Sensible Bestsellerverfilmung über den jungen Sohn eines KZ-Kommandanten, der mit einem jüdischen Jungen Freundschaft schließt. http://images.kino.de/flbilder/max09/mbiz09/mbiz12/z0912509/b150x150.jpg Der Junge im gestreiften Pyjama

Filmdetails

Der Junge im gestreiften Pyjama

Sensible Bestsellerverfilmung über den jungen Sohn eines KZ-Kommandanten, der mit einem jüdischen Jungen Freundschaft schließt.


Der Junge im gestreiften Pyjama
Start: 07.05.2009

Originaltitel: The Boy in the Striped Pyjamas

Drama

USA/Großbritannien 2008
Laufzeit: 94 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Asa Butterfield
Jack Scanlon
Amber Beattie

Regie: Mark Herman
Verleih: Walt Disney

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Inhalt

Das komfortable Leben des 8-jährigen Bruno (Asa Butterfield) im nationalsozialistischen Berlin endet, als sein Vater (David Thewlis), ein hoher Offizier, Anfang der 40er Jahre auf einen neuen Posten irgendwo in die Provinz versetzt wird. Dort vermisst Bruno zunächst alle seine Freunde, bis er jenseits des Hauses im Waldstück einen gleichaltrigen jüdischen Jungen als Spielkamerad entdeckt. Doch der lebt hinter einem Zaun und trägt einen seltsam gestreiften Pyjama.

Ganz aus der Sicht eines kleinen Jungen entfaltet sich diese sensible Bestsellerverfilmung um den Sohn eines KZ-Lagerkommandanten, der Freundschaft mit einem gleichaltrigen Häftling schließt. Langsam entdeckt er das Grauen des Holocausts, das für ihn in einer Tragödie endet.


Kritik

Der Junge im gestreiften Pyjama

Sensibles, allegorisches Drama über zwei Jungen, die über den Zaun eines Konzentrationslagers hinweg Freundschaft schließen.

Am Anfang glaubt man sich in John Boormans "Hope & Glory", wenn Kinder mit ausgestreckten Armen durch die Straßen Berlins schwärmen, als wären sie Reichsflieger und die Dramen des Kriegs nur ein Spiel. Hier, Anfang der Vierzigerjahre, berühren sich die Welten der Täter und Opfer kaum, denn es ist Alltag, wenn Lastwagen Juden aufsammeln und verschwinden lassen. Dass es für immer ist, weiß ein parteitreuer Nazioffizier (David Thewlis). Denn er soll auf dem Land ein Lager leiten, das den Tod systematisch und grausam organisiert. Während die Frau des Kommandanten (Vera Farmiga) glaubt oder sich einredet, dass hier gearbeitet und nicht gestorben wird, hält ihr achtjähriger Sohn Bruno das umzäunte Areal für einen Bauernhof, auf dem die Arbeiter eigenartigerweise "Schlafanzüge" tragen. Weil ihm Freunde fehlen und Verbote für Kinder Verführung bedeuten, bricht Bruno das Tabu und erforscht den von einem Waldstück getrennten Komplex jenseits des Hauses. Hinter Stacheldraht findet er den gleichaltrigen jüdischen Jungen Shmuel, der nicht versteht, warum er hier ist, aber doch weiß, dass Brunos Einschätzung, hier sei alles ein großes Abenteuer, nicht seiner Realität entspricht. Zwischen den Kindern entwickelt sich eine Freundschaft, deren Unschuld die Hoffnung repräsentiert, weil die Lügen des Kriegs und des instrumentalisierten Hasses bei ihnen keinen fruchtbaren Boden finden. Im Unterschied zu Brunos Schwester, die bereits von Hitler und einem jungen Leutnant träumt, der für den Modellnazi steht wie Brunos Vater für Mensch und Monstrum und Brunos Mutter für die Frage, ob Wahrheit verdrängt oder nicht erfahren wurde. Etwas plakativ und didaktisch wirken die Rollenzuweisungen, weshalb auch der Lehrer Brunos ein zynischer Antisemit und der Gehilfe aus dem Lager ein gütiger Arzt ist. Fraglich ist auch, ob ein tragisches Finale wie dieses ein Begleitgewitter wirklich nötig hat. Trotzdem verfehlt Mark Hermans Verfilmung von John Boynes Bestseller ihre Wirkung nicht. Denn die Perspektive von außen und aus Kinderaugen auf das Grauen ist ungewöhnlich und gerade für junge Zuschauer als Köder wichtig, sich mit einer Vergangenheit auseinanderzusetzen, in der auch Naivität und Nichtwissen den gewaltsamen Tod von Millionen überhaupt erst möglich machte. kob.

Der Junge im gestreiften Pyjama

Darsteller:  Asa Butterfield   als Bruno
  Jack Scanlon   als Schmuel
  Amber Beattie   als Gretel
  Vera Farmiga   als Mutter
  David Thewlis   als Vater
  Sheila Hancock   als Großmutter
  Richard Johnson   als Großvater
  Rupert Friend   als Lt Kotler
  Jim Norton   als Herr Liszt
  David Heyman   als Pavel
  Cara Horgan   als Maria
 
Regie:  Mark Herman  
Drehbuch:  Mark Herman  
Produzent:  David Heyman  
Koproduzent:  Gábor Váradi  
  Péter Miskolczi  
  Rosie Alison  
Ausf. Produzent:  Mark Herman  
Buchvorlage:  John Boyne  
Kamera:  Benoît Delhomme  
Schnitt:  Michael Ellis  
Musik:  James Horner  
Produktionsdesign:  Martin Childs  
Kostüme:  Natalie Ward  
Maske:  Marese Langan  
Ton:  John Casali  
Casting:  Leo Davis  
  Pippa Hall  

Star

Vera Farmiga

* 06.08.1973

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