Spannendes Erzählkino in optischer Pracht nach dem gleichnamigen Patricia-Highsmith-Krimi. http://images.kino.de/flbilder/max99/bf99/bf41/b9941802/b150x150.jpg Der talentierte Mr. Ripley

Filmdetails

Der talentierte Mr. Ripley

Spannendes Erzählkino in optischer Pracht nach dem gleichnamigen Patricia-Highsmith-Krimi.


Der talentierte Mr. Ripley
Start: 17.02.2000

Originaltitel: The Talented Mr. Ripley

Thriller

USA 1999
Laufzeit: 139 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Matt Damon
Gwyneth Paltrow
Jude Law

Regie: Anthony Minghella
Verleih: Studiocanal

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Temperatur

lau

Inhalt

Arbeiterkind Tom Ripley träumt vom Leben in der Highsociety. Eine Möglichkeit tut sich auf, als ihn ein reicher Reeder für seinesgleichen hält und ihn nach Italien schickt, um seinen Sohn Dickie vom Dolce vita ins Geschäftsleben zu bugsieren. Stattdessen läßt Tom sich von Dickie und dessen Verlobter Marge ins Szeneleben einführen, das er nicht mehr verlassen will, koste es, was es wolle.


Kritik

Der talentierte Mr. Ripley

Eine fulminante Highsmith-Verfilmung ist Anthony Minghella gelungen, die sich mit der ersten Kinoversion des 1955 erschienenen Hochspannungskrimis von René Clément mehr als messen kann. Der grandios talentierte Matt Damon als der Titel-Ripley ist im Gegensatz zu dem schillernd bösartigen, charismatisch unwiderstehlichen Alain Delon der Clément-Klassikers "Nur die Sonne war Zeuge" (1959) der scheinbar solide All-American-Boy, der im Lügen, Täuschen und Betrügen eine meisterliche Undercover-Kunstfertigkeit entwickelt, die ihn bei einem Mord nach dem anderen ungeschoren davonkommen lässt. Das ist spannendes Erzählkino mit großem Atem und spürbarer Liebe zu den Personen, wie es auch Hithcock nicht besser machte.

Oscar-Gewinner Minghella ("Der englische Patient") schafft ein faszinierendes Ambiente des Dolce-Vita-Treibens reicher Amerikaner im Italien der 50er Jahre. Eine idyllische kleine Küstenstadt bei Neapel, San Remo, Rom und Venedig sind die mondänen Schauplätze, wo sich in eleganten Villen, Cafés, Nachtlokalen, Palazzi und Luxusyachten Erotik, Intrigen, Sex und Crime abspielen. Tom Ripley (Damon) kommt in diese Szene im Auftrag des New Yorker Reeder Herbert Greenleaf, um dessen dort auf großem Fuß lebenden Sohn Dickie (Jude Law als schöner, strahlender und auch der Homoerotik nicht abgeneigter Mittelpunkt der lockeren Lifestyle-Clique) zur Rückkehr in die USA zu bewegen. Dickie lebt mit der schönen jungen Schriftstellerin Marge (Gwyneth Paltrow bodenständig mit vernünftig klarem Kopf und rechtzeitigen Zweifeln an Toms Lauterkeit) zusammen, ist aber auch anderen Weiblichkeiten durchaus zugetan. Minghella zeigt das vitale, lustvolle In-den-Tag-hinein-Leben der jungen und schönen Reichen mit mitreissendem Schwung und genauem Gespür für den Zeitgeist der 50er Jahre. Fabelhaft trifft er auch in der Musik, die von Miles Davis und Sonny Rollins bis zu Klassikern wie Vivaldi, Bach und Beethoven reicht, ein temperamentvoller Höhepunkt ist ein populärer italienischer verjazzter Song, spontan in einem Nachtclub von Jude Law und Matt Damon mit den Profi-Musikern exzellent gesungen. Jazz ist eine Leidenschaft, die Tom mit Dickie teilt - oder gibt er das nur vor, weil er sich mehr und mehr in die Identität des reichen Reedersohnes hineinmanövrieren will? Unter dem Vorwand, Dickie zu seinem Vater auftragsmäßig zurückzubringen, genießt er mit größtem Vergnügen die Situation finanzieller Sorglosigkeit. Und seine Spielereien mit Stimmen-Imitationen und dem täuschend ähnlichen Fälschen der Unterschrift Dickies, amüsieren diesen, lassen aber Marge aufmerken. Minghella, der sich in seinem Drehbuch an den Roman von Patricia Highsmith hält, steigert den Suspense in einem langsam intensiven Crescendo, wenn Dickies fröhlicher Freund Freddie (Philip Seymour Hoffman) auftaucht, der Tom mit Argwohn betrachtet. Eine junge Italienerin aus Dickies Umkreis begeht Selbstmord, und schließlich kommt es auf einer Bootsfahrt zu einem auch physisch heftigen Streit zwischen Dickie und Tom, der für den reichen Amerikaner tödlich endet. Und Tom Ripley, der in Minghellas Film so gar nicht der Typ des Serienkillers ist, entdeckt plötzlich ein neues Leben, das er mit Raffinesse und völlig Skrupel realisiert.

Mag in dem französischen Film Alain Delon die Faszination des erotisch attraktiven Mörders haben, so ist Matt Damon in Minghellas Version der Jedermann, der wie du und ich fähig ist zu morden und packt uns beunruhigend unmittelbar. Vieler Oscars und auch in Deutschland einer siebenstelligen Zuschauerzahl dürfte der von John Seale atmosphärisch dicht fotografierte Film sicher sein. fh.

Der talentierte Mr. Ripley

Darsteller:  Matt Damon   als Tom Ripley
  Gwyneth Paltrow   als Marge Sherwood
  Jude Law   als Dickie Greenleaf
  Cate Blanchett   als Meredith Logue
  Philip Seymour Hoffman   als Freddie Miles
  Jack Davenport   als Peter Smith-Kingsley
  James Rebhorn   als Herbert Greenleaf
  Sergio Rubini   als Inspektor Roverini
  Philip Baker Hall   als Alvin MacCarron
  Celia Weston   als Tante Joan
  Rosario Fiorello   als Fausto
  Stefania Rocca   als Silvana
  Ivano Marescotti   als Colonnello Verrecchia
  Anna Longhi   als Signora Buffi
  Alessandro Fabrizi   als Sergeant Baggio
  Lisa Eichhorn   als Emily Greenleaf
 
Regie:  Anthony Minghella  
Drehbuch:  Anthony Minghella  
Produzent:  William Horberg  
  Tom Sternberg  
Koproduzent:  Paul Zaentz  
Ausf. Produzent:  Sydney Pollack  
Buchvorlage:  Patricia Highsmith  
Kamera:  John Seale  
Schnitt:  Walter Murch  
Musik:  Gabriel Yared  
Produktionsdesign:  Roy Walker  
  John Fenner  
Kostüme:  Ann Roth  
  Gary Jones  
Ton:  Ivan Sharrock  

Clooneys Glatzen-Paranoia

George Clooney freut sich darauf, für seine nächste Rolle etliche Pfunde auf die Rippen zu packen. Skeptisch ist der Hollywood-Star allerdings was das Rasieren seines Kopfes angeht.

Großansicht Uneitel, was die Speckröllchen angeht, ängstlich, was seine Haare betrifft: George Clooney (Foto: Kurt Krieger)

Uneitel, was die Speckröllchen angeht, ängstlich, was seine Haare betrifft: George Clooney (Foto: Kurt Krieger)

Ein Freund hatte George Clooney ("Ocean's Eleven") nämlich gewarnt, seine Haare könnten nach der Rasur eventuell nicht mehr zur vollen Pracht heranwachsen.

Diese Information hat den Star, der auch ohne Rasur bereits um seinen Haarschopf bangt, so sehr in Aufregung versetzt, dass er nun lieber eine Glatzen-Attrappe verwenden möchte.

Die Veränderungen an seinem Äußeren nimmt Clooney für die Rolle des CIA-Agenten Robert Baer in dem Thriller "Syriana" auf sich. Der Film basiert auf Baers Buch "See No Evil", das sich mit dem Scheitern des US-Geheimdienstes im Nahen und Mittleren Osten beschäftigt.

Matt Damon ("Der talentierte Mr. Ripley") und Jeffrey Wright ("Ali") sind auch mit von der Partie, allerdings ohne einschneidende Veränderungen an ihrem Aussehen.

Spachteln für den Oscar

KINO.DE hat bereits über Mr. Clooneys Vorbereitungen berichtet: Trotz des überraschenden "Neins" zur Glatze - das bekommen die Make-Up-Artisten auch anders hin - beweist George Clooney Mut zur Hässlichkeit. Die 20 Kilo mehr auf den Rippen könnten sich für ihn schließlich auszahlen: Hollywood belohnt die Stars nämlich gerne mit einem Oscar für derlei Strapazen.

Vielleicht wird George aber doch noch vom Drehteam überredet: Rasieren geht schließlich ganz flott. Nachwachsen dauert zwar etwas länger, aber die Haare kommen wieder - versprochen.

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Matt Damon

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Gwyneth Paltrow

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