Originaltitel: Il gattopardo
Italien/Frankreich 1962
Burt Lancaster
Alain Delon
Claudia Cardinale
Regie: Luchino Visconti
Verleih: Centfox
Italien, 19. Jahrhundert. Fürst Salina stellt sich, im Gegensatz zu seinen Adelsgenossen, an die Seite der aufstrebenden Bürgerschicht und erlaubt seinem Neffen Tancredi, eine "einfache" Bürgermeisterstochter zu heiraten. Er tut es weniger aus Überzeugung als aus Pragmatismus, da er hofft, sein altes Leben in Ruhe weiterführen zu können ohne von den manierlosen Emporkömmlingen belästigt zu werden. Den Niedergang seiner Klasse kann jedoch auch er nicht aufhalten.

Luchino Visconti, selbst Sohn einer Adelsfamilie, zeigt die Ambivalenz der historischen Ereignisse in pompösen Farben, mit detailliertem Realismus und symbolischer Lyrik. Seine Hauptfigur (gespielt von Burt Lancaster) gewinnt mit ihrer Würde und natürlichen Volksnähe die Sympathie der Zuschauer, ebenso wie das Traumpaar Alain Delon und Claudia Cardinale. Das rege Geschichtstableau wurde 1963 in Cannes mit Standing Ovations gefeiert und gewann die Goldene Palme. Es basiert auf dem erfolgreichen Roman von Giuseppe Tomasi die Lampedusa.
| Darsteller: | Burt Lancaster | als Fürst Fabrizio Salina | |
|---|---|---|---|
| Alain Delon | als Tancredi | ||
| Claudia Cardinale | als Angelica Sedara | ||
| Paolo Stoppa | als Calogero Sedara | ||
| Rina Morelli | als Maria Stella | ||
| Serge Reggiani | als Don Ciccio Tumeo | ||
| Romolo Valli | als Pater Pirrone | ||
| Lucilla Morlacchi | als Concetta | ||
| Ottavia Piccolo | als Catarina | ||
| Pierre Clémenti | als Francesco Paolo | ||
| Carlo Valenzano | als Paolo | ||
| Annamaria Bottini | als Mademoiselle Dombreuil | ||
| Mario Girotti | als Graf Cavriaghi | ||
| Giuliano Gemma | |||
| Leslie French | |||
| Marino Masé | |||
| Olimpia Cavallo | |||
| Ivo Garrani | |||
| Regie: | Luchino Visconti | ||
| Drehbuch: | Suso Cecchi D'Amico | ||
| Enrico Medioli | |||
| Luchino Visconti | |||
| Pasquale Festa Campanile | |||
| Massimo Franciosa | |||
| Produzent: | Goffredo Lombardo | ||
| Buchvorlage: | Giuseppe Tomasi di Lampedusa | ||
| Kamera: | Giuseppe Rotunno | ||
| Schnitt: | Mario Serandrei | ||
| Musik: | Nino Rota | ||
| Produktionsdesign: | Mario Garbuglia | ||
| Kostüme: | Piero Tosi | ||
Im Kino mit den Stars: Nicht immer lockte nur das neueste aus dem Weltkino beim 63. Festival in Cannes die Massen an.
Wenn Altmeister Visconti lockt, mischen sich sogar Superstars wie Benicio del Toro und Kate Beckinsale unters Volk (Foto: Kurt Krieger)
Eines der Highlights, das sich auch einige Superstars nicht entgehen lassen wollten, war die Vorführung der von Martin Scorsese präsentierten, fantastisch restaurierten Fassung von Luchino Viscontis Meisterwerk "Der Leopard" von 1962.
Benicio Del Toro sitzt schon früh im vollen Kinosaal, plauderte entspannt mit seinen Fans, lässt sich fotografieren und gibt den Star zum Anfassen. Als ihm der Rummel dann doch zu viel wird, verzieht er sich in eine andere Reihe und wird schließlich von Kollegin Kate Beckinsale erlöst, die in diesem Jahr Jury-Mitglied war. Sie setzt sich neben ihn und die beiden stecken fortan die Köpfe zusammen.
Wenig später hat Salma Hayek, bildschön wie immer, ihren großen Auftritt, wird von den Fans mit Applaus begrüßt und fiebert sich, ebenso wie Juliette Binoche, durch die bildgewaltige drei Stunden-Fassung. Am Ende ließen sich die Darsteller von einst auf der Bühne feiern: Claudia Cardinale und ein sichtlich bewegter Alain Delon genossen das Bad in der Anerkennung des Publikums.
Nur drei amerikanische Produktionen hatten es in diesem Jahr an die Croisette geschafft, zwei davon außer Konkurrenz. Auch wenn also kein Preisregen für die USA zu erwarten war: alle drei Filme boten ehrliches, unterhaltsames Kino.
Zum einen Ridley Scotts Eröffnungsfilm "Robin Hood", der seinem Star Russell Crowe die Gelegenheit gab, seinen Söhnen Charlie (6) und Tennyson (3) zu zeigen, wie Daddy im Blitzlichtgewitter eine gute Figur abgibt.
Zum anderen Oliver Stone, der die Sorgen der Menschen auf den Punkt brachte mit der Fortsetzung seines Klassikers von 1988.?In "Wall Street - Geld schläft nicht" macht Michael Douglas als aus dem Knast entlassener, ins Zentrum der Hochfinanz zurückkehrender Gordon Gekko zwar bisweilen den jungen, idealistischen Wall Street Banker Jake, den Shia LaBeouf gibt, schauspieltechnisch platt. Und auch wenn das Hollywood-Ending, bei dem Gecko doch noch so etwas wie Herz, Gefühl oder einfach nur Unrechtbewusstsein zeigt, zu mainstreamig ausfällt: Für beste Unterhaltung mit Message ist allemal gesorgt.
Ebenso in Doug Limans "Fair Game", der einzigen US-Produktion im Rennen um die Goldene Palme. Intelligentes Spannungskino gelingt dem Regisseur von "Mr. & Mrs. Smith" mit dem mit Naomi Watts und Sean Penn prominent besetzten Politthriller nach dem realen Skandal um die Botschaftergattin Valerie Plame, die als CIA-Agentin enttarnt wurde. Auch ohne Palmwedel also ein faires Spiel, verlässliche Thrillerkost fürs Publikum!
Das breite Lachen mit dem herrlichen Gebiss, die athletische Eleganz seiner Bewegungen und das dominierende Auftreten in jeder Szene...
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