Originaltitel: Land of the Lost
USA 2009
Will Ferrell
Danny R. McBride
Anna Friel
Regie: Brad Silberling
Verleih: Universal
Dr. Rick Marshall geht verloren: Der chaotische, ein wenig hilflose Wissenschaftler gerät in ein Zeitloch und landet mitten in der Welt der Saurier und anderer gefährlicher Kreaturen. Zum Glück für ihn sind auch die smarte, aber rechthaberische und hübsche wissenschaftliche Assistentin Holly und der hinterwäldlerische Sammler Will durch den Strudel ins "Land of the Lost" gezogen worden. Ein wenig vertrauenerweckender, einheimischer Höhlenmensch ist ihre einzige Chance, zu überleben und den Weg zurück in ihre Zeit zu finden.

Überdrehte Nonsenskomödie nach der US-TV-Serie "Land of the Lost" aus den Siebzigerjahren mit Will Ferrell ("Die Stiefbrüder") als Wissenschaftler auf chaotischer Zeitreise.
Die von 1974 bis 1977 in den USA ausgestrahlte Kinderserie zeichnete sich vor allem durch ihre bunt zusammengewürfelte Fantasiewelt, bestehend aus einem Land mit drei Monden, Dinosaurier, Echsen- und Affenmenschen, sowie ihre superkitschigen Spezialeffekte aus. Das Drehbuch von Chris Henchy und Dennis McNicholas behält nun die Grundelemente und konstruiert darauf ein mit Vulgaritäten und Ausflüge in die Niederungen des Bad Taste angereichertes Komödienabenteuer mit wesentlich aufwändigeren Effekten (das Budget soll sich auf rund 100 Mio. Dollar belaufen).
Unter der Regie von Brad Silberling ("Lemony Snicket") zeigt sich der Will Ferrell in der Rolle des verlachten Paläontologen Dr. Rick Marshall von einer besonders renitenten Seite. So gerät er sich anfangs mit dem "Today"-Moderator Matt Lauer handgreiflich in die Haare, woraufhin er seine akademische Karriere als Grundschullehrer fortsetzen muss. Die unerwartete Bekanntschaft mit der Cambridge-Studentin Holly (Anna Friel aus der TV-Serie "Pushing Daisies") drei Jahre später führt dazu, dass sie sein selbstgebautes Quantensprunggerät testen und dabei in ein Zeitloch fallen. Mit von der Partie ist der unerschütterliche und überraschend amüsante Redneck Will (Danny McBride, von Ferrelll geförderter Nachwuchs-Comedian, der bislang als Sprengstoffexperte in "Tropic Thunder" seine größten Momente hatte). Erste Bekanntschaften, die das Trio in dem weitläufigen Land macht, sind mit dem Affenmenschen Chaka, der seine Begeisterung für Holly mit wiederholtem Busengrapschen bekundet, und einem aggressivem T. Rex, der seine Abneigung für Rick mit wiederholten Angriffen unter Beweis stellt.
Weitere Bewohner sind Schuppenkreaturen namens Sleestaks, die als Parodie auf Steven Spielbergs großäugigen Außerirdischen aufgefasst werden dürfen. Auch dessen "Jurassic Park" sowie die "Indiana Jones"-Reihe werden ausgiebig zitiert, zudem fühlt man sich an das Remake von "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde" erinnert. Genregemäß müssen die drei Menschlein einen Ausweg aus der prähistorischen Gefahrenzone finden und nebenbei einen Angriff auf ihren Heimatplaneten verhindern. In der Zwischenzeit gibt es verschiedene episodenhafte Begegnungen mit gefräßigen Riesenmoskitos, Flugsauriern und halluzinogenen Früchten. Darüber hinaus kommt das Publikum in bester Ferrell-Tradition in den optischen Genuss seiner bloßen Bierkugel und einer ausgedehnten Benetzung mit Dinosaurierurin. Ebenfalls nicht gegeizt wird mit homoerotischen Witzchen - ganz nach dem Geschmack also von Ferrells eingefleischten Fans. ara.
| Darsteller: | Will Ferrell | als Dr. Rick Marshall | |
|---|---|---|---|
| Danny R. McBride | als Will Stanton | ||
| Anna Friel | als Holly Cantrell | ||
| Jorma Taccone | als Chaka | ||
| John Boylan | als Enik | ||
| Matt Lauer | als Matt Lauer | ||
| Bobb'e J. Thompson | als Kind | ||
| Sierra McCormick | als Kind | ||
| Regie: | Brad Silberling | ||
| Drehbuch: | Chris Henchy | ||
| Dennis McNicholas | |||
| Produzent: | Sid Krofft | ||
| Marty Krofft | |||
| Jimmy Miller | |||
| Ausf. Produzent: | Brad Silberling | ||
| Daniel Lupi | |||
| Julie Wixson Darmody | |||
| Adam McKay | |||
| Ryan Kavanaugh | |||
| Buchvorlage: | Marty Krofft | ||
| Sid Krofft | |||
| Kamera: | Dion Beebe | ||
| Schnitt: | Peter Teschner | ||
| Musik: | Michael Giacchino | ||
| Produktionsdesign: | Bo Welch | ||
| Kostüme: | Mark Bridges | ||
| Casting: | Avy Kaufman | ||
And the loser is... Eddie Murphy!
Nicht nur die Qualität, sondern vor allem nackte Zahlen galten als Kriterium für das Rohrkrepierer-Ranking, das die Branchenzeitschrift "The Hollywood Reporter" jetzt veröffentlicht hat. Die Top Ten der größten Filmflops beweisen aber, das fehlendes Niveau und ein schlechtes Ergebnis an den Kinokassen oft Hand in Hand gehen.
Die SciFi-Komödie Pluto Nash, in der sich Eddie Murphy als Nachtclubbesitzer auf dem Mond mit einer Mafiafamilie anlegt, spielte 2002 nicht einmal zehn Prozent ihres astronomischen Budgets von 100 Millionen Dollar wieder ein und rangiert damit unangefochten auf Platz Eins.
Auf den Rängen: John Travoltas schauriges Scientology-Epos "Battlefield Earth" und Will Ferrells erst im Oktober in Deutschland angelaufener Zeitreisen-Nonsens "Die fast vergessene Welt". Nicht wirklich überraschend - schließlich wurde Ferrell erst kürzlich zum unprofitabelsten und überbezahltesten Schauspieler Hollywoods gewählt.
Die komplette Flop Ten:
1. Pluto Nash - Im Kampf gegen die Mondmafia
5. "Stadt, Land, Kuss"
6. "Catwoman"
7. Invasion
8. Rollerball
9. "Grindhouse"
10. The Spirit
Er macht aus seinen Rollen Auftritte von wahrer Könnerschaft und entwickelt in oft mehrminütigen Szenen aberwitzige Performances mit...
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Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.