Originaltitel: Les Daltons
Frankreich/Deutschland/Spanien 2004
Eric Judor
Ramzy Bedia
Said Serrari
Regie: Philippe Haïm
Verleih: Falcom
Nur schlappe zwanzig Dollar Kopfgeld sind auf Joe, Jack, William und Avarell, die vier Söhne der Ma Dalton, nach jahrelanger Schurkerei ausgesetzt - eine Enttäuschung und Schande für die ganze, ehrwürdige Räuberzunft. Wenn sie also nicht bald ihren Ruf aufpolieren, müssen sie nach dem Willen von Mutti ihre Bettstatt unter freiem Himmel suchen. Grund genug für die Brüder, sogleich die bestbewachte Bank des ganzen Wilden Westens ins Visier zu nehmen. Pech nur, dass ihr alter Widersacher Lucky Luke davon Wind bekommt.
Til Schweiger ist Lucky Luke in der angesichts des internationalen Comic-Kinobooms überfälligen Realfilm-Adaption der Cowboylegende.
Für die ganze Familie: Die Dalton-Brüder mischen den Wilden Westen auf, bis Til Schweiger als Lucky Luke für Ordnung sorgt.
Die Verfilmung des weltweit beliebten Kult-Comics mit Starbesetzung garantiert ein Kinoerlebnis für Teens und Fans, für Familien ebenso wie für Film- und Comic-Liebhaber. Kenner werden sich an den vielen Zitaten und Details aus den legendären Lucky-Luke-Comics erfreuen.
Mit dabei sind natürlich der sprechende Hund Rantanplan und Jolly Jumper, Lucky Lukes Pferd und Freund. Im Mittelpunkt stehen die vier Dalton-Brüder, die nicht gerade die Hellsten sind. Nur 20 Dollar sind auf ihre Köpfe ausgesetzt - eine Schande für ihre Mutter! Vor allem Joe und Averell (Frankreichs Comedy-Stars Eric Judor und Ramzy Bedia) übertreffen sich gegenseitig an Dummheit.
Als das chaotische Quartett nach einem dilettantischen Banküberfall im Knast landet, stellt ihnen Ma Dalton ein Ultimatum: Entweder sie drehen ein richtig großes Ding oder sie müssen draußen bei den Kojoten schlafen. Zum Glück hören sie von einem Zaubersombrero, der seinen Träger unbesiegbar macht.
Die Dalton-Brüder brechen aus, um sich den magischen Hut zu holen und die Bank zur Kasse zu bitten. Die abenteuerliche Jagd nach dem Zauberhut, dem Geld und Ma Daltons Anerkennung beginnt. Doch sie haben die Rechnung ohne Lucky Luke (Til Schweiger) gemacht, der bekanntlich schneller zieht als sein Schatten ...
"Die Daltons gegen Lucky Luke" ist ein großes Kinoerlebnis, nicht nur für die Millionen Leser des Comics das ultimative Vergnügen. Eine Flut von farbenprächtigen, bombastischen Bildern und Comedy-Einlagen machen den Film zum Western-Spektakel des Sommers!
| Darsteller: | Eric Judor | als Joe Dalton | |
|---|---|---|---|
| Ramzy Bedia | als Averell Dalton | ||
| Said Serrari | als Jack Dalton | ||
| Romain Berger | als William Dalton | ||
| Til Schweiger | als Lucky Luke | ||
| Marthe Villalonga | als Ma Dalton | ||
| Javivi | als El Tarlo | ||
| Sylvie Joly | als Ma Nilly | ||
| Ginette Garcin | als Ma James | ||
| Marie-Pierre Casey | als Ma Cassidy | ||
| Elie Semoun | als Doxey | ||
| Michel Muller | als Bankdirektor | ||
| Jean Benguigui | als Dorfvorsteher | ||
| Kad Merad | als Der Mexikaner | ||
| Jean Dujardin | als Der Cowboy | ||
| Darry Cowl | als Der alte Mann | ||
| François Hadji-Lazaro | |||
| Regie: | Philippe Haïm | ||
| Drehbuch: | Michel Hazanavicius | ||
| Eric Judor | |||
| Produzent: | Alfred Huermer | ||
| Saïd Ben Saïd | |||
| Yves Marmion | |||
| Koproduzent: | Alfred Hürmer | ||
| Julio Fernández | |||
| Ausf. Produzent: | Gerard Gaultier | ||
| Kamera: | David Carretero | ||
| Schnitt: | Richard Marizy | ||
| Musik: | Alexandre Azaria | ||
| Produktionsdesign: | Olivier Raoux | ||
| Kostüme: | Charlotte David | ||
| Ton: | Lucien Balibar | ||
Mit der Comicverfilmung "Die Daltons gegen Lucky Luke" begeisterte Philippe Haïm in Frankreich mehr als zwei Millionen Zuschauer. Die Rolle des coolen Cowboys spielt ein Deutscher: Til Schweiger.
Hauptdarsteller Til Schweiger im Schulterschluss mit Regisseur Philippe Haïm (Foto: Falcom)
Im Alter von sechs oder sieben Jahren. Ich liebte coole Cowboys und entdeckte wenig später den Western für mich. Bei den Comics zählten Lucky Luke, Tim und Struppi und Asterix zu meinen absoluten Favoriten. Als mein Agent mich anrief, wollte ich das Drehbuch zu "Die Daltons gegen Lucky Luke" gar nicht erst lesen, sondern sofort den Vertrag unterschreiben.
Die erste Fassung fand ich nicht so gut, aber die nächste unter Mitwirkung des Komikerduos Eric und Ramzy, die Darsteller von Joe und Averell, war fantastisch. Ich stand sowieso schon in den Startlöchern, nachdem ein Projekt nach sechsjähriger Vorbereitung zehn Tage vor Drehstart wegen der Finanzierung platzte.
Unser ideales Publikum sind Kinder von sechs bis 15 Jahren und Familien. Man muss die Comics nicht gelesen haben, um den Film zu verstehen. Wir haben einiges am Drehbuch geändert, sind aber visuell dicht an der Vorlage geblieben mit Kostümen, Farben und den typischen Figurmanierismen. Das Storyboard umfasste über 5.000 Zeichnungen.
Auch bei einem Budget von 25 Millionen Euro kommt es auf Durchsetzungsfähigkeit und Respekt an. Wenn ich seriös und hart arbeite, folgt die Anerkennung. In den 13 Monaten Produktionszeit hatte ich keine Zeit, nervös zu sein. Einzig die Vorstellung, keine Entscheidung wieder rückgängig machen zu können, verursachte mir Unbehagen.
Eine spannende Erfahrung, vor allem die vier Wochen in den MCC-Studios mit ihrer tollen Atmosphäre. Das deutsche Team hat mich durch Genauigkeit und Zuverlässigkeit verblüfft. Die Mitarbeiter in allen Abteilungen, vor allem die Techniker, waren spitze. Nicht, dass die Spanier faul sind, aber sie sind etwas flatterhafter, mediterran eben, und halten nichts von großer Pünktlichkeit.
Es ist eine gute Lösung, wenn man allein nicht weiterkommt. Auch wenn die Kosten durch nomadenähnliches Herumziehen und nervtötende Bürokratie immens steigen. Vor die Wahl gestellt, Koproduktion oder gar kein Film, brauche ich nicht lange zu überlegen. Natürlich wäre es in Frankreich einfacher gewesen, aber das ging auf Grund der Geldgeber nicht.
Das erfordern die Gegebenheiten. Til Schweiger überzeugte mich als Lucky Luke. Er brachte viel Humor in seine Rolle und besaß die passende Ausstrahlung für diese legendäre Figur.
Wer an das Publikum denkt, den straft die französische Kritik meistens ab. Außerdem wissen Journalisten oft nicht, was sie mit einem Kinder- oder Familienfilm anfangen sollen. Ich hasse diese ideologische Aufteilung in Unterhaltungs- und Autorenfilm, das Schaffen von künstlichen Widersprüchen.
Die Fronten sind verhärtet, Presse und Publikum driften immer weiter auseinander. Eine seltene Ausnahme war "Die Kinder des Monsieur Mathieu". Der französische Kritikerdrang zur Unterscheidung in "Gut" und "Böse" schadet nur dem Kino, das für alle da sein sollte. Warum spricht man bei uns einem Film das Existenzrecht ab? Da hängt so viel Arbeit und Herzblut dran.
"Die Daltons" gab es nicht zum Schnäppchenpreis. Geld bringt wieder Geld, das darf man nicht einfach in den Sand setzen. Die Zahlen sprechen für sich. Wir haben unser Ziel erreicht. Jetzt vertrauen mir die Produzenten. Auch Jean-Pierre Jeunet hätte ohne "Die fabelhafte Welt der Amélie" nie "Mathilde - Eine große Liebe" realisieren können.
Der sympathische, gut aussehende Til Schweiger zählt zu den wenigen großen Stars in Deutschland, der nicht nur als Schauspieler eine Reihe...
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