Drama / Abenteuer http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz37/z0237028/b150x150.jpg Der Husar auf dem Dach

Filmdetails

Der Husar auf dem Dach


Der Husar auf dem Dach
Start: 18.01.1996

Originaltitel: Le hussard sur le toit

Drama / Abenteuer

Frankreich 1995
Laufzeit: 136 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Olivier Martinez
Juliette Binoche
Isabelle Carré

Regie: Jean-Paul Rappeneau
Verleih: Concorde

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Gesamt
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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Frankreich 1832: Husarenoberst Angelo, der als italienischer Freiheitskämpfer in Frankreich Schutz gesucht hat, lernt in einem von Cholera verseuchten Landstrich Pauline de Théus kennen. Er bietet ihr seine Dienste an. Gemeinsam mit ihr macht er sich auf den Weg durch das Todesgebiet. Neben einigen Abenteuern erwartet die beiden eine große Liebe.


Kritik

Der Husar auf dem Dach

Gegen diesen Offizier und Gentleman war der erste Ritter der letzte Rüpel. Dynamisch, furchtlos und hilfsbereit schlägt sich Husar Angelo in einem vierbändigen Zyklus des französischen Romanciers Jean Giono durch das 18. Jahrhundert. Das Hauptwerk, "Der Husar auf dem Dach", hat Jean-Paul Rappeneau mit dem höchsten Budget der französischen Filmgeschichte (rund 52 Mio. Mark) in Cinemascope und mit epischem Atem adaptiert. Aufwand und Ergebnis harmonisieren eindrucksvoll, handelt es sich hier doch um Ereigniskino mit Stil, Anspruch und hohem Unterhaltungswert. Rappeneau, der schon mit "Cyrano von Bergerac" einen Literaturklassiker publikumswirksam angerichtet hatte, straffte die Vorlage, schuf durch eigene Handlungsstränge eine stringentere Dramaturgie. Das 135minütige, dank kontinuierlichem Bewegungsmotiv fast hyperaktive provenzialische Roadmovie beginnt 1832 in Aix-en-Provence. Husarenoberst Angelo (Olivier Martinez, der Graffiti-Freak aus "IP5"), der als italienischer Freiheitskämpfer in Frankreich Schutz gesucht hat, wird von österreichischen Mordbrennern aus seinem Schlupfwinkel gejagt. Die Suche nach Verbündeten treibt ihn durch ein Land, das die Cholera zum Massengrab gemacht hat. In einem Klima von Todesangst und Hysterie begegnet ihm Pauline de Théus (wahrer Engel: Juliette Binoche). "Madame, habt keine Furcht, ich bin ein Edelmann", stellt er sich der Schönen vor - und sein Rittertum ist kein hohles Versprechen, sondern anstrengendes Programm. Auf ihrem gemeinsamen gefährlichen Weg erwarten die beiden eine tödliche Epidemie und ein wachsendes Gefühl, das nicht ausgesprochen, geschweige denn gelebt werden darf. Rappeneaus mit oft prächtigen Natur-Tableaus wuchernder Film gehört nur dem Titel nach ins klassische Mantel-und-Degen-Genre. Mit Leichenbergen sorgt die Cholera hier für Hiebe und Stiche, die sonst die Menschen setzen. Diesem unsichtbaren, häßlichen Feind stellt sich der Husar aufopferungsvoll entgegen - eine im modernen Kino selten gesehene Zelebrierung des vergessenen ritterlichen Ideals. Ein humaner Film ist dieser "Husar..." geworden - von Rappeneau ohne Pathos, Melodramatik und oft gegen gängige Handlungsmuster inszeniert. Manches im Mittelpunkt Erwartete wird ins Off verlegt, der Fantasie des Zuschauers überlassen. Erzählerisch und thematisch ist dieser Film damit ambitionierter, aber auch etwas sperriger als der offen romantische und abenteuerverliebte "Cyrano". Die lyrische Langnase lockte bei uns mehr als eine Mio. Zuschauer in die Kinos. Eine Wiederholung dieses Ergebnisses wäre wünschenswert, wenn auch ein echter Husarenstreich. kob.

Der Husar auf dem Dach

Darsteller:  Olivier Martinez  
  Juliette Binoche  
  Isabelle Carré  
  François Cluzet  
  Jean Yanne  
  Claudio Amendola  
  Pierre Arditi  
  Gérard Depardieu  
  Laura Marinoni  
  Richard Sammel  
  Elisabeth Margoni  
  Robert Lucibello  
  Jacques Sereys  
  Frédérique Ruchaud  
  Carlo Cecchi  
  Christiane Cohendy  
  Jean-Marie Winling  
 
Regie:  Jean-Paul Rappeneau  
Drehbuch:  Jean-Paul Rappeneau  
  Nina Companéez  
  Jean-Claude Carrière  
Produzent:  René Cleitman  
Ausf. Produzent:  Bernard Bouix  
Buchvorlage:  Jean Giono  
Kamera:  Thierry Arbogast  
Schnitt:  Noëlle Boisson  
Musik:  Jean-Claude Petit  
Ton:  Pierre Gamet  
  Dominique Hennequin  
  Jean Goudier  

Star

Juliette Binoche

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