Armin Rohde
Uwe Ochsenknecht
Josef Heynert
Regie: Dominique Deruddere
Verleih: Constantin
Eine Hochzeitsfeier in der Eifel steht an, die Messer sind für's Mahl gewetzt. Doch die anwesenden Feiergäste, Angestellten und Veranstalter haben die Rechnung ohne den Vater des Bräutigams gemacht. Hermann Walzer (Armin Rohde) findet das berühmte Haar in der Suppe und lässt den ohnehin in einer wirtschaftlichen Krise befindlichen Gourmetkoch Franz Berger (Uwe Ochsenknecht) seine ganze Wut spüren. Der Streit schaukelt sich hoch, auch Berger ist jetzt ernsthaft gekränkt, und schwere Geschütze werden aufgefahren.
Frei nach einem belgischen Comic-Bestseller gleichen Namens inszenierte eine deutsch-belgische Crew unter Beteiligung namhafter Darsteller diese Gesellschaftssatire für Freunde des Schwarzen Humors und sonstige Gourmets.
Gourmet-Koch Uwe Ochsenknecht und Großgrundbesitzer Armin Rohde bekriegen sich in dem extravaganten Landkrimi des Belgiers Dominique Deruddere bis aufs Messer.
Bitte lächeln - die Stimmung fürs Hochzeitsfoto lässt bereits zu wünschen übrig (Foto: Constantin)
Jetzt sind sie erstmals gemeinsam auf der großen Leinwand zu bewundern: Uwe Ochsenknecht und Armin Rohde - zwei Ausnahmeschauspieler, die die deutsche Kinolandschaft in den letzten Dekaden entscheidend mitgeprägt haben.
In "Die Bluthochzeit" treten sie jedoch keineswegs als liebenswertes Buddy-Duo in Erscheinung, sondern als bis aufs Blut verfeindete Rivalen, die sich einen Kampf mit Haken und Ösen liefern.
Und das kommt so: Eigentlich wollen Braut Sophie (Lisa Maria Potthoff) und Bräutigam Mark (Arne Lenk) einfach nur den schönsten Tag in ihrem Leben genießen.
Doch Marks zum Jähzorn neigender Vater, der schwerreiche Eifelbauer Hermann Walzer (Rohde), hält wohl nichts von harmonischen Hochzeitsfeierlichkeiten. Er gibt sich wieder mal als Kotzbrocken und legt sich ausgerechnet mit dem finanziell angeschlagenen Gourmetkoch Franz Berger (Ochsenknecht) an, in dessen idyllischem Landgasthof die Fete steigen soll.
Doch die Wut über einen verdorbenen Shrimpcocktail ist nur vorgeschoben. In Wirklichkeit hat es Walzer schon seit Jahren auf das Grundstück des Möchtegern-Bocuse abgesehen und findet nun einen willkommenen Anlass, einen handfesten Streit vom Zaun zu brechen. Als auch der anfangs besonnene Berger die Nerven verliert, gerät der Festtag außer Kontrolle, wird der Gasthof zur belagerten Festung.
Und während der Rest der Gesellschaft verzweifelt versucht, die beiden Streithähne zu besänftigen, steuert die Hochzeit auf ihr unerwartetes - blutiges? - Ende zu. Was hatte der Pfarrer gesagt: Bis dass der Tod euch scheidet ...
Die Schlacht ist geschlagen, aber auch gewonnen? Franz Berger mit Ulrich (Foto: Constantin)
Angesiedelt an wunderbaren Original-Schauplätzen in den Eifelhöhen bei Schleiden, legt hier der extravagante belgische Filmemacher Dominique Deruddere - 2000 Oscar-nominiert für seine beißende Showbiz-Satire "Jeder ist ein Star!" - einen bitterbösen und zugleich hochdramatischen Krimi aufs Parkett.
Als Vorlage für "Die Bluthochzeit" diente ihm ein Comic mit dem Originaltitel "Lune de guerre", den Derudderes Landsmann und Co-Autor Jean van Hamme vor fünf Jahren gemeinsam mit dem renommierten Zeichner Hermann Huppen realisierte.
Fürs Kino entstand nun ein veritables Zickenduell, bei dem Ochsenknecht und Rohde dem schwachen Geschlecht auf verbaler Ebene in nichts nachstehen. Doch wehe, wenn sie erst mal zu den Waffen greifen - kein Wunder, dass Braut und Bräutigam das Ende ihres Hochzeitstages auf Knien herbeiflehen ...
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