Robert Schwentkes Verfilmung des Bestsellers von Audrey Niffenegger, in dem sich eine junge Frau in einen Mann verliebt, der auf kontrollierte Zeitreisen durch sein eigenes Leben geht. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto31/09310161/b150x150.jpg Die Frau des Zeitreisenden

Filmdetails

Die Frau des Zeitreisenden

Robert Schwentkes Verfilmung des Bestsellers von Audrey Niffenegger, in dem sich eine junge Frau in einen Mann verliebt, der auf kontrollierte Zeitreisen durch sein eigenes Leben geht.


Die Frau des Zeitreisenden
Start: 17.09.2009

Originaltitel: The Time Traveler's Wife

Drama

USA 2009
Laufzeit: 107 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Rachel McAdams
Eric Bana
Arliss Howard

Regie: Robert Schwentke
Verleih: Warner

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Inhalt

Seit seinen Kindheitstagen geht Henry DeTamble auf Zeitreisen durch sein eigenes Leben. Clare ist ein kleines Mädchen, als Henry ihr erstmals begegnet - als erwachsener Mann - und weiß sofort, dass er ihr Schicksal sein wird. Auch wenn der Alltag durch Henrys Trips erschwert wird, verlieben sie sich, heiraten und sind glücklich. Wolken ziehen erst auf, als Clare sich ein Kind wünscht, sich aber unkalkulierbare Probleme einstellen. Und dann ist da noch die Besorgnis, dass keiner der Henrys, die ihr begegnen, jemals älter als 43 Jahre ist.


Kritik

Die Frau des Zeitreisenden

Basierend auf dem langlebigen Bestseller von Audrey Niffenegger inszenierte der Deutsche Robert Schwentke eine Romanze, die einem zu Herzen geht, die man ernst nimmt, ohne dass man die Prämisse ernst nehmen müsste.

Als hätte man einen Roman von Nicholas Sparks auf eine lange Reise auf einem Möbiusband geschickt: Unterstützt von einem Drehbuch des in außerweltlichen Fragen überaus erfahrenen Bruce Joel Rubin ("Ghost - Nachricht von Sam", "Jacob's Ladder"), hat "Flightplan"-Regisseur Robert Schwentke sich in seinem zweiten Hollywoodfilm einer eigentlich unmöglichen Liebesgeschichte angenommen. Deren Gelingen hängt voll und ganz davon ab, ob der Zuschauer ihr ihr eigentümliches Konstrukt in den ersten zehn Minuten abkauft. Kein einfaches Unterfangen: Immerhin geht es um eine Frau, die sich in einen Mann verliebt, der als unfreiwilliger Zeitreisender immer wieder an unterschiedlichen Stationen seines Lebens ankommt, ohne jemals kontrollieren zu können, was mit ihm geschieht: Erstmals sieht diese Clare ihn als kleines Mädchen, als sie dem erwachsenen Mann auf einer Wiese begegnet wie immer, wenn er durch die Jahre purzelt, ist er nackt. Er weiß da bereits, dass er sich später in sie verlieben wird. Sie spürt, dass diese Begegnung ihr Schicksal sein wird. Das ist natürlich eine aberwitzige Prämisse, die man auf ihre Schlüssigkeit besser nicht abklopft, dem Film aber ungeahnte romantische und dramatische Möglichkeiten eröffnet.

Schwentke, der sich schon bei "Flightplan" als versierter Stilist mit Übersicht und Eleganz erwies, ist klug genug, seinen Film mit großem Drama zu eröffnen, um sein Publikum im Handstreich zu nehmen und zumindest schon einmal anzudeuten, dass es auch später wieder um Leben und Tod gehen wird: Er ist dabei, wie Henry DeTamble als Junge erstmals auf Zeitreise geht, im Moment des Unfalltodes seiner Mutter nur um sich kurz darauf selbst gegenüberzustehen. Schnell und nüchtern wird das Regelwerk des Films festgelegt, ohne jemals Zweifel an Sinn der alles entscheidenden Grundidee zu hegen: Wichtig ist vor allem, dass Henry den Lauf seines Schicksals nicht steuern kann. Hat man sich erst einmal arrangiert damit, dass sich die Hauptfigur nicht einfach nur beliebig auflösen kann, sondern auch in verschiedenen Altersstadien immer wieder an den Schlüsselmomenten seines Lebens auftaucht, hat das Publikum ebenso viel Spaß an der verrückten Geschichte wie offenkundig auch die Filmemacher: Ist der Ausnahmezustand als Normalität erst einmal etabliert, ist Die Frau der Zeitreisenden erfrischend leicht und charmant und in der Hochzeitsszene geradezu komisch, wenn Henry fünf Minuten vor der Zeremonie spurlos in eine andere Zeitebene entschwindet und eine ältere Variante seiner selbst mit anderer Frisur und ergrauten Schläfen zur Rettung eilt. Dramatik kommt dann in der zweiten Hälfte ins Spiel, wenn Henry und Clare um Nachwuchs ringen und sich die Anzeichen verdichten, dass die beiden sich so bedingungslos Liebenden nicht glücklich bis in alle Ewigkeit leben werden: Es muss eine Bewandtnis haben, dass Clare nie einen Henry zu Gesicht bekommt, der älter als 43 ist.

Aber wie Schentke mit der Ironie spielt, dass dem Mann, der an keine Gegenwart gebunden ist, die Zeit knapp wird, wie die Zeitreisen immer weniger werden, je mehr man sich dem Punkt ohne Rückkehr nähert, hat etwas Erhabenes und Bewegendes, das vielen Romanzen der jüngsten Zeit abgeht. Dass Die Frau des Zeitreisenden so enorm gut funktioniert, liegt nicht nur an der überzeugenden Umsetzung Schwentkes (Lob auch an seinen vorzüglichen Kameramann Florian Ballhaus, der das Wahrhaftige betont, um der Fantasy Bodenständigkeit zu verleihen), sondern vor allem an den beiden Hauptdarstellern: Eric Bana und Rachel McAdams, hier mindestens so gut wie in dem verblüffend ähnlichen "Wie an einem einzigen Tag", verbindet eine Chemie, dass man mit ihnen durch Dick und Dünn, durch gute wie schlechte Tage gehen will. Und bereitwillig durch ein Szenario, das einer näheren Betrachtung vielleicht nicht Stand hält, aber wie besessen daran glaubt, dass Liebe eine Himmelsmacht und Zeit relativ ist. Deshalb macht es auch nichts, dass der Film, eine der letzten New-Line-Produktionen, schon seit längerem auf seine Auswertung wartet. Im Gegenteil: Die Vorlage von Audrey Niffenegger ist mittlerweile noch begehrter, was sich für das Kino nicht als Nachteil erweisen sollte. ts.

Die Frau des Zeitreisenden

Darsteller:  Rachel McAdams   als Clare
  Eric Bana   als Henry De Tamble
  Arliss Howard   als Richard DeTamble
  Ron Livingston   als Gomez
  Stephen Tobolowsky   als Dr. David Kendrick
  Jane McLean   als Charisse
  Brooklynn Proulx   als Die junge Clare
 
Regie:  Robert Schwentke  
Drehbuch:  Bruce Joel Rubin  
Produzent:  Nick Wechsler  
  Dede Gardner  
Ausf. Produzent:  Brad Pitt  
  Richard Brener  
  Michele Weiss  
  Justis Greene  
Buchvorlage:  Audrey Niffenegger  
Kamera:  Florian Ballhaus  
Schnitt:  Thom Noble  
Musik:  Mychael Danna  
Produktionsdesign:  Jon Hutman  
Kostüme:  Julie Weiss  

Brad Pitt will chilenisches Gruben-Drama verfilmen

Mitte Oktober dieses Jahres erregte die Rettung von 33 Bergleuten aus einem chilenischen Stollen weltweit Aufsehen. Die Männer saßen über zwei Monate in der Dunkelheit.

Großansicht Brad Pitt wittert einen neuen Stoff (Foto: Kurt Krieger)

Brad Pitt wittert einen neuen Stoff (Foto: Kurt Krieger)

Brad Pitt möchte die dramatische Rettung der verschütteten Bergleute von Chile verfilmen. Wie die chilenische Zeitung "El Mercurio" berichtet, habe Pitts Produktionsfirma Plan B mehrere Millionen Dollar geboten. Angeblich sollten dann einige der Kumpel auch selbst mitspielen. Ob Brad Pitt die Rechte bekommen wird, ist noch fraglich. Edgardo Reinoso, Anwalt der Bergmänner, erklärt, er könne sich vor Vermarktungsanfragen und Interviewwünschen kaum noch retten. Angeblich bekomme er am Tag zehn Anfragen hinsichtlich einer Verfilmung.

Letztendlich wird natürlich die Höhe des Gebots darüber entscheiden, wer den Film machen darf. Bevor die erste Klappe fällt, planen die Kumpel laut Reinoso noch die Gründung einer Verwertungsgesellschaft. Die soll die Einnahmen aus der Vermarktung eintreiben und unter den 33, meist mittellosen Männern, gerecht verteilen.

Grubendrama von Brad Pitt?

Brad Pitt half mit seiner Produktionsfirma schon Filmen wie "Eat, Pray, Love" oder "Die Frau des Zeitreisenden" auf die Beine. Zuletzt sicherte sich der Lebensgefährte von Angelina Jolie die Rechte an dem Buch "In With the Devil", das vom höchst brisanten Aufstieg und Fall eines Ex-Fußballstars berichtet.

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Rachel McAdams

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