IMAX-Filmdokumentation, in der "Titanic"-Regisseur James Cameron mit einem Team von Forschern zum Wrack der Titanic taucht. http://images.kino.de/flbilder/max04/auto04/auto04/04040240/b150x150.jpg Die Geister der Titanic - 3D (IMAX)

Filmdetails

Die Geister der Titanic - 3D (IMAX) 3D-Kino

IMAX-Filmdokumentation, in der "Titanic"-Regisseur James Cameron mit einem Team von Forschern zum Wrack der Titanic taucht.


Die Geister der Titanic - 3D (IMAX)
Start: 05.02.2004

Originaltitel: Ghosts of the Abyss

Dokumentarfilm

USA 2003
Laufzeit: 43 Min.
FSK: o.A. (ohne Altersbeschränkung)

Dr. John Broadwater
Lori Johnston
Dr. Charles Pellegrino

Regie: James Cameron
Verleih: Telepool

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Inhalt

Fünf Jahre nach seinem bombastischen Erfolgsfilm und runde 90 Jahre nach dem Untergang jenes Schiffes, auf dem fast 1500 Menschen ihr Leben ließen, kehrt "Titanic"-Regisseur James Cameron begleitet von Fachleuten und Schauspielern zurück zum prominenten Wrack. Bewaffnet mit modernstem Gerät von der wieseligen RoboCam bis zum IMAX-3D-Monstrum erweckt er in der ewigen Nacht der Tiefsee die Geister der Vergangenheit zu nahezu greifbarem Leben.

Aller Aufwand dient der Erinnerung. Nicht die Technik beeindruckt letztlich, sondern die gespenstische Unversehrtheit des Schiffs. Fahrten durch Salons, Wohnkabinen aller Preisklassen und die Maschinenräume, Blicke durch Tiffanyfenster und illuminierte Kronleuchter versetzen den Zuschauer geradewegs an Bord und lassen das frühe 20. Jahrhundert spürbar werden.


Kritik

Die Geister der Titanic - 3D (IMAX)

Über 600 Millionen Dollar hat sein Blockbuster "Titanic" allein in den USA in die Kassen gespült. Damit ist James Cameron - zumindest, was das Kino betrifft - immer noch "King of the World". In seiner IMAX-Dokumentation "Die Geister der Titanic" geht er nun mit seiner alten Leidenschaft auf Tuchfühlung, erforscht in 4000 Metern Tiefe mittels aufwändigster Technik das Wrack des 1912 gesunkenen Luxusdampfers und erweckt dessen Mythos noch einmal bildgewaltig und wohl auch kassenträchtig zum Leben.

Bill Paxton mit geschultertem Seesack, angetan in bequemen Alltagsklamotten, betritt, etwas grün um die Nase, das Forschungsschiff, das ihn und ein Team hochspezialisierter Wissenschaftler in den Nordatlantik bringen soll. Ihr Ziel: das Wrack der Titanic. Der Schauspieler als Privatmann. Auf Einladung seines Freundes James Cameron, hier Produzent und Regisseur, darf er, Identifikationsfigur und "Moderator" dieser packenden 3D-Dokumentation, in einem kleinen Spezial-U-Boot zu dem nach einer Kollision mit einem Eisberg gesunkenen Ozeanriesen hinabtauchen. Die Freude mischt sich mit Unsicherheit, vielleicht sogar etwas Angst - und die überträgt sich auf den Zuschauer: als wohliger Schauer.

Nach ein paar wenigen Szenen an Bord, in denen die Tauchtechnik überprüft, letzte Vorbereitungen getroffen werden und ein Greifarm - 3D macht's möglich - dem Zuseher förmlich in die Nase zwickt, geht's hinab in die eisige Tiefe. Kein Leben weit und breit, Todesstille - und dann plötzlich, illuminiert von einer herabgelassenen Scheinwerferbatterie, das riesige Wrack. Zerborsten, verrostet, die Titanic mit gebrochenem Rückgrat. Aber immer noch majestätisch. Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst. Mit zwei Tauchrobotern, Elwood und Jake - die "Blues Brothers" lassen grüßen -, dringen die Forscher unter Camerons Anweisungen ins Innere des Schiffes vor. Besuchen den großen Speisesaal, lokalisieren den Standort der ehemals imposanten Freitreppe, spähen in Luxuskabinen, deren kunstvoll gearbeitete Glasfenster tatsächlich noch fast intakt sind. Bilder von heute werden mit Fotografien von gestern verglichen, computeranimiert erwachen zahlreiche der 1500 Ertrunkenen wieder zum Leben. Verblüffend ist das, lehrreich und auch überaus unterhaltsam - IMAX 3D in Perfektion. Eine ideale Ergänzung zu Camerons "Titanic", bei dem der wissenschaftliche Aspekt des Unternehmens etwas zu kurz kommt. geh.

Die Geister der Titanic - 3D (IMAX)

Darsteller:  Dr. John Broadwater  
  Lori Johnston  
  Dr. Charles Pellegrino  
  James Cameron  
  Mike Cameron  
  Jeffrey N. Ledda  
  Corey Jakolski  
  Jason Paul  
  Eric Schmitz  
  Genia Tschernaiew  
  Victor Nischeta  
  Dr. Anatolj Sagalewitsch  
  Lewis Abernathy  
  John Bruno  
  Vince Pace  
  Bill Paxton  
  Miguel Wilkins   als Quartiermeister Hichens
  Federico Zambrano   als John Jacob Astor
  Dale Ridge   als Elizabeth Lines
  Ken Marschall   als J. Bruce Ismay
  Judy Prestininzi   als Molly Brown
  Adriana Valdez   als Helen Churchill Candee
  Justin Shaw   als John "Jack" Phillips
  Thomas Kilroy   als Pokerspieler
  Charlie Arneson   als 1. Offizier Murdoch
  Piper Gunnarson   als Madeleine Astor
  John Donovan   als Captain Smith
  Janace Tashjian   als Edith Russell
  Don Lynch   als Thomas Andrews
  Jesse Baker   als 2. Offizier Lightoller
  Justin Baker   als Harold Bride
 
Regie:  James Cameron  
Produzent:  James Cameron  
  Chuck Comisky  
  Gig Rackauskas  
  Janace Tashjian  
  Ed Marsh  
Kamera:  Vince Pace  
Schnitt:  Ed Marsh  
  Sven Pape  
  John Refoua  
Musik:  Joel McNeely  
Produktionsdesign:  Martin Laing  
  Javier Nava  
Ton:  Dennis Baxter  
  Christopher Boyes  
Casting:  Tina Kerr  

James Cameron soll Ölleck im Golf von Mexiko flicken

Die Lage ist verzweifelt, alle bisherigen Versuche die Ölpest in den Griff zu bekommen scheiterten - und immer noch tritt in 1.500 Meter Tiefe jeden Tag eine unfassbare Menge Öl aus ...

Großansicht James Cameron: Hat er eine Idee, wie das nach der Explosion von Deepwater Horizon (re.o.) aussprudelnde Öl (re.u.) zu stoppen ist? (Foto: Fox / BP)

James Cameron: Hat er eine Idee, wie das nach der Explosion von Deepwater Horizon (re.o.) aussprudelnde Öl (re.u.) zu stoppen ist? (Foto: Fox / BP)

Nach der Explosion der Ölbohrinsel Deep Water Horizon im Golf von Mexiko sind die Verursacher von BP und die US-Regierung inzwischen mit ihrem Latein am Ende: Das Ölloch am Grunde des Ozeans sollte erst von Tauchrobotern abgedichtet werden, dann sollte das austretende Öl verbrannt, mit Chemikalien aufgelöst oder von großen Stahlglocken aufgefangen werden.

Doch keine Strategie fruchtete. Auch der Versuch, das Leck über die sogenannte Top-Kill-Methode mit Schlamm und Beton zu verstopfen, scheiterte. Ebensowenig bringen Entlastungsbohrungen seitlich des Lecks bisher den erhofften Erfolg: Das Öl sprudelt weiter, keiner weiß genau wie viel, es sind aber wohl einige Millionen Liter jeden Tag. Damit steht ein riesiges Ökosystem vor einer Jahrzehnte andauernden Katastrophe.

Reparatur dank Bildern von James Camerons "Avatar"-Kameras?

Nun soll ausgerechnet ein Hollywood-Star die Rettung bringen. Regisseur James Cameron ist einer Task-Force beigetreten, die neue Vorschläge ausarbeiten soll, um das Unterwasser-Leck zu schließen. Der "Avatar"-Macher ist nicht nur in seinen Filmen überzeugter Kämpfer für ökologische Belange, James Cameron bringt seit den Unterwasser-Recherchen für "Titanic" und seinen Dokus "Die Geister der Titanic" und "Aliens der Meere" große Expertise in Sachen Tiefseetauch-Operationen mit.

Möglicherweise soll auch James Camerons 3D-Kameratechnik aus "Avatar" helfen, bessere Bilder von der Lage in der Tiefe zu liefern. Denn dort können wegen des hohen Wasserdrucks keine menschlichen Taucher mehr arbeiten, sondern nur Roboterfahrzeuge, die von der Wasseroberfläche aus gesteuert werden - und dazu braucht es möglichst plastische und detailgenaue Kamerabilder ...

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James Cameron

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Bill Paxton

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