Liebes-, Dreiecks- und Mord-Geschichte in der Provinz mit Humor serviert von Claude Chabrol. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz34/z0234093/b150x150.jpg Die Farbe der Lüge

Filmdetails

Die Farbe der Lüge

Liebes-, Dreiecks- und Mord-Geschichte in der Provinz mit Humor serviert von Claude Chabrol.


Die Farbe der Lüge
Start: 12.08.1999

Originaltitel: Au coeur du mensonge

Kriminalfilm / Drama

Frankreich 1998
Laufzeit: 112 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sandrine Bonnaire
Jacques Gamblin
Valeria Bruni-Tedeschi

Regie: Claude Chabrol
Verleih: Prokino (Filmwelt)

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Action
Humor
Romantik
Spannung
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Inhalt

In einem bretonischen Fischerort wird ein zehnjähriges Mädchen ermordet aufgefunden. René, ein an bohrenden Selbstzweifeln leidender Maler und Zeichenlehrer, hat das Mädchen als letzter gesehen und wird als erster von einer jungen, kühlen Kommissarin verhört. Seine Frau Viviane verheimlicht Rene ihre Affaire mit einem von den Medien gehätschelten Schriftsteller.


Kritik

Die Farbe der Lüge

Ein eleganter schwarzer Krimi ist dem französischen Suspense-Meister Claude Chabrol wieder gelungen. Eine Liebesgeschichte, ein Dreiecksverhältnis, Mord und Lüge in der Provinz. Der einfache Bürger als Monstrum: Chabrols Lieblingsthema und vertrautes, filmisches Ambiente. Die wunderbare Sandrine Bonnaire fasziniert als vital-romantische Frau voller Liebe zu ihrem Ehemann und dem gemeinsamen Leben. Vergnügen und Spannung dosiert Chabrol mit genauem Gespür für kluge Unterhaltung, an der auch ein großes Publikum seine Freude haben dürfte.

Das Drehbuch stammt diesmal nicht vom Meister allein, er schrieb es mt Odile Barski.Und vielleicht geht die für Chabrol-Filme ungewöhnlich zärtliche Frauenfigur der Krankenpflegerin Viviane auf das Autorin-Konto. Schauplatz der Geschichte ist ein bretonischer Fischerort, in dem ein zehnjähriges Mädchen ermordet aufgefunden wird. René, der nach einem Unfall an einer vorübergehenden Lähmung und an bohrenden Selbstzweifeln leidet, arbeitet als Zeichenlehrer, weil sich seine eigenen Gemälde nicht gut verkaufen. Er hat das tote Mädchen als letzter gesehen und wird als erster von der jungen, kühl-professionell wirkenden Kommissarin verhört.

Aus dieser Exposition entwickelt Chabrol ein raffiniert gesponnenes und scheinbar unauffälliges Gewebe von verschiedensten Formen des Umgangs der verschiedensten Menschen miteinander. Renés Ehefrau Viviane fühlt sich von den charmanten Avancen eines von den Medien gehätschelten Schriftstellers angezogen. Das kurze Techtelmechtel, das sie mit ihm hat, verschweigt sie ihrem Mann, denn sie weiß, wie sehr er sie liebt und braucht - und sie ihrerseits auch. Sie lügt, indem sie nicht alles sagt, und René seinerseits begreift nach einer dramatisch endenden Begegnung mit dem Schriftsteller, daß die Wahrheit auch ein Trompe-l'oeil sein kann, wie er es so gerne malt.

Chabrol bereitet - und manchmal meint man sein genüßlich hämisches Gelächter zu hören - einen feinsten gewebten Seidenteppich menschlicher Verdrängungen, Taktiken und Abgründe vor unseren Augen aus. Witz und schwarzer Humor fehlen natürlich nicht. Und obwohl der höchst unterhaltsame Film ziemlich dialoglastig ist, zieht er einen doch in einen Strudel aus schillernden Unwahrheiten, bei denen man sich auf wunderbarste selbst ertappen kann. fh.

Die Farbe der Lüge

Darsteller:  Sandrine Bonnaire   als Vivian Sterne
  Jacques Gamblin   als Rene Sterne
  Valeria Bruni-Tedeschi   als Frédérique Lesage
  Antoine de Caunes   als Germain-Roland Desmot
  Bernard Verley   als Detective Loudun
  Bulle Ogier   als Yvelyne Bordier
  Pierre Martot   als Regis Marchal
  Adrienne Pauly   als Anna
 
Regie:  Claude Chabrol  
Drehbuch:  Claude Chabrol  
  Odile Barski  
Produzent:  Marin Karmitz  
Kamera:  Eduardo Serra  
Schnitt:  Monique Fardoulis  
Musik:  Matthieu Chabrol  
Produktionsdesign:  Françoise Benoît-Fresco  
Kostüme:  Corinne Jorry  
Ton:  Jean-Bernard Thomasson  
  Claude Villand  
  Christian Fontaine  

Star

Sandrine Bonnaire

Vom Vorstadtkind ohne Schauspielausbildung zum Filmstar durchlief Sandrine Bonnaire eine atemberaubende Entwicklung. War Jeanne...

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Jacques Gamblin

* 16.11.1957

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