Bruno Ganz glänzt als Schweizer Bundespräsident, der sich gegen Intrigen wehren und um das Leben seines Kindes und die Liebe seiner Frau kämpfen muss. Spannender Polit-Poker trifft Satire und privates Drama. http://images.kino.de/flbilder/max10/auto10/auto39/10390394/b150x150.jpg Der große Kater

Filmdetails

Der große Kater

Bruno Ganz glänzt als Schweizer Bundespräsident, der sich gegen Intrigen wehren und um das Leben seines Kindes und die Liebe seiner Frau kämpfen muss. Spannender Polit-Poker trifft Satire und privates Drama.


Der große Kater
Start: 28.10.2010

Drama / Lovestory

Schweiz/Deutschland 2009
Laufzeit: 88 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Bruno Ganz
Ulrich Tukur
Marie Bäumer

Regie: Wolfgang Panzer
Verleih: Central

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Inhalt

Die Umfragewerte für den Schweizer Bundespräsidenten, genannt "Kater", sind im Keller. Und sein Sohn ist schwer an Krebs erkrankt. Zur Aufpolierung von Katers Image soll der Besuch des spanischen Königspaars mit Glanz und Gloria und militärischen Ehren dienen. Als durch eine Intrige des Fraktionsvorsitzenden die Königin in der Krebsklinik für Kinder Tränen vergießen soll, glaubt Katers Gattin an einen Werbegag und sorgt beim Staatsschmaus für einen Eklat. Amt und Ehe stehen auf dem Spiel.


Kritik

Der große Kater

Bruno Ganz glänzt als Schweizer Bundespräsident, der sich gegen Intrigen wehren und um das Leben seines Kindes und die Liebe seiner Frau kämpfen muss.

Neun Leben hat die Katze. Der Schweizer Bundespräsident, genannt "Kater" hat nur eines, aber da lässt er sich ungern hineinpfuschen. Die Zeichen stehen auf Sturm. Die Umfragewerte sind im Keller, die Parteigenossen mucken auf, die Luft wird dünner. Zur Imageaufwertung soll der Besuch des spanischen Königspaares dienen mit Glanz und Gloria, militärischen Ehren und Flugshow, Galadinner und Folklore. Den Medien im Hinblick auf die Wahl Futter bzw. schöne Bilder geben, heißt die Losung. Viel schlimmer als der Kampf um die Macht ist der hoffnungslose Kampf um das Leben des an Krebs erkrankten Sohnes, dem er und seine Frau nicht die Wahrheit sagen. Als durch eine Intrige des Fraktionsvorsitzenden die spanische Königin ausgerechnet in der Krebsklinik für Kinder Tränen vergießen soll, glaubt Katers Gattin an einen Werbe-Gag und sorgt beim festlichen Staatsschmaus für einen Eklat. Amt und Ehe stehen auf dem Spiel.

"Die Menschen tun, was geschieht" schreibt Thomas Hürliman in seinem Titel gebenden Erfolgsroman mit autobiografischen Zügen (der aber ziemlich - auch im Finale - umgemodelt wurde) und spielt damit auf das Ausgeliefertsein an, gegen das die Filmfigur hier revoltiert. Die deutsch-schweizerische Koproduktion erfüllte nicht die Erwartungen der Eidgenossen, Animositäten gegenüber Steinbrück-Deutschland mögen vielleicht eine Rolle gespielt haben, denn angekreidet wurde u.a. "zu viel deutsches Geld und Entscheidungsgewalt, unpassende deutsche Schauspieler in Schweizer Rollen" und die Regie von Wolfgang Panzer (zog zwischenzeitlich mal seinen Namen zurück), der allerdings aus der Vorlage einen spannenden Polit-Poker, eine unterhaltende Polit-Satire und ein berührendes privates Drama macht - eine gelungene Kombination. Edgar Selge als apostolischer Nuntius, Ulrich Tukur als falscher Freund, Marie Bäumer als verzweifelte Frau des Katers und die der Vorlage hinzugefügten ehrgeizige persönliche Assistentin, dargestellt von Christiane Paul, machen ihre Sache allesamt gut. Unschlagbar Bruno Ganz, machtbewusst und gewieft, gleichzeitig auch verletzbar und charismatisch, der in einem Befreiungsschlag seine persönliche Integrität wieder gewinnt. Etwas sehr simpel gestrickt dagegen sind die verschwurbelten Rückblenden in seine Kindheit, die als langatmige Erklärungsmuster für die ambivalente Persönlichkeit dienen sollen. "Der große Kater", eine bitterböse Reflexion über Macht und Menschenverachtung, Politik mit "human touch", Sarkasmus und Gefühl, wirkt in manchen Momenten erschreckend wirklichkeitsnah. Da kommt Katerstimmung auf. mk.

Der große Kater

Darsteller:  Bruno Ganz   als Kater
  Ulrich Tukur   als Dr. Stotzer / Pfiff
  Marie Bäumer   als Marie
  Christiane Paul   als Dr. Bässler
  Edgar Selge   als Nuntius
  Justus von Dohnányi   als Magun
  Martin Rapold   als Matti
  Moritz Möhwald   als Louis
  Marek Kondrat   als König
  Sabine Berg   als Königin
  Antoine Monot, Jr.   als Bobo
  Babette Arens   als Gerti Stotzer
  Alice Brüngger   als Chefsekretärin Kater
  Theo Maalek   als Dr. Bossi
  Walo Lüönd   als Schneider Feinstein
 
Regie:  Wolfgang Panzer  
Drehbuch:  Claus Peter Hant  
  Dietmar Güntsche  
Produzent:  Dietmar Güntsche  
  Wolfgang Behr  
  Claudia Wick  
  Benito Müller  
  Dr. Wolfgang Müller  
Koproduzent:  Eberhard Müller  
  Marc Rothemund  
Buchvorlage:  Thomas Hürlimann  
Kamera:  Edwin Horak  
Schnitt:  Jean Claude Piroué  
  Uli Schön  
Musik:  Patrick Kirst  
Kostüme:  Gudrun Leyendecker  
Ton:  Michael Schlömer  

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