Originaltitel: De battre mon coeur s'est arrêté
Frankreich 2005
Romain Duris
Niels Arestrup
Linh Dan Pham
Regie: Jacques Audiard
Verleih: Concorde
Für seinen Vater, einen kriminellen Immobilienspekulanten, treibt der 28-jährige Tom (Romain Duris) Schulden ein, zur Not auch mit roher Gewalt. Wenn es um den Rauswurf unliebsamer Mieter geht, zeigt er sich ebenfalls wenig zimperlich. Nervöse Unruhe und eine kurze Geduldsspanne sind in diesem Job eher Vorteile, etwaige Unsicherheit wird mit dröhnender Techno-Musik betäubt. Nicht gerade ein Typ, in dem man einen feinsinnigen Konzertpianisten vermuten würde, dieser Tom. Aber genau das ist sein Ziel.
Zur Abwechslung mal kein Hollywood-Remake eines französischen Films, sondern eine französische Neubearbeitung von James Tobacks New-American-Cinema-Thriller "Finger - Zärtlich und brutal" mit Romain Duris ("L'auberge espagnole") als ausgezeichnetem Nachfolger von Harvey Keitel.
Französisches Remake des US-Thrillers "Finger - Zärtlich und Brutal", in dem ein Schlägertyp als Pianist ein neues Leben beginnen will.
Der 28 Jahre alte Tom (Romain Duris) ist mit drei anderen Typen in dubiose Immobiliengeschäfte verwickelt. Dabei setzt er gern mal Ratten in Häusern aus und fordert die Mieter reichlich unhöflich zum Auszug auf. In seiner Freizeit treibt er Schulden für seinen nicht weniger dubiosen Vater Robert (Niels Arestrup) ein. Tom ist schwer zu kontrollieren und hat einen Hang zu plötzlichen Gewaltausbrüchen, der ihm in seinem Job nicht ungelegen kommt.
Nach einer Begegnung mit dem ehemaligen Agenten seiner verstorbenen Mutter, einer Konzertpianistin, setzt er sich in den Kopf, eher in deren als in die Fußstapfen seines Vaters zu treten. Also nimmt er seine Klavierstunden wieder auf - ausgerechnet bei einer chinesischen Lehrerin (Linh Dan Pham), die kein Wort Französisch versteht.
1977 spielte Harvey Keitel in James Tobacks Thriller "Finger - Zärtlich und Brutal" den janusköpfigen Konzertpianisten und Schuldeneintreiber Jimmy Angelelli, der für den Protagonisten in Jacques Audiards Neuverfilmung das Vorbild abgegeben hat. In dieser Variante übernahm Romain Duris die Hauptrolle und brilliert mit einer facettenreichen Glanzleistung.
| Darsteller: | Romain Duris | als Tom | |
|---|---|---|---|
| Niels Arestrup | als Robert | ||
| Linh Dan Pham | als Miao Lin | ||
| Aure Atika | als Aline | ||
| Emmanuelle Devos | als Chris | ||
| Jonathan Zaccaï | als Fabrice | ||
| Gilles Cohen | als Sami | ||
| Anton Yakolev | als Minskov | ||
| Mélanie Laurent | als Freundin von Minskov | ||
| Regie: | Jacques Audiard | ||
| Drehbuch: | Jacques Audiard | ||
| Tonino Benacquista | |||
| Produzent: | Pascal Caucheteux | ||
| Buchvorlage: | James Toback | ||
| Kamera: | Stéphane Fontaine | ||
| Schnitt: | Juliette Welfling | ||
| Musik: | Alexandre Desplat | ||
| Produktionsdesign: | Sandrine Mauvezin | ||
| François Emmanuelli | |||
| Kostüme: | Virginie Montel | ||
| Isabelle Pannetier | |||
| Ton: | Brigitte Taillandier | ||
| Pascal Villard | |||
| Cyril Holtz | |||
| Philippe Amouroux | |||
| Casting: | Richard Rousseau | ||
Im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin werden 21 Filme um die Goldenen und Silbernen Bären konkurrieren. Darunter sind fünf Spielfilmdebüts und insgesamt 16 Weltpremieren. Vervollständigt wird das Programm durch fünf Produktionen, die außer Konkurrenz präsentiert werden.
Von den bereits gemeldeten Filmen wurden jetzt folgende Titel offiziell bestätigt: "Sometimes in April" von Raoul Peck (USA), der sich ebenso wie "Hotel Rwanda" mit dem Bürgerkrieg in Ruanda beschäftigt.
Weitere Filme sind: die New Yorker Liebesgeschichte "Heights", das Debüt von Chris Terrio (USA / Großbritannien, außer Konkurrenz); das Familiendrama "Provincia meccanica" von Stefano Mordini (Italien); "Angeklagt", das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Jacob Thuesen (Dänemark); der Episodenfilm "Tickets" (Italien, Großbritannien, außer Konkurrenz), mit Beiträgen von Ermanno Olmi, Abbas Kiarostami und Ken Loach, die alle in einem Zug nach Rom spielen.
Chaos garantiert: Stefano Accorsi und Ivan Franek in "Provincia Meccanica" (Foto: Medusa Film)
Die französischen Beiträge werden komplettiert von der Familiengeschichte "Les mots bleus" von Alain Corneau und "De battre mon coeur s'est arrêté" von Jacques Audiard.
Der Nahostkonflikt ist Thema in "Paradise Now" von Hany Abu Assad (Niederlande, Deutschland, Frankreich). Der renommierte russische Regisseur Alexander Sokurow präsentiert "Solnze" (Russland, Italien, Frankreich), den dritten Teil einer Trilogie über die Psychologie der Macht. Tsai Ming-Liang, zuletzt mit "Der Fluss" im Wettbewerb der Berlinale, kehrt mit der taiwanesisch-chinesisch-französischen Koproduktion "Tian bian yi duo yun" ("The Wayward Cloud") nach Berlin zurück. Aus Japan kommt die Samuraigeschichte "Kakushi ken: oni no tsume" ("The Hidden Blade") von Yoji Yamada, der vor zwei Jahren mit "The Twighlight Samurai" in Berlin war.
Der renommierte US-Videoclipregisseur Mike Mills zeigt sein Spielfilmdebüt "Thumbsucker", mit Keanu Reeves, Vincent D'Onofrio und Tilda Swinton. Aus den USA wird außerdem Paul Weitz mit "In Good Company" vertreten sein, mit Dennis Quaid und Scarlett Johansson.
Französischer Schauspieler. Mit charmantem Lächeln und lässigem Look gehört er zu den besten und populärsten Schauspielern seiner Generation,...
Französischer Schauspieler, Regisseur und César-Preisträger. Gleichermaßen als Film- und Theaterschauspieler, sowie seit 1988 als Leiter...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.