Armin Rohde
Martin Stührk
Manuel Steitz
Regie: Gernot Roll
Verleih: Constantin
Irgendwo in der bayerischen Provinz stahl der gefürchtete Räuber Hotzenplotz (Armin Rohde) der Großmutter (Christiane Hörbiger) die Kaffeemühle. Dem Kasperl (Martin Stührk) und dem Seppel (Manuel Steitz) könnt's egal sein, doch so lange die Mühle fehlt, tritt Omi in den Bratwurststreik. Also muss der Räuber dem Wachtmeister Dimpfelmoser (Piet Klocke) ausgeliefert werden. Hotzenplotz jedoch überwältigt seine Verfolger und bietet sie dem bösen Zauberer Zwackelmann (Rufus Beck) als Küchensklaven an. Jetzt kann nur noch die gute Fee Amaryllis (Barbara Schöneberger) helfen.
Erste deutsche Film- und Fernsehprominenz stand Pfefferpistole bei Fuß zur Realverfilmung von Otfried Preusslers zeitlosem Kinderbuchklassiker.
Wunderbare Neuverfilmung von Otfried Preusslers Kinderbuchklassiker, mit Armin Rohde als knollnasigem Zottelräuber.
Hätten Sie ihn erkannt? Armin Rohde als strubbeliger Hotzenplotz auf Beutezug (Foto: Constantin)
Kennen Sie den "Röveren Runkeldunk"? Oder sagt Ihnen "El Bandido Saltodemata" etwas? So heißt nämlich der Räuber Hotzenplotz in Dänemark und Spanien. Die berühmte Kinderbuch-Trilogie von Otfried Preussler wurde in 34 Sprachen übersetzt und über 6,5 Mio. Mal verkauft. Seit 1962 sind die Geschichten um den listigen Langfinger ein zeitloser Dauerbrenner in den Kinderzimmern dieser Welt.
Dabei liegt der Erfolg der Hotzenplotz-Bücher nicht nur an ihrem brummbärtigen Titelhelden, sondern auch an seinem gewitzten Widersacher, dem pfiffigen Kasperl, sowie an den vielen drolligen Nebenfiguren, die Preußler dem klassischen Kasperletheater entnahm.
Diese kleinen Helden erwachen nun auf der großen Kinoleinwand zu neuem Leben - in einer märchenhaft ausgestatteten Realverfilmung von "Das Sams"-Produzent Ulrich Limmer. Für die turbulent-witzige Inszenierung sorgte Regisseur Gernot Roll, der als Kameramann Kinohits wie "Der bewegte Mann" oder das Oscar-gekrönte Meisterwerk "Nirgendwo in Afrika" gefilmt hat.
Grundlage des Drehbuchs sind die ersten zwei Hotzenplotz-Bände, an deren Beginn ein unerhörter Diebstahl steht: Hotzenplotz stibitzt Großmutters kostbare Kaffeemühle - und löst damit eine Kette von höchst abenteuerlichen Verwicklungen aus!
Denn natürlich lassen Kasperl (Martin Stührk) und Seppel (Manuel Steitz) diese freche Tat nicht ungesühnt und machen sich auf die Jagd nach dem Dieb. Zwar finden sie Hotzenplotzs Höhle, werden dort aber von dem Räuber entdeckt. Zur Strafe verkauft Hotzenplotz den armen Kasperl an Zauberer-Fiesling Zwackelmann (Rufus Beck) und verdonnert Seppel zum Putzen in der Räuberhöhle. Auweia!
Doch zum Glück gibt es noch den tüchtigen Wachtmeister Dimpfelmoser (Piet Klocke), der seinerseits nach Hotzenplotz fahndet, und die verwunschene Fee Amaryllis (Barbara Schöneberger), die Kasperl in Zwackelmanns Schloss kennen lernt.
So geht es dem bösen Hotzenplotz am Ende doch noch an den speckigen Räuberkragen. Ein großartiges Filmvergnügen für die ganze Familie - mit flotten Gags, fantasievollen Details und tollen Promi-Darstellern!
| Darsteller: | Armin Rohde | als Räuber Hotzenplotz | |
|---|---|---|---|
| Martin Stührk | als Kasperl | ||
| Manuel Steitz | als Seppel | ||
| Rufus Beck | als Zauberer Zwackelmann | ||
| Katharina Thalbach | als Frau Schlotterbeck | ||
| Piet Klocke | als Wachtmeister Dimpfelmoser | ||
| Barbara Schöneberger | als Fee Amaryllis | ||
| Christiane Hörbiger | als Großmutter | ||
| Regie: | Gernot Roll | ||
| Drehbuch: | Ulrich Limmer | ||
| Claus Peter Hant | |||
| Produzent: | Ulrich Limmer | ||
| Buchvorlage: | Otfried Preußler | ||
| Kamera: | Gernot Roll | ||
| Schnitt: | Horst Reiter | ||
| Musik: | Nicola Piovani | ||
| Kostüme: | Ursula Welter | ||
| Ton: | Eckhard Kuchenbecker | ||
| Casting: | Maria Schwarz | ||
| Anne Walcher | |||
| Stefany Pohlmann | |||
"Kleine Haie"-Star Armin Rohde hat eine neue Paraderolle: die des Räubers Hotzenplotz! Zusammen mit Regisseur Gernot Roll, der den Kinderbuch-Klassiker von Otfried Preußler auf die große Leinwand gebracht hat, erzählt er von der Entstehung des bunten Familienfilms.
Vorzeige-Räuber: Armin Rohde in der Verfilmung des Preußler-Klassikers (Foto: Constantin)
» Was hat Sie dazu veranlasst, den Film "Der Räuber Hotzenplotz" zu machen? Hatten Sie einen persönlichen Bezug zu dieser beliebten Märchenfigur?
ARMIN ROHDE: Vor dem Film hatte ich wenig Bezug zu Räuber Hotzenplotz - ich wusste nur, dass die Bücher von Otfried Preußler stammen. Dafür kenne ich Ulrich Limmer, den Produzenten des Films, seit 25 Jahren. Wenn er mich anruft und mir eine Rolle anbietet, dann sage ich "ja" ohne das Drehbuch zu kennen - egal, ob ich fünf oder fünfhundert Sätze zu sprechen habe.
Als ich die Rolle angenommen und das Drehbuch gelesen hatte, habe ich mir gedacht 'Oh, da habe ich ja was richtig Geiles zugesagt, das ist ja der Hammer!'. Ich habe dann verschiedenen Leuten erzählt, dass ich den Räuber Hotzenplotz spielen werde - und in dem Zusammenhang mit Verwunderung festgestellt, wie bekannt und beliebt dieser Stoff und diese Figur sind.
GERNOT ROLL: Der Räuber Hotzenplotz ist so beliebt, dass es unbedingt einer Neuverfilmung bedurfte. Auch ich kannte die Figur nicht aus meiner eigenen Kindheit - dafür bin ich zu alt. Ich habe später zusammen mit meinem Sohn die Bücher gelesen, daher war mir die Geschichte einigermaßen präsent. Ich hatte inzwischen zwar vieles vergessen, aber der Charakter des Räuber Hotzenplotz ist in jedermanns Kopf, man weiß einfach, dass er existiert.
Hielt sich eng an die Buchvorlage: Regisseur und Kameramann Gernot Roll (Foto: Constantin)
» Hatten Sie ein Vorbild für den Film beziehungsweise für Ihre Rolle - wie zum Beispiel die TV-Version mit Gert Fröbe?
ROHDE: Nein. Ich finde Gert Fröbe einen grandios guten Schauspieler, da war mir die Gefahr zu groß, ihn nachzuahmen oder irgendetwas aus seinem Habitus zu übernehmen. Ich werde mir den Film irgendwann einmal anschauen - aber jetzt noch nicht.
ROLL: Ich habe mir bewusst kein Vorbild gesucht. Man gerät sonst zwangsläufig in das Fahrwasser, dass man alles beurteilt und dann vielleicht imitiert. Ich habe mir den Film mit Gert Fröbe nie angeschaut.
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