Lose von dem gleichnamigen Zinnemann-Thriller von 1972 inspirierter Actionreißer um die Hatz auf einen Chamäleon-artigen Auftragskiller . http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz39/z0239242/b150x150.jpg Der Schakal

Filmdetails

Der Schakal

Lose von dem gleichnamigen Zinnemann-Thriller von 1972 inspirierter Actionreißer um die Hatz auf einen Chamäleon-artigen Auftragskiller .


Der Schakal
Start: 12.03.1998

Originaltitel: The Jackal

Thriller

USA 1997
Laufzeit: 124 Min.
FSK: ab 16 Jahre

Bruce Willis
Richard Gere
Sidney Poitier

Regie: Michael Caton-Jones
Verleih: Concorde

Bogey - Box Office Germany Award

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Inhalt

Der "Schakal" ist ein Erste-Klasse-Profikiller, seine Identitäten wechselt er wie andere Leute ihre Unterhosen. Mit dem Auftrag, die First Lady zu ermorden, macht sich das Chamäleon ans kaltblütige Werk. FBI-Vize Carter Preston setzt Ex-IRA-Mann Declan Mulqueen, der ihn als einziger (bis auf des Schakals alte Flamme) wiedererkennen kann, auf ihn an.


Kritik

Der Schakal

In dem lose von dem gleichnamigen Fred-Zinnemann-Thriller von 1972 inspirierten Actionreißer um die Hatz auf einen politischen Auftragskiller findet sich gleich dreifach alterprobtes Talent in den Hauptrollen. Actionstar Bruce Willis ("Das fünfte Element") liefert sich in der Titelrolle mit dem nur noch selten auftretenden Oscar-Preisträger Sidney Poitier ("Sneakers - Die Lautlosen") und dem ergrauten Frauenschwarm Richard Gere ("Red Corner") ein nicht immer strikt den Gesetzen der Logik folgendes Katz-und-Maus-Spiel, das allemal packend genug ist, um neben Genrekollegen wie "Con Air" oder "The Rock" zu bestehen.

Dem eiskalt-emotionslosen Schakal (Willis) wird von einem russischem Gangsterboß, den das in Moskau tätige FBI erzürnt hat, 70 Mio. Dollar für die Ermordung der First Lady geboten. Doch alsbald heftet sich dem phantomhaften Einzelgänger der stellvertretende FBI-Direktor Carter Preston (Poitier) an die Fersen. Mit im Schlepptau sind die kurzangebundene Majorin Valentina Koslova (Diane Venora mit aufgeklebter Gesichtsnarbengeschwulst) und der ehemalige IRA-Terrorist Declan Mulqueen (Gere), der neben seiner alten Flamme (Mathilda May) als einziger den eiskalten Killer identifizieren kann. Sie folgen ihm nach Helsinki, Montreal und Chicago, bis es in Washington zum "In the Line of Fire"-inspirierten Höhepunkt und genretypischen Showdown im U-Bahnhof kommt. Mit überzeugenden Verkleidungen, die vom schmerbäuchigen Brillenträger über den schnurrbärtigen Freizeitmilitaristen zum geschniegelten Vorzeigeschwulen reichen, verwandelt sich Willis in den unfaßbaren Meuchelmörder und hat offenbar nicht nur an seinen Transformationen großes Vergnügen, sondern genießt es auch, zur Abwechslung mal einen Bad Guy zu porträtieren. Poitiers Rolle besteht in erster Linie darin, würdevolle Betroffenheit auszustrahlen, und Geres idealistischer Freiheitskämpfer hat für sein verschmitztes Zwinkern keine rechte Zielscheibe, da eine Romanze zwischen ihm und der umwerfend guten Venora am Schneidetisch ausgeklammert wurde. Regisseur Michael Caton-Jones ("Rob Roy") weiß zwar nicht unbedingt nervenzerreißende Spannung zu erzeugen, inszeniert aber recht souveräne Verfolgungsjagden und hat auch ein Händchen dafür, waffentechnische Gimmicks ins rechte Licht zu rücken. Eine der in Erinnerung bleibenden Szenen zeigt, wie der Schakal sein computergesteuertes Mordwerkzeug ohne Skrupel an einem unsympathischen Jugendlichen ausprobiert. Was fehlt, ist eine plausible persönliche Antagonie zwischen den Gegenspielern. Zudem beginnt die Glaubwürdigkeit der Entwicklungen und Zusammenhänge mit zunehmender Handlungsdauer immer mehr ins Überspannte abzugleiten. In dieser Hinsicht läßt sich das klassiche Morddrama mit "The Saint" vergleichen, zu dem sich noch weitere Parallelen aufdrängen. Erstens natürlich die diversen verschiedenen Identitäten, in die auch Val Kilmer mit Gusto, aber weniger Überzeugungskraft als Willis schlüpfte, zweitens der sichtbare Versuch, mit mehreren Locations ein internationales "Bond"- Flair zu kreieren, und schließlich der Einsatz der russischen Mafia - dem aktuellen Ersatz der Kommunisten und Filmnazis von gestern - als schauderhafte Bösewichte. Auch wenn "Der Schakal" letztlich der rechte Biß fehlt, um zu überzeugen, hat das Duell der Superstars doch ausreichend Schauwerte, um beim deutschen Kinoeinsatz im kommenden Frühjahr einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. ara.

Der Schakal

Darsteller:  Bruce Willis   als Der Schakal
  Richard Gere   als Declan Mulqueen
  Sidney Poitier   als Carter Preston
  Diane Venora   als Valentina Koslova
  Tess Harper   als First Lady
  J.K. Simmons   als Witherspoon
  Mathilda May   als Isabella
  Stephen Spinella   als Douglas
  Richard Lineback   als McMurphy
  Jack Black   als Lamont
  John Cunningham   als Donald Brown
  David Hayman   als Terek Murad
  Steve Bassett   als George Decker
  Serge Houde   als Beufres
  Ravil Isyanov   als Ghazzi Murad
  Michael Caton-Jones   als Mann auf Video
 
Regie:  Michael Caton-Jones  
Drehbuch:  Chuck Pfarrer  
Produzent:  James Jacks  
  Sean Daniel  
  Michael Caton-Jones  
  Kevin Jarre  
Ausf. Produzent:  Terence Clegg  
  Hal Lieberman  
  Gary Levinsohn  
  Mark Gordon  
Buchvorlage:  Kenneth G. Ross  
Kamera:  Karl Walter Lindenlaub  
Schnitt:  Jim Clark  
Musik:  Carter Burwell  
  Massive Attack  
Produktionsdesign:  Michael White  
  Ricky Eyres  
  John Fenner  
Kostüme:  Albert Wolsky  
Ton:  David John  

Gere will Kurort in Tibet eröffnen

Frische Luft und ungetrübter Blick auf die raue Naturlandschaft Tibets vom Entmüdungsbecken aus! Wenn es nach Richard Gere geht, soll das in naher Zukunft Realität werden, denn der Hollywood-Star plant einen Kurort im Heimatland des Dalai Lama.

Großansicht Gere'sche Deeskalation: Entspannen für Tibet

Gere'sche Deeskalation: Entspannen für Tibet

Der Rhythmus ist so stetig wie der Wechsel der Jahreszeiten: Immer wenn Richard Gere einen halbwegs erfolgreichen Film unter die Leute gebracht hat, kommt er unmittelbar danach auf Ideen, mit denen er nicht nur in Hollywood die Lacher auf seiner Seite hat.

Nach "Der Schakal" wollte er mit der Schauspielerei aufhören und Bodyguard des Dalai Lamas werden. Nach den "Mothman Prophezeiungen" diskutierte er mit Journalisten darüber, ob der Stuhl auf dem er saß wirklich da wäre und nach "Chicago" hat "Wacky Ritchy" nun wieder einen Mordsplan:

Gere will mit Hilfe seiner Ehefrau Carey Lowell - beide sind engagierte Buddhisten - seine geistige Heimat Tibet zum Touristen-Magneten machen! Der 53-Jährige plant einen Kurort mit Klöstern, heißen Quellen, Meditationszentren etc., an dem betuchte Gäste in der Klarheit der tibetischen Landschaft wieder zu sich selbst finden sollen.

Das Geld aus dem Tourismus will Gere dann einerseits zur direkten Hilfe der unterdrückten Tibeter verwenden, andererseits den chinesischen Besatzern zukommen lassen, damit die dann auf lange Sicht aus dem Gebiet abziehen. Das könnte ein Problem darstellen, denn die Chinesen sind seit Geres Film Red Corner - Labyrinth ohne Ausweg, in dem die Volksrepublik negativ dargestellt wird, nicht unbedingt die größten Fans des Hollywood-Stars.

Außerdem lehrt die Historie, dass Devisen aus Tourismus selten zur Übergabe von Ländern an die eigentlichen Besitzer führen. Die Deutschen lassen schließlich seit Jahrzehnten Unsummen auf Mallorca - und die Spanier haben noch nicht die geringsten Anstalten gemacht, die Insel als 17. Land der Bundesrepublik Deutschland anzuerkennen!

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Bruce Willis

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Richard Gere

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