Eine packende Liebesgeschichte vor historischer Kulisse: Ein deutscher Bergbauarbeiter kehrt aus der Kriegsgefangenschaft ins Erzgebirge zurück, wo die Russen Uran für ihre Atombombe fördern lassen. Er verliebt sich in die Tochter des russischen Generaloberst. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto48/10480425/b150x150.jpg Der Uranberg

Filmdetails

Der Uranberg

Eine packende Liebesgeschichte vor historischer Kulisse: Ein deutscher Bergbauarbeiter kehrt aus der Kriegsgefangenschaft ins Erzgebirge zurück, wo die Russen Uran für ihre Atombombe fördern lassen. Er verliebt sich in die Tochter des russischen Generaloberst.


Der Uranberg
Start: 03.02.2011

Drama / Lovestory

Deutschland 2010
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12 beantragt

Vinzenz Kiefer
Nadja Bobyleva
Henry Hübchen

Regie: Dror Zahavi
Verleih: Rekord-Film

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Inhalt

1947: Die Russen lassen in der neu gegründeten Mine SAG Wismut im Erzgebirge Uran fördern. Unter den Minenarbeitern ist auch Kurt, der in russischer Kriegsgefangenschaft zum begeisterten Kommunisten geworden ist und deswegen seinen Vater, einen überzeugten Nazi, hasst. Kurt verliebt sich in Lydia. Die Tochter des Sowjet-Majors Burski sollte ihn eigentlich ausspionieren, erwidert aber bald seine Liebe. Die steht jedoch unter keinem guten Stern. Ein Grubenunglück bahnt sich an.


Kritik

Der Uranberg

Gediegenes und namhaft besetztes Nachkriegsdrama um die russische Uranförderung im Erzgebirge, einem unbekannten Kapitel des Kalten Krieges.

Der in Tel Aviv geborene HFF-Absolvent Dror Zahavi hat sich über die Jahre zum Experten für den gehobenen TV-Film über jüngere deutsche Geschichte entwickelt ("Die Luftbrücke", "Marcel Reich-Ranicki - Mein Leben"). Als Zugang haben sich er und Drehbuchautor Hans-Werner Honert, ein Liebesmelodram im historischen Gewand ausgesucht, das den Katastrophenfilm streift und von Besatzungspolitik erzählt, die menschliche Opfer einkalkuliert.

1947 steckt der Krieg noch in den Köpfen, dem Frieden trauen besonders die russischen Besatzer nicht, die Angst vor der amerikanischen Atombombe haben und mit Hochdruck an der eigenen Kernwaffe bauen. Dafür fördern sie den radioaktiven Rohstoff ohne Rücksicht auf Menschenleben im Erzgebirge in einer Mine der neu gegründeten SAG Wismut. Der Kalte Krieg hat begonnen, in den der junge Kriegsheimkehrer und Minenarbeiter Kurt (Vinzenz Kiefer) und Lydia (Nadja Bobyleva), die Tochter des Sowjet-Majors Burski (Henry Hübchen), hineingezogen werden. Im Antifa-Lager zum überzeugten Kommunisten umgedreht, der ein neues Deutschland aufbauen will, findet Kurt in seinem Vater, dem Obersteiger und strammen Nazi (Christian Redl), einen vorläufigen Gegner, in Lydia eine Gesinnungsgenossin, der er schnell näher kommt, obwohl sie ihn für ihren Vater ausspioniert.

Ihre Liaison hat in der sich bis zur Berlin-Krise immer weiter zuspitzenden Situation kaum eine Chance, denn die Apparatschiks zeigen bald ihre ganze Menschenfeindlichkeit, der die gemeinsame Zukunft der beiden zum Opfer fällt. Derweil zeichnet sich ein Grubenunglück ab, vor dem Kurts Vater vergeblich warnt - Bedenkenträger gelten als Saboteure. So nimmt die Katastrophe ihren Lauf, der Wassereinbruch unter Tage evoziert Bilder, wie sie jüngst aus Chile kamen und weil der Major seine Tochter der Bombe opfern will, betreibt Kurt einen alternativen Rettungsplan, den Zahavi dramaturgisch überhastet und spannungslos ausführt. Ihm schwebte kein typisches TV-Event vor, so bleibt die Action ausgespart, vielmehr arbeitet sich das Drama an der Vergangenheit, Liebe, Politik, Krieg und Frieden ab. So rückt ein "Romeo & Julia"-Melodram im schiefergrauen Bergbau-Look in den Vordergrund, was bisweilen die packende Zeitgeschichte an den Rand drängt. Vor aufwändiger Kulisse entsteht mit glänzender Besetzung ein Lehrstück, das zeigt , wie sich Stalinisten genauso rücksichtslos verhalten wie die von ihnen besiegten Nazis. Und allein, weil es kein TV-gerechtes Happy End gibt, gehört der Film auch ins Kino.

tk.

Der Uranberg

Darsteller:  Vinzenz Kiefer   als Kurt Meinel
  Nadja Bobyleva   als Lydia Burska
  Henry Hübchen   als Major Burski
  Christian Redl   als Gottlieb Meinel
  Udo Schenk  
  Michael Schenk   als Sinzow
  Imogen Kogge   als Elsa Meinel
  Oliver Stokowski   als Altmann
  Alwara Höfels   als Ruth
  Otto Mellies   als Prof. Schmitz
  Marc Bischoff   als Katzenschmidt
  Thomas Arnold  
  Arndt Schwering-Sohnrey  
  Ralf Noack  
 
Regie:  Dror Zahavi  
Drehbuch:  Hans-Werner Honert  
Produzent:  Hans-Werner Honert  
Buchvorlage:  Thomas Schulz  
Kamera:  Gero Steffen  
Schnitt:  Fritz Busse  
Musik:  Jörg Lemberg  
  Ralf Wienrich  
Produktionsdesign:  Gabriele Wolff  
Ton:  Martin Müller  

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