Regisseur Hellmuth Costard fragt sich 1974: "Ist es möglich, heute in Deutschland Filme zu machen?". Von einem Fernsehauftrag begünstigt, rüstet er sich mit einem eigenen Kamerasystem aus und filmt mit mehreren Kameras, um die Illusion des Filmens deutlich zu machen. 1977 ist er gescheitert, befragt Kollegen wie Hark Bohm ("Nordsee ist Mordsee") und begegnet seinem Idol Jean-Luc Godard, der für einen Tag nach Hamburg gekommen ist, aber am NDR scheitert und wieder abreist. Costard verschlägt es die Sprache.
Hellmuth Costard hatte seit 1965 mit Super-8-Filmen experimentiert und 1968 auf der Oberhausener Filmwoche mit dem Zehn-Minuten-Film "Besonders wertvoll", in dem ein Penis in Großaufnahme mit der Stimme eines Lobbyisten der Filmwirtschaft spricht, Skandal erregt. Costard, 1970 wegen Unzucht angeklagt und freigesprochen, nahm die Arbeit wieder auf, scheiterte mit der Hamburger Filmemacher Cooperative und bündelte seine Erfahrungen in diesem originellen und scharfzüngigen Essay über das Filmemachen.
In den 13 Jahren seines Schaffens, zwischen 1969 und 1982, drehte er über 40 Kino- und Fernsehfilme; eine rasende...
Mit seinem von Wind und Wetter gegerbten Gesicht eines breitlippigen Seebären wirkte Regisseur, Autor und Produzent Hark Bohm in...
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