Parker | |||
| Kamera: | Gavin Finney | ||
| Schnitt: | Alex Mackie | ||
| Musik: | Charlie Mole | ||
| Produktionsdesign: | Amanda McArthur | ||
| Kostüme: | Rebecca Hale | ||
| Penny Rose | |||
| Ton: | Mark Holding | ||
| Casting: | Lucy Bevan | ||
Noch nie waren sich unsere Filmredakteure so einig!
Normalerweise diskutieren wir uns in der Redaktion von KINO.DE leidenschaftlich die Köpfe heiß, wenn's um Filmgeschmack geht. Doch dieses Jahr waren wir uns nicht nur untereinander einig. Wir mussten beim Vergleichen der Stimmen für die Top Ten unseres Teams auch noch entsetzt feststellen, dass wir derselben Meinung sind, wie die Oscar-Jury - über die wir uns in der Vergangenheit schon oft gewundert bis schwarz geärgert hatten.
Doch "No Country for Old Men", die genial absurde Killer-Groteske der Coens gewann 6 Oscars - und 6 Top Ten-Erwähnungen unserer acht stimmberechtigten Redaktionskritiker (Michaela, Natalie, was ist eigentlich mit Euch los?). Zwar hatte nur einer den Film zu seinem absoluten Liebling erkoren (Bravo, Alex!), doch jeder, der "No Country" in der Liste hatte, platzierte ihn in den Top 3. Besonders beliebt war auch das Indie-Juwel "Juno" um einen schwangeren Teenager - und natürlich das Eventmovie des Jahres: "The Dark Knight". Hier die komplette Liste unserer Lieblingsfilme 2008:
Wir wünschen wundervolle Feiertage!
Das Team von KINO.DE
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