Originaltitel: The Last King of Scotland
Großbritannien 2006
Forest Whitaker
James McAvoy
Kerry Washington
Regie: Kevin Macdonald
Verleih: Fox
Den jungen Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) zieht es fort von seinem bornierten Elternhaus nach Uganda, wo er in einem Dorf mit Kollegin Sarah Merrit (Gillian Anderson) die Bevölkerung versorgt. Zufällig zur Stelle, als Putsch-Präsident Idi Amin (Forest Whitaker) sich leicht verletzt, nimmt er dessen Angebot an und wird Leibarzt des Diktators. Vor den Gräueltaten und Massenmorden will Nicholas in der schönen Welt der Mächtigen nichts merken, erst eine Affäre mit Amins Frau Kay (Kerry Washington) bringt ihn in Lebensgefahr.
Die Oscar-würdige Gänsehaut-Performance von Forest Whitaker als "Schlächter von Afrika" ist das dunkle Herz dieses schillernden Moralstücks um einen der furchtbarsten Diktatoren unserer Zeit. Kevin Macdonald ("Sturz ins Leere") packt einen direkt an der Gurgel.
Ein donnernder Forest Whitaker als Uganda-Despot Idi Amin lehrt seinem weißen Leibarzt James McAvoy das Fürchten.
Der junge schottische Arzt Nicholas Garrigan (James McAvoy) bricht in den 70er-Jahren auf, die Welt zu erkunden und landet in einem kleinen Missionskrankenhaus in Uganda. Bei einem Autounfall trifft er zufällig auf Idi Amin (Forest Whitaker), den Diktator, der von 1971 bis 1979 Uganda regierte. Amin, der in den Geschichtsbüchern als Schlächter Afrikas bezeichnet wird, mag den mutigen Weißen, der ihm keinen Honig ums Maul schmiert und engagiert ihn als persönlichen Leibarzt.
Garrigan lässt sich von diesem neuen Job überrumpeln und vom Charme des charismatischen Präsidenten umgarnen, bis er entsetzt mitkriegt, welche Gräuel der Diktator befiehlt. Nach einem missglückten Anschlag lässt der paranoide Herrscher Freund und Feind bestialisch hinmetzeln, schlimmste Folter und grausamer Tod sind Alltag. Als sich der Schotte in eine der zahlreichen Frauen Amins verliebt, bekommt das Paar den mörderischen Zorn des brutalen Monsters zu spüren.
Psycho-Thriller und Polit-Krimi - Kevin Macdonald entwirft ein packendes Porträt des Diktators und stellt ihm den sympathischen Doktor gegenüber, ein spannender Kontrast, wie auch die Kombination des massigen Forest Whitaker mit dem jungenhaften James McAvoy.
Das Herz des schwarzen Kontinents: In dieser wilden Mischung aus Wahn und Wirklichkeit schlägt es laut und bedrohlich.
| Darsteller: | Forest Whitaker | als Idi Amin | |
|---|---|---|---|
| James McAvoy | als Nicholas Garrigan | ||
| Kerry Washington | als Kay Amin | ||
| Gillian Anderson | als Sara Merrit | ||
| Simon McBurney | als Stone | ||
| David Oyelowo | als Dr. Junju | ||
| Abby Mikiibi Nkaaga | als Masanga | ||
| Adam Kotz | als Dr. Merrit | ||
| Regie: | Kevin Macdonald | ||
| Drehbuch: | Peter Morgan | ||
| Jeremy Brock | |||
| Produzent: | Andrea Calderwood | ||
| Lisa Bryer | |||
| Charles Steel | |||
| Ausf. Produzent: | Andrew Macdonald | ||
| Allon Reich | |||
| Tessa Ross | |||
| Buchvorlage: | Giles Foden | ||
| Kamera: | Anthony Dodd Mantle | ||
| Schnitt: | Justine Wright | ||
| Musik: | Alex Heffes | ||
| Produktionsdesign: | Michael Carlin | ||
Linsen geputzt, Handys geladen - am 24. Juli ist Drehtag für alle. Denn die Star-Regisseure Ridley Scott und Kevin Macdonald starten das Filmexperiment "The Life in a Day".
Ridley Scott und Kevin Macdonald wollen die ganze Welt filmisch erfassen (Foto: Fotolia)
Die Regisseure Ridley Scott ("Gladiator") und Kevin Macdonald ("Der letzte König von Schottland") haben bekanntlich selbst schon großartige Geschichten erzählt. Jetzt wollen sie andere erzählen lassen - und zwar jeden der Lust hat: "The Life in a Day" ("Das Leben in einem Tag") heißt ihr aktuelles Projekt. Hauptdarsteller: die ganze Menschheit. Oder doch zumindest der Teil, der einen kurzen Clip drehen und bei youtube.com hochladen kann. Was dank Handycam und Flatrate mittlerweile ja fast zum Volkssport geworden ist.
Die Initiatoren der Aktion wollen das Alltagsleben der Menschen an einem bestimmten Tag - dem 24. Juli 2010 - filmisch erfassen. Nicht das große Weltgeschehen von Politik, Glamour und Hochfinanz, sondern die abermilliarden kleinen Momente des Lebens, die in Summe den Alltag der Menschheit bilden. Daher ist jeder aufgerufen, diesen Tag mit der Kamera zu begleiten; komplett, Minuten, vielleicht nur Sekunden. Was er liebt, was er fürchtet, erlebt oder erleidet. "Eine Welt. 24 Stunden. Sechs Milliarden Blickwinkel", lautet das Motto des Experiments.
Zeitkapsel "Life in a Day"
Aus der Gesamtheit der Aufnahmen wollen Scott und Macdonald dann eine Dokumentation zusammenschneiden, die diesen Tag global beleuchtet. Ein filmisches Puzzle, das zusammengefasst ein buchstäbliches Big Picture des 24. Juli ergeben soll. "'Life in a Day' wird eine Zeitkapsel die zukünftigen Generationen erzählen soll, wie es war, wenn man am 24. Juli 2010 gelebt hat, erklärte Macdonald vor den Medien. "Es ist ein einmaliges Experiment im social filmmaking - und was könnte geeigneter sein, endloses Filmmaterial zu sammeln, als hier die weltgrößte Online Community einzuspannen."
youtube.com stellt dazu den nötigen Speicherplatz zur Verfügung, Scott und Macdonald Know-how und Kreativität. Und hoffentlich genug Nervennahrung für ihre Cutter. Denn aus der Flut und Vielfalt der zu erwartenden Beiträgen einen Film zu basteln, dürfte in punkto Schneidearbeit wohl alles bisherige in den Schatten stellen.
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