Originaltitel: The Perfect Storm
USA 2000
George Clooney
Mark Wahlberg
John C. Reilly
Regie: Wolfgang Petersen
Verleih: Warner
Die Besatzung der "Andrea Gail" hat es sich trotz Sturmwarnungen in den Kopf gesetzt den Fang des Jahres zu machen und sticht in See. Dort erwartet sie der Sturm des Jahrhunderts mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern und 30-Meter-Wellen, die den Fischkutter zu zerbersten drohen. Ein fast aussichtsloser Überlebens(Kampf) gegen die Naturgewalten beginnt.

Eins zu null für Wolfgang Petersen: Ein wenig überraschend wirbelte "Der Sturm" mit Hollywoods neuem Clark Gable, George Clooney, am Steuerrad mit fulminanten 41,7 Mio. Dollar an die Spitze der US-Charts und ließ damit Roland Emmerichs Revolutionsdrama "Der Patriot" im blutdurchtränkten Staub zurück. Die Verfilmung des Bestsellerromans von Sebastian Junger, der die sich 1991 zugetragene Tragödie der Besatzung des Fischkutters Andrea Gail schildert, erlaubt es Petersen, sich knapp 20 Jahre nach seinem Klassiker "Das Boot" wieder im nassen Element zu tummeln. Er zeigt allerdings weniger Interesse für das Miteinander der Crew an Bord, sondern räumt den von ILM kreierten digitalen Spezialeffekten eine alles weitere überflutende Rolle ein.
Doch bevor sich die gewaltig auftürmenden Wassermassen in ihrer fatalen Monstrosität entfalten, werden mit einem etwa halbstündigen Prolog die Arbeiterklasse-Protagonisten vorgestellt. Schwertfischer-Captain Billy Tyne (Clooney sieht als einsamer Seewolf hervorragend aus) und seine Mannschaft kehren mit enttäuschendem Fang in den Hafen von Gloucester, Massachusetts, zurück. Neuling Bobby (Clooneys "Three Kings"-Partner Mark Wahlberg) wird überschwenglich von seiner Freundin Christine (eine nach längerer Leinwand-Absenz aus der Versenkung wieder aufgetauchte Diane Lane) begrüßt. Der rauhbeinige Murph (Wahlbergs "Boogie Nights"-Sidekick John C. Reilly) hingegen ist unglücklich geschieden, während die drei weiteren Crewmitglieder respektive als humoriger Damenschreck, potenter Frauenheld und unangenehmer Streitbold mit schnellen Strichen porträtiert werden. Obwohl es bereits Oktober ist, beschließt Tyne zwei Tage später erneut auszulaufen, um ihr Glück erneut zu versuchen. Weit im Osten am Flemish Cap gelingt es ihnen endlich, das Boot bis an die Reling mit Schwertfischen zu füllen. Doch dann gibt die Eismaschine ihren Geist auf und sie sind gezwungen schnellstmöglich zurückzukehren, sofern sie ihre wertvolle Ladung nicht den Vögeln zum Fraß vorwerfen wollen. Der sicheren Heimkehr steht jedoch der perfekte Sturm im Weg, der sich aus dem Hurricane Grace, einem weiteren Sturm und einer Kaltwetterfront zusammenbraut. Ab diesem Zeitpunkt setzt lautes Getöse von Wind, Wellen und Regenfall (und zumeist gebrüllten Dialogen) ein, das lediglich von dem konstant zu vernehmenden melodramatischen Score von James Horner übertönt wird. Parallel wird von der Seenot eines Segelboots berichtet, dem die Küstenwache in einer hochgefährlichen Rettungsaktion zur Hilfe eilt. Das sind spannende Momente, doch die endlosen Variationen von grauschwarzen Wasserbergen verlieren auf Dauer an dramatischer Schubkraft, selbst wenn sich die tödliche Riesenwelle noch einmal mit aller computergenerierter Kraft aufbäumt. Gerade die Inszenierung dieser Trickeffekte enttäuscht ein wenig, da nicht das ganze Spektrum von Raumtiefe vermittelt wird und man doch recht deutlich ihre künstliche Natur erkennt. Wesentlich mitreißender sind da eine Mann-über-Bord-Szene oder ein atemberaubender Reparaturversuch in höchster Not. Mit dem Schluss werden keine üblichen Hollywood-Kompromisse eingegangen, auch wenn Petersen nicht die ergreifende Emotionalität von "Titanic"-erreicht. Die Kleine-Bruder-Version von "Twister" zu hoher See wird dennoch ohne weiteres Blockbuster-Zahlen ansteuern - die bei einem geschätzten Budget um die 140 Mio. Dollar auch bitter nötig sind. ara.
| Darsteller: | George Clooney | als Billy Tyne | |
|---|---|---|---|
| Mark Wahlberg | als Bobby Shatford | ||
| John C. Reilly | als Dale "Murph" Murphy | ||
| Diane Lane | als Christine Cotter | ||
| William Fichtner | als David "Sully" Sullivan | ||
| John Hawkes | als Michael "Bugsy" Moran | ||
| Allen Payne | als Alfred Pierre | ||
| Mary Elizabeth Mastrantonio | als Linda Greenlaw | ||
| Karen Allen | als Melissa Brown | ||
| Cherry Jones | als Edie Bailey | ||
| Bob Gunton | als Alexander McAnally III | ||
| Christopher McDonald | als Todd Gross | ||
| Dash Mihok | als Sgt. Jeremy Mitchell | ||
| Josh Hopkins | als Kapitän Darryl Ennis | ||
| Michael Ironside | als Bob Brown | ||
| Rusty Schwimmer | als Irene "Big Red" Johnson | ||
| Janet Wright | als Ethel Shatford | ||
| Regie: | Wolfgang Petersen | ||
| Drehbuch: | William D. Wittliff | ||
| Produzent: | Paula Weinstein | ||
| Wolfgang Petersen | |||
| Gail Katz | |||
| Ausf. Produzent: | Barry Levinson | ||
| Duncan Henderson | |||
| Buchvorlage: | Sebastian Junger | ||
| Kamera: | John Seale | ||
| Schnitt: | Richard Francis-Bruce | ||
| Musik: | James Horner | ||
| Produktionsdesign: | William Sandell | ||
| Charles Butcher | |||
| Kostüme: | Erica Edell Phillips | ||
| Ton: | Keith A. Wester | ||
Der actionerprobte Kurt Russell trifft auf die Jung-Schauspielerin Emmy Rossum und sie versuchen als Vater und Tochter in "Die Höllenfahrt der Poseidon" dem Schicksal zu entgehen.
Gemeinsames Schicksal an Bord des Ozeanriesen: Kurt Russell und Emmy Rossum (Foto: Tobis, Kurt Krieger)
Kurt Russell wird in dem Remake von "Die Höllenfahrt der Poseidon" die Rolle eines Ex-Feuerwehrmanns übernehmen. Mit seiner Tochter (Emmy Rossum) und deren Freund (Mike Vogel) nimmt er an einer Kreuzfahrt teil, die schließlich zum Überlebenskampf wird.
Als das Schiff in einen furchtbaren Sturm gerät, überlebt lediglich eine kleine Gruppe von Passagieren. Gemeinsam versuchen sie durch das umgedrehte, langsam sinkende Schiff an die Oberfläche zu gelangen. Mit von der Partie ist auch Richard Dreyfuss.
Die Regie übernimmt Wolfgang Petersen, der mit "Das Boot" und "Der Sturm" schon Erfahrung in Sachen stürmischer See sammeln konnte.
1972 kämpfte sich Gene Hackman erfolgreich mit einer Hand voll von Passagieren an die Oberfläche der S.S. Poseidon. Der Actionfilm wurde mit mehreren Oscars ausgezeichnet.
Ob das Remake von Wolfgang Peterson auch so großen Erfolg feiern wird, ist abzuwarten. Der Film spielt in der heutigen Zeit und an Bord eines modernen Luxus-Schiffs. Die Dreharbeiten sollen bereits am 18. Juni beginnen.
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