Originaltitel: The Curious Case of Benjamin Button
USA 2008
Cate Blanchett
Brad Pitt
Taraji P. Henson
Regie: David Fincher
Verleih: Warner
New Orleans im Jahr 1918: Benjamin Button (Brad Pitt) schockiert schon bei der Geburt seinen Vater - er hat den Körper eines 80-Jährigen! Prompt legt ihn der Papa vor die Tür eines Altenheims. Das seltsame Kind wächst herun und als Benjamin die 30-jährige Daisy (Cate Blanchett) trifft, verliebt er sich in sie und beginnt eine Beziehung. Die wird jedoch von der Sorge überschattet, dass sie sich auseinander entwickeln: Während Daisy altert, wird Benjamin immer jugendlicher.
Eine märchenhafte Zeitreise hat der für ungewöhnliche Filme bekannte David Fincher ("Fight Club") mit großem Staraufgebot verfilmt und rafft ein ganzes Jahrhundert Geschichte. Die namhafte Vorlage dazu lieferte eine Kurzgeschichte von Weltliterat F. Scott Fitzgerald.
Ein Mann lebt rückwärts - klingt eigenartig, ist es auch.
Bei der Geburt von Benjamin (Brad Pitt) stirbt seine Mutter. Der Vater, ein Knöpfehersteller, ist geschockt vom Aussehen des Sohnes und legt ihn vor der Haustür eines Altenheimes ab. Das schwächliche Baby mit der Physis eines über 80-Jährigen wird von der dort arbeitenden Queenie (Taraji P. Henson) liebevoll aufgenommen. Sie glaubt, er sei dem Tode geweiht.
Doch wächst Benjamin fast normal und relativ unbeschwert unter den Alten heran. Als Greisen-Junge lernt er die Enkelin einer Insassin kennen und verliebt sich.
Eine Kurzgeschichte von F. Scott Fitzgerald diente als Vorlage für ein wunderschönes Märchen, bei dem einfach alles stimmt - das hervorragend aufspielende Ensemble bis in die kleinste Nebenrolle, die Balance von Tragik und Komik, die liebevolle Ausstattung, die perfekte Maske.
Inszeniert hat es David Fincher, der sich erneut als Meister seines Faches zeigt. Sein Film strotzt nur so von originellen Einfällen und erhielt bei den 81. Academy Awards Auszeichnungen in den Kategorien Austattung, Make-up sowie Visual Effects.
| Darsteller: | Cate Blanchett | als Daisy | |
|---|---|---|---|
| Brad Pitt | als Benjamin Button | ||
| Taraji P. Henson | als Queenie | ||
| Julia Ormond | als Caroline | ||
| Jason Flemyng | als Thomas Button | ||
| Elias Koteas | als Monsieur Gateau | ||
| Tilda Swinton | als Elizabeth Abbott | ||
| Jared Harris | als Kapitän Mike | ||
| Elle Fanning | als Daisy als Sechsjährige | ||
| Mahershalalhashbaz Ali | als Tizzy | ||
| Regie: | David Fincher | ||
| Drehbuch: | Eric Roth | ||
| Robin Swicord | |||
| Produzent: | Kathleen Kennedy | ||
| Frank Marshall | |||
| Cean Chaffin | |||
| Buchvorlage: | F. Scott Fitzgerald | ||
| Kamera: | Claudio Miranda | ||
| Schnitt: | Angus Wall | ||
| Kirk Baxter | |||
| Musik: | Alexandre Desplat | ||
| Produktionsdesign: | Donald Graham Burt | ||
| Victor J. Zolfo | |||
| Kostüme: | Jacqueline West | ||
| Maske: | Jean Anne Black | ||
| Colleen Callaghan | |||
| Greg Cannom | |||
| Casting: | Laray Mayfield | ||
Der perfekte romantische Held, das ist Robert Pattinson. Wer könnte also besser die tragischste Figur des letzten Jahrzehnts spielen, als er?
Robert Pattinson hat sich selbst um die Rolle als Kurt Cobain bemüht (Foto: Kurt Krieger)
Robert Pattinson könnte die Idealbesetzung sein für Kurt Cobain, den legendären Frontmann der Grunge-Vorreiter Nirvana: Seine Musik sprengte in den Neunzigern alle Grenzen, seine Texte waren so genial wie undurchdringlich, sein Look inspirierte eine ganze Generation. Kurt Cobains spektakulärer Selbstmord mit einer Schrotflinte machte ihn schließlich fast zum Märtyrer, sicher aber zu einem unsterblichen Idol für seine Fans.
Einen ähnlichen Hype löst heute Robert Pattinson aus - auch, wenn dessen Fans natürlich jünger sind und der Wirbel um "Twilight" weniger einer ernstzunehmenden rebellischen Geisteshaltung entspringt als schmachtenden Teenagersehnsüchten.
Trotzdem ist Robert Pattinson ein guter Kandidat für den geplanten Film über das Leben von Kurt Cobain. Als verliebter Vampir mit Gewissenbissen in "Twilight" und aktuell in "Remember Me" als Sinnsuchender, dessen Bruder Selbstmord begangen hat, verkörpert Robert Pattinson wie kein anderer den tragischen jungen Heldentyp.
Dieser Ansicht ist auch Kurt Cobains Witwe Courtney Love. Und die hat beim Cobain-Film mit dem Arbeitstitel "All Apologies" das letzte Wort in Sachen Darsteller, Regisseur, Drehbuch und Musik. Das war nämlich Loves Bedingung, unter der sie einem Film über ihren verstorbenen Gatten überhaupt erst zugestimmt hat.
Davon hatte auch Robert Pattinson Wind bekommen, der von Anfang an scharf auf die Rolle als Kurt Cobain war. Ein Insider verrät: "Robert hat Courtney nonstop mit Anrufen und E-Mails bombardiert. Anfangs war sie davon etwas irritiert, aber jetzt ist Robert Pattinson für sie die erste Wahl, um Kurt zu spielen."
Aber Courtney Love selbst hat auch eine fixe Idee: Sie will unbedingt, dass Scarlett Johansson ihren Part übernimmt. Zwar ist Johansson eindeutig hübscher als es Love selbst zu ihren besten Zeiten je war, dennoch stehen die Chancen nicht schlecht. Denn Scarlett Johansson ist eng mit Frances Bean befreundet, der gemeinsamen Tochter von Kurt Cobain und Courtney Love.
Als Regisseur für das Kurt-Cobain-Biopic hat Love übrigens keinen Geringeren als "Benjamin Button"-Macher David Fincher im Visier. Ob Courtney Love diese Wünsche auch alle erfüllt bekommt, muss sich erst noch zeigen. So oder so steht aber zu befürchten, dass nicht alle Nirvana-Fans den Film begrüßen werden: Courtney Love wird von vielen wegen ihres Umgangs mit dem Andenken an Kurt Cobain schwer kritisiert, manche halten sie gar für mitschuldig an dessen Tod.
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