Originaltitel: The Reader
USA/Deutschland 2008
Kate Winslet
David Kross
Ralph Fiennes
Regie: Stephen Daldry
Verleih: Senator
Als der 15-jährige Schüler Michael (David Kross) einen Blackout hat, hilft ihm die wesentlich ältere Schaffnerin Hanna (Kate Winslet). Nach seiner Genesung entwickelt David eine erotische Leidenschaft für sie und liest ihr regelmäßig vor - bis sie eines Tages spurlos verschwindet. Viele Jahre später trifft David (nun: Ralph Fiennes) Hanna wieder: vor Gericht, wo sie sich für eine dunkle Vergangenheit verantworten muss. Seine Zuneigung besteht weiter.
Bernhard Schlinks internationaler Erfolgsroman, ein Stück deutscher Vergangenheitsbewältigung, findet zu brillanter Leinwandumsetzung von "The Hours"-Regisseur Stephen Daldry. Mit hochkarätiger britisch-deutscher Starbesetzung leuchtet das Drama Schuld und Vergebung aus.
Aus einer literarischen Sensation wird ein bewegendes, oscarreifes Kinoereignis.
Vor dem Hintergrund einer grauenhaften Schuld entfaltet sich eine unschuldige Liebe (Foto: Senator)
Als Michael (David Kross/Ralph Fiennes) die wesentlich ältere Hanna (Kate Winslet) kennen lernt, ist das eine schicksalhafte Begegnung. Die Schaffnerin kümmert sich um den Jungen, als ihm plötzlich in der Straßenbahn übel wird. Er besucht sie, und schnell sind beide in eine leidenschaftliche Affäre verstrickt, die einem seltsamen Ritual folgt: Vor der Liebe muss Michael der rätselhaften, begehrenswerten Schönen vorlesen.
Dann ist Hanna eines Tages spurlos verschwunden, und erst Jahre später begegnet Michael seiner großen Leidenschaft wieder: Auf der Anklagebank, wo sie sich für ihre eine grausame Vergangenheit verantworten muss ...
Bernhard Schlinks Weltbestseller "Der Vorleser", in 40 Sprachen übersetzt, hätte kein besseres Team für seine Kinoverfilmung finden können als Regisseur Stephen Daldry, Oscar-nominiert für die Literaturverfilmung "The Hours", und den renommierten britischen Dramatiker David Hare als Autor.
Ihnen gelingt es, die Leidenschaft des jungen Protagonisten und die Zerrissenheit des Erwachsenen emotional greifbar zu machen, eine unmögliche Liebe zu zeigen, die so intensiv ist, dass sie das Leben zweier Menschen für alle Zeit miteinander verbindet.
"Der Vorleser" ist aber auch ein Stoff, der sich mit der immer aktuellen Verarbeitung von Schuld und Vergebung beschäftigt und nicht zuletzt zur deutschen Vergangenheitsbewältigung beiträgt - als erzählerische Glanzleistung ebenso wie als aufwühlender Diskussionsstoff.
David Kross ("Krabat") überzeugt - neben einer Riege deutscher Stars - in seinem Hollywood-Debüt auf ganzer Linie. Doch speziell Kate Winslet hat mit ihrer Rolle als Hanna ihr schauspielerisches Meisterstück abgeliefert. Lohn waren zahlreiche Filmpreise - darunter der Oscar als Beste Hauptdarstellerin sowie ein Golden Globe. Kein Wunder, dass die filmische Glanzleistung allein in Deutschland 2.2 Millionen Zuschauer ins Kino lockte - und begeistert wieder entließ.
| Darsteller: | Kate Winslet | als Hanna Schmitz | |
|---|---|---|---|
| David Kross | als Der junge Michael Berg | ||
| Ralph Fiennes | als Michael Berg | ||
| Lena Olin | als Rose Mather/ Ilana Mather | ||
| Bruno Ganz | als Professor Rohl | ||
| Jeanette Hain | als Brigitte | ||
| Susanne Lothar | als Carla Berg | ||
| Matthias Habich | als Peter Berg | ||
| Jürgen Tarrach | als Gerhard Bade | ||
| Hannah Herzsprung | als Julia | ||
| Karoline Herfurth | als Marthe | ||
| Burghart Klaußner | als Richter | ||
| Sylvester Groth | als Staatsanwalt | ||
| Alexandra Maria Lara | als Die junge Ilana Mather | ||
| Vijessna Ferkic | als Sophie | ||
| Regie: | Stephen Daldry | ||
| Drehbuch: | David Hare | ||
| Produzent: | Anthony Minghella | ||
| Sydney Pollack | |||
| Donna Gigliotti | |||
| Redmond Morris | |||
| Koproduzent: | Henning Molfenter | ||
| Christoph Fisser | |||
| Dr. Carl Woebcken | |||
| Ausf. Produzent: | Bob Weinstein | ||
| Harvey Weinstein | |||
| Buchvorlage: | Bernhard Schlink | ||
| Kamera: | Roger Deakins | ||
| Chris Menges | |||
| Schnitt: | Claire Simpson | ||
| Musik: | Nico Muhly | ||
| Produktionsdesign: | Brigitte Broch | ||
| Kostüme: | Ann Roth | ||
| Ton: | Manfred Banach | ||
Bei den Oscars ging's mit nur 3 von 13 möglichen Preisen noch schief. Doch in den Augen der Kino.de-Redakteure war "Benjamin Button" das Filmereignis des Jahres.
Erhielt von uns im Schnitt die besten Platzierungen im Jahres-Ranking: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Foto: Warner)
Da stimmte für uns einfach alles: eine hochintelligente Story mit einem groß aufspielenden Duo Brad Pitt und Cate Blanchett, gefasst in betörende Bilder voll wunderschöner Wasser- und Zeitsymbolik, dazu grandiose Musik von Alexandre Desplat und handwerkliche Perfektion bei Austattung, Kostüm und natürlich Maske: "Der seltsame Fall des Benjamin Button" ist für uns der Film des Jahres - da mögen die Herren in der Oscar-Jury sagen, was sie wollen!
Doch auch Mickey Rourkes Tour de Force als am Leben verzweifelnder "Wrestler" begeisterte und bewegte uns: Was für ein Comeback für den einstigen Schauspielhelden, der sich zwischenzeitlich schon mit einem Leben in der Gosse anfreunden musste! Gleich zwei Kollegen wählten indes "Watchmen - Die Wächter", die intelligenteste und bildstärkste Comic-Umsetzung aller Zeiten zu ihrem Jahresfavoriten. Hier die komplette Liste unserer Lieblingsfilme 2009:
Wir wünschen wundervolle Feiertage!
Das Team von kino.deJames Cameron schwärmte von dem Leuchten in ihrem Gesicht und ihren Augen und machte sie in dem Jahrhundertfilm "Titanic" in der Rolle der...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.