Fernsehfilm um das Auseinanderdriften eines Ehepaares, ausgelöst durch den beruflichen Aufstieg der Frau bei gleichzeitigem Jobverlust des Mannes. http://images.kino.de/flbilder/max08/auto08/auto01/08010059/b150x150.jpg Der Mann an ihrer Seite

Filmdetails

Der Mann an ihrer Seite

Fernsehfilm um das Auseinanderdriften eines Ehepaares, ausgelöst durch den beruflichen Aufstieg der Frau bei gleichzeitigem Jobverlust des Mannes.


So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Frauen machen Karriere, Männer bleiben daheim: Das findet Max, arbeitsloser Tischler, doof. Zu dumm, dass Gattin Eva gerade jetzt als Unternehmensberaterin der große Wurf gelingt; sie wird sogar ins Management befördert. Damit Max nichts merkt, fährt sie weiter mit klapprigem Cabrio und Second-Hand-Klamotten zur Arbeit, um unterwegs Auto und Outfit zu wechseln. Als Max ihr am Hochzeitstag folgt, wittert er prompt Verrat; und eine Affäre noch dazu.


Kritik

Der Mann an ihrer Seite

Es kann die Beste nicht Karriere machen, wenn's dem frustrierten Gatten nicht gefällt: Weil Max seinen Job als Tischler verloren hat und möglichen Alternativen am Fließband ein Dasein als Lebenskünstler vorzieht, hat Eva nun ein Problem. Bislang war sie bloß Assistentin, aber nun könnte sie selbst ins Management einer Unternehmensberaterin aufsteigen. Max denkt da jedoch eher konservativ. Frauen machen Karriere, Männer bleiben daheim? Das findet er doof. Also fährt Eva weiter mit ihrem klapprigen Cabrio und ihren Second-Hand-Klamotten zur Arbeit, um dann unterwegs Auto und Outfit zu wechseln. Als Max ihr am Hochzeitstag folgt und die Wandlung vom Aschenputtel zur Managerin mit ansieht, wittert er prompt Verrat; und eine Affäre noch dazu.

Das Prinzip der Geschichte mag ja eher schlicht sein, zumal Evas bodenständige Weisheiten ("Werde, der du bist") schwer nach Lebenshilfe aus dem Bahnhofsbuchhandel klingen. Wäre dies eine romantische Komödie etwa von Sat.1, man wäre zwar erfreut, jedoch nicht überrascht. Als Auftragsproduktion von ARD-Tochter Degeto aber ist der Film ein echtes Kleinod; schließlich tummeln sich am Freitagabend in der Regel Damen wie Christiane Hörbiger oder Thekla Carola Wied; gemessen an deren reifem Alter ist Stefanie Stappenbeck der reinste Springinsfeld. Drehbuch (Edda Leesch) und Regie (Matthias Tiefenbacher) sorgen dafür, dass sich die zwischendurch auch ein bisschen dramatische Romanze richtig jung anfühlt; sieht man mal davon ab, dass man Oliver Mommsen zwar den Handwerker, nicht aber unbedingt seine konservative Haltung abnimmt.

Doch der Film lebt ohnehin von seiner Vielschichtigkeit. Der Alltag am Arbeitsplatz und Evas Karriere sind zunächst fast noch wichtiger als die ehelichen Probleme. Auch wenn Stefanie Stappenbeck ein bisschen zu sehr die Unschuld vom Lande betont und die Idee vom Aufstieg eines Wesens mit reinem Herzen, das frischen Wind ins Unternehmen bringt, nicht neu ist: Sie spielt das sehr hübsch. Allerdings profitieren gerade die Büroszenen auch von einem vortrefflichen Ensemble: Elena Uhlig ist fast verschwendet an die Rolle von Evas bester Freundin, hat aber dafür die besten Dialogzeilen. Autorin Leesch selbst spielt die Bürohexe, eine frustrierte Assistentin, deren Chefs ihre Einfälle seit Jahren als eigene Ideen ausgeben.

Gekrönt werden die liebevollen Details des Drehbuchs durch eine angemessene Inszenierung, die gerade für die "runnings gags" das richtige Tempo findet: Ein Schnösel schnappt Eva permanent den Parkplatz weg, das Ehepaar trifft sich immer wieder auf dem Heimweg an einer Kreuzung, wobei die Stimmung kontinuierlich schlechter wird, und Max baut seine Wut regelmäßig mit Holzhacken ab; selbst im strömenden Regen. Hübsch sind auch Evas verschiedene Visionen, bei denen sie mal den Gatten in der Wanne ertränkt oder sich die Zuhörer bei ihrem Rede-Debüt, einem alten Trick gehorchend, in Unterwäsche vorstellt. tpg.

Der Mann an ihrer Seite

Darsteller:  Stefanie Stappenbeck   als Eva
  Oliver Mommsen   als Max
  Götz Schubert   als Ralph Stein
  Edda Leesch   als Rebecca
  Elena Uhlig   als Mona
  Rüdiger Vogler   als Dr. Pfeiffer
  Michael Sideris   als Uwe
  Sabine Wolf   als Jacki
  Astrid Kohrs   als Jill
 
Regie:  Matthias Tiefenbacher  
Drehbuch:  Edda Leesch  
Produzent:  Iris Kiefer  
Kamera:  Pascal Mundt  
Schnitt:  Ulrike Leipold  
Musik:  Marcel Barsotti  
Produktionsdesign:  Börries Hahn-Hoffmann  
Kostüme:  Mika Braun  
Ton:  Michael Busch  

Star

Stefanie Stappenbeck

Bereits im Teenageralter war Stefanie Stappenbeck im DDR-Fernsehen zu sehen. Danach war die Jungschauspielerin vorwiegend auf...

Star

Oliver Mommsen

Oliver Mommsen ist seit Mitte der 90er-Jahre als TV-Seriendarsteller bekannt. Den Durchbruch bescherte ihm allerdings die Rolle des Bremer...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

treffpunkt kino kompakt

In der aktuellen Ausgabe: Die große Preview zu "Ice Age - Voll verschoben" und der erste Trailer zu "Skyfall"!

Zum Magazin

Das multimediale Kinomagazin jede Woche kostenlos per Mail - jetzt registrieren!

GO

Ähnliche Filme auf DVD & Blu-ray

 

Service

kino.de mobil

kino.de mobil

Das aktuelle Programm Ihres Lieblingskinos haben Sie überall dabei - kostenlos auf Ihrem Handy.