TV-Drama um einen Mediziner, der als DDR-Mauerschütze den Ehemann einer schwangeren jungen Frau erschoss, die er nach nunmehr 20 Jahren aufsucht, um sein Gewissen zu erleichtern ... http://images.kino.de/flbilder/max11/auto11/auto25/11250786/b150x150.jpg Der Mauerschütze

Filmdetails

Der Mauerschütze

TV-Drama um einen Mediziner, der als DDR-Mauerschütze den Ehemann einer schwangeren jungen Frau erschoss, die er nach nunmehr 20 Jahren aufsucht, um sein Gewissen zu erleichtern ...


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Inhalt

Als NVA-Soldat hatte Stefan Kortmann an der Mauer einen Mann erschossen. Jahre später treiben ihn seine Schuldgefühle dazu, sich der Frau des Toten zu stellen. Er lässt seinen Job als Arzt auf einer Krebsstation ruhen und sucht - unfreiwillig begleitet von einem jungen Patienten - Silke Strelow auf. Doch bevor er sich offenbaren kann, verliebt er sich in sie.


Kritik

Der Mauerschütze

Längst überfällige fiktionale Behandlung dieses Themas mit eindrucksvollen Schauspielern wie Benno Fürmann und Annika Kuhl sowie den Jungmimen Lotte Flack und Max Hegewald.

"Die Mauerschützen haben Schicksal gespielt, waren Herrscher über Leben und Tod", fasst Hermann Kirchmann zusammen. Ein Bewusstsein für ihre Schuld zeigten die meisten nicht, stattdessen herrsche Verdrängung vor. Dieser ernüchternden Realität wollte der Autor und Produzent mit dem Film "Der Mauerschütze" etwas entgegensetzen: Als NVA-Soldat hatte Stefan Kortmann (Benno Fürmann) an der Mauer einen Mann erschossen. Jahre später treiben ihn seine Schuldgefühle dazu, sich Silke Strelow (Annika Kuhl), der Frau des Toten, zu stellen. Er lässt seinen Job als Arzt auf einer Krebsstation ruhen und sucht sie - unfreiwillig begleitet durch einen jungen Patienten (Max Hegewald) - auf. Die Witwe lebt mit ihrer Tochter (Lotte Flack) als Fischerin auf der Ostseeinsel Usedom. Doch bevor Stefan sich offenbaren kann, verliebt er sich in sie und verschiebt sein Geständnis, bis es beinahe zu spät ist.

Mauerschützen kamen in Filmen wie z.B. einem "Tatort" am Rande vor, die eingehende fiktionale Behandlung des Themas ist jedoch überfällig, wenn man bedenkt, dass mindestens 421 Menschen an der innerdeutschen Grenze ums Leben kamen. Der Regisseur Jan Ruzicka geht in seinem bislang persönlichsten Film behutsam vor, zeigt Facetten von Schuld und Unschuld auf, ohne abschließend zu werten. Visuell ist es wohltuend, dass der Enge und der Beklemmung, die mit dem Thema einhergehen, Bilder der Weite und des Meeres gegenübergestellt werden. Auch die Schauspieler überzeugen. Benno Fürmann verkörpert den Mauerschützen, der bei seinem Wunsch nach Vergebung neue Wunden aufreißt, eindringlich; Annika Kuhl vermittelt als Witwe Trauer und Tatkraft zugleich. Die Nachwuchsdarsteller Lotte Flack und Max Hegewald empfehlen sich mit beeindruckenden Leistungen für größere Aufgaben. Allerdings scheinen Hermann Kirchmann und seine Co-Autoren Scarlett Kleint und Alfred Roesler-Kleint ihrer Geschichte nicht genügend vertraut zu haben, denn die Nebenhandlung um den krebskranken Patienten fordert all zu aufdringlich das Mitgefühl der Zuschauer ein. sw.

Der Mauerschütze

Darsteller:  Benno Fürmann   als Dr. Stefan Kortmann
  Gerrit Klein   als Dr. Stefan Kortmann jung
  Annika Kuhl   als Silke Strehlow
  Lotte Flack   als Sunny Strehlow
  Max Hegewald   als Paul Schrader
  Sandra Borgmann   als Dr. Maria Kranz
  Jochen Striebeck   als Dr. Richard Breitfeld
  Konstantin Graudus   als Knut Sander
  Ralph Herforth   als Dr. Pankow
  Andy Klinger  
  Paula Schramm  
  Liselotte Voß  
  Heinz Dieter Vonau  
 
Regie:  Jan Ruzicka  
Drehbuch:  Hermann Kirchmann  
  Scarlett Kleint  
  Alfred Roesler-Kleint  
Produzent:  Hermann Kirchmann  
Kamera:  Gunnar Fuß  
Schnitt:  Marcel Peragine  
Musik:  Enis Rotthoff  
Produktionsdesign:  Matthias Klemme  
Kostüme:  Marion Greiner  
Ton:  Frank Ahrens  
Casting:  Anja Dihrberg  

Star

Benno Fürmann

Kraftvoll, vital, zupackend, draufgängerisch, gutaussehend mit durchtrainiertem Körper, zu melancholischen Tönen, manischen Anwandlungen,...

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