Originaltitel: Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
BRD 1957
Horst Buchholz
Liselotte Pulver
Paul Dahlke
Regie: Kurt Hoffmann
Verleih: unbekannt
Felix Krull, jugendlicher Bonvivant, soll zum Militär. Er übertölpelt die kaiserliche Musterungsbehörde. In der Pariser Hotellerie lebt er nach dem Motto "Liebe die Welt und die Welt wird dich lieben" und macht Karriere. Die Liebschaft mit Madame Houpflé bringt Zugang zur internationalen Gesellschaft. Als angeblicher Marquis Venosta reist er durch die Welt, während der echte Venosta seiner Affäre mit Lebedame Zaza frönt. In Lissabon wird Krull verhaftet, weil ihm als Marquis der Mord an Zaza vorgeworfen wird. Er kommt noch ein Mal davon.

Thomas Manns letztes Werk, ein ironischer Schelmenroman (1957), blieb unvollendet. Der Film von Regisseur Kurt Hoffmann, an dessen Drehbuch Tochter Erika Mann mitarbeitete, führt ihn geschickt zu Ende. Horst Buchholz spielt den Lebenskünstler voller Charme und Esprit und mit unendlichen Verführungs- und Verstellungskünsten. Als Zaza hat Liselotte Pulver, die häufig für Hoffmann spielte ("Ich denke oft an Piroschka"), spitzbübische Glanzauftritte. Die Musterung gestaltete Hoffmann so satirisch wie Wolfgang Staudte in "Der Untertan".
| Darsteller: | Horst Buchholz | als Felix Krull | |
|---|---|---|---|
| Liselotte Pulver | als Zaza | ||
| Paul Dahlke | als Professor Kuckuck | ||
| Ingrid Andree | als Zouzou | ||
| Susi Nicoletti | als Madame Houpflé | ||
| Werner Hinz | als Stabsarzt | ||
| Walter Rilla | als Lord Kilmarnock | ||
| Heidi Brühl | als Eleanor | ||
| Ilse Steppat | als Maria Pia | ||
| Peer Schmidt | als Marquis de Venosta | ||
| Alice Treff | als Venostas Mutter | ||
| Karl Ludwig Lindt | als Venostas Vater | ||
| Heinz Reincke | als Stanko | ||
| Paul Henckels | als Schimmelpreester | ||
| Ralf Wolter | als Gestellungspflichtiger | ||
| Heinz Klevenow | als Machatschek | ||
| Ehmi Bessel | als Krulls Mutter | ||
| Herbert Weicker | als Hurtado | ||
| Robert Meyn | als 1. Polizeibeamter | ||
| Jo Herbst | als Bob | ||
| Günther Jerschke | als 2. Polizeibeamter | ||
| Florent Antony | als Kriminalbeamter | ||
| Martin Rosenstiel | als Jean-Pierre | ||
| Gert Niemitz | als Krulls Vater | ||
| Dinah Hintz | als Olympia | ||
| Erika Mann | als Gouvernante | ||
| Benno Gellenbeck | als 1. Zöllner | ||
| Eberhard Fechner | als 2. Zöllner | ||
| Regie: | Kurt Hoffmann | ||
| Drehbuch: | Robert Thören | ||
| Erika Mann | |||
| Produzent: | Hans Abich | ||
| Rolf Thiele | |||
| Buchvorlage: | Thomas Mann | ||
| Kamera: | Friedl Behn-Grund | ||
| Schnitt: | Caspar van den Berg | ||
| Musik: | Hans-Martin Majewski | ||
| Produktionsdesign: | Robert Herlth | ||
| Gottfried Will | |||
| Kostüme: | Elisabeth Urbancic | ||
| Ton: | Hans Ebel | ||
Der deutsche Schauspieler Horst Buchholz ist tot. Laut Pressemeldungen ist der international renommierte Kino- und Fernsehdarsteller am Montag Nachmittag im Alter von 69 Jahren in der Berliner Charité verstorben.
Wie gestern Abend bekannt wurde erlag Horst Buchholz "einer schweren Krankheit". Er habe zwar die optimale Therapie erhalten, die Erkrankung sei jedoch schon zu weit fortgeschritten gewesen, gab eine Sprecherin der Charité bekannt. Erst Mitte Februar war Buchholz wegen eines Oberschenkelhalsbruchs nach einem wochenlangen Aufenthalt in einer Reha-Klinik entlassen worden.
Nachdem Buchholz bereits mit Paraderollen in "Die Halbstarken" und "Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" ein nationaler Star war, gelang ihm 1959 mit dem Film "Tiger Bay" auch der internationale Durchbruch. Seine große Zeit hatte das ehemalige Teenie-Idol in den 60er-Jahren, wo er unter anderem für Billy Wilder in "Eins, zwei, drei" vor der Kamera stand und den Westernklassiker "Die glorreichen Sieben" drehte.
Zuletzt lebte Buchholz sehr zurückgezogen und trat nur noch gelegentlich im Fernsehen und auf der Bühne auf. Seinen letzten großen Kinoerfolg feierte "Hotte" in Roberto Benignis "Oscar"-prämierten Meisterwerk "Das Leben ist schön".
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