Der Beginn einer weiteren fantastischen Trilogie aus dem Produktions-Haus New Line. http://images.kino.de/flbilder/max07/mbiz07/mbiz46/z0746500/b150x150.jpg Der goldene Kompass

Filmdetails

Der goldene Kompass

Der Beginn einer weiteren fantastischen Trilogie aus dem Produktions-Haus New Line.


Der goldene Kompass
Start: 06.12.2007

Originaltitel: The Golden Compass

Fantasy

USA 2007
Laufzeit: 113 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Nicole Kidman
Dakota Blue Richards
Sam Elliott

Regie: Chris Weitz
Verleih: Warner

Bogey - Box Office Germany Award

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(5 Sterne bei 1 Bewertung)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

In einer der unseren ähnelnden Welt lebt das Mädchen Lyra (Dakota Blue Richards). Sie wächst elternlos in einem College in Oxford auf, ständig begleitet von ihrem Dämon: Eine Art zweites Ich, das ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Als ihr Onkel Lord Asriel (Daniel Craig) sie besucht, lauscht sie heimlich seinem Vortrag über geheimnisvollen Staub und eine Phantom-Stadt im hohen Norden das Polarkreises. Mit der Forscherin Mrs. Coulter (Nicole Kidman) reist Lyra dorthin.

Mit Philip Pullmans gefeierter "Dark Materials"-Trilogie hat New Line einen würdigen Nachfolger zu "Herr der Ringe" gefunden. Der erste Teil des aufwändigen, intelligenten und durchaus düsteren Fantasy-Abenteuers führt in eine magische Parallelwelt voller Geheimnisse und Gefahren.


Kritik

Lassen Sie sich von Nicole Kidman und Daniel Craig entführen: In die fantastische Welt der mutigen Lyra, die Seite an Seite mit einem gepanzerten Eisbären gegen unbekannte Mächte kämpfen muss, um ihren besten Freund zu retten!

Großansicht Was mag es nur mit dem Goldenen Kompass auf sich haben? (Foto: Warner)

Was mag es nur mit dem Goldenen Kompass auf sich haben? (Foto: Warner)

Abenteurer, Träumer, Kinder und Krieger: Die Zeit ist gekommen, im Kino endlich wieder das alles sein zu können, was sonst nur in den eigenen Wünschen lebt. Für die Fans des fantastischen Films kommt das Beste zum (Jahres)Schluss, der mit Spannung erwartete erste Teil von Philip Pullmans international erfolgreicher Trilogie über die Reise in eine magische Welt, in der sprechende Bären in Kriegen kämpfen und Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden.

Vieles kommt uns vertraut vor und ist doch verblüffend verfremdet, die Kontinente und Ozeane, Brytannien, Norrowegen und der Nordpol etwa sind völlig anders.

Großansicht Mrs. Coulter versucht Lyras Vertrauen zu gewinnen (Foto: Warner)

Mrs. Coulter versucht Lyras Vertrauen zu gewinnen (Foto: Warner)

Die Seele schaut zu

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die zwölfjährige Lyra, die Nichte von Lord Asriel (Daniel Craig), einem Wissenschaftler. Ihre Welt liegt in einem Paralleluniversum, in dem die Seele des Menschen sich außerhalb des Körpers als Dæmon manifestiert, ein sprechendes Geistwesen in Tiergestalt, mit dem man ein Leben lang verbunden bleibt.

Es ist Bestimmung, dass Lyra den Goldenen Kompass in die Hände bekommt, ein äußerst kompliziertes Instrument, das Antworten auf alle Fragen liefert und immer die Wahrheit anzeigen kann. Als dunkle Mächte gerade das verhindern wollen, Lyras Freund Roger spurlos verschwindet und das Mädchen sich auf den Weg macht, um ihn zu befreien, bietet die geheimnisvolle Mrs. Coulter (Nicole Kidman) ihre Hilfe an.

Großansicht Der große Eisbär steht der kleinen Lyra bei (Foto: Warner)

Der große Eisbär steht der kleinen Lyra bei (Foto: Warner)

Durch den Himmel

Ein fantastisches Abenteuer beginnt, das Lyra über die Meere und durch den Himmel bis in die Wildnis des eisigen Nordens führt. Nicht nur die Rettung ihrer Welt, sondern ebenso die unserer eigenen hängt von Lyras Mission ab.

Chris Weitz entfacht ein verblüffendes Effekte-Feuerwerk mit fliegenden Luftschiffen und Hexen, sprechenden Tieren, einem furchtlosen Eisbären - und Weltstars in den Hauptrollen. Mit "Der Goldene Kompass" kommt eines der fantasievollsten Werke des 20. Jahrhunderts auf die große Leinwand. Ein gigantisches Unterfangen, das ins "Paralleluniversum" Kino lockt.

Der goldene Kompass

Darsteller:  Nicole Kidman   als Marisa Coulter
  Dakota Blue Richards   als Lyra Belacqua
  Sam Elliott   als Lee Scoresby
  Eva Green   als Serafina Pekkala
  Daniel Craig   als Lord Asriel
  Tom Courtenay   als Farder Coram
  Derek Jacobi   als Abgesandter
  Ben Walker   als Roger
  Adam Godley   als Pantalaimon
  Simon McBurney   als Fra Pavel
  Nonso Anozie   als Iorek Byrnison
  Jim Carter   als John Faa
  Clare Higgins   als Ma Costa
  Magda Szubanski   als Mrs. Lonsdale
  Jack Shepherd   als College Rektor
  Ian McShane   als Ragnar Sturlusson
 
Regie:  Chris Weitz  
Drehbuch:  Chris Weitz  
Produzent:  Bill Carraro  
  Deborah Forte  
Ausf. Produzent:  Robert Shaye  
  Michael Lynne  
  Toby Emmerich  
  Andrew Miano  
  Mark Ordesky  
  Ileen Maisel  
  Paul Weitz  
Buchvorlage:  Philip Pullman  
Kamera:  Henry Braham  
Schnitt:  Anne V. Coates  
Musik:  Alexandre Desplat  
Produktionsdesign:  Dennis Gassner  
Kostüme:  Ruth Myers  
Maske:  Peter King  

Blutige Oscar-Favoriten

Auf insgesamt 16 Goldjungs hoffen "No Country for Old Men" und "There Will Be Blood - Es wird Blut geben". Die Frage dabei war allerdings lange: Wird es die Oscars geben?

Großansicht Oscar-Kandidaten in den beiden meistnominierten Filmen: Daniel Day-Lewis als Öl-Baron in "There Will Be Blood" und Javier Bardem als eiskalter Killer in "No Country for Old Men" (Foto: Kurt Krieger / Walt Disney)

Oscar-Kandidaten in den beiden meistnominierten Filmen: Daniel Day-Lewis als Öl-Baron in "There Will Be Blood" und Javier Bardem als eiskalter Killer in "No Country for Old Men" (Foto: Kurt Krieger / Walt Disney)

Die Academy war ausnahmsweise mal konsequent: In der Königsklasse Bester Film streiten sich genau die Filme um einen Goldjungen, die auch insgesamt am häufigsten nominiert sind. So haben die Killer-Groteske "No Country for Old Men" von den Coen-Brüdern und das Gründerzeit-Drama "There Will Be Blood" mit Daniel Day-Lewis als gewissenlosem Öl-Magnaten gleich je acht Oscar-Chancen. Das Gerichtsdrama "Michael Clayton" mit George Clooney strich ebenso sieben Nominierungen ein wie - eher überraschend - das Historiendrama "Abbitte" mit Keira Knightley.

Mit vier Nominierungen für die kleine freche Dramödie "Juno" um eine ungewollt schwangere 16-Jährige, die Adoptiveltern für ihr Baby sucht, konnte allerdings niemand rechnen - insbesondere, als Jungdarstellerin Ellen Page auch auf den Oscar für die beste Hauptdarstellerin hoffen darf. Hier wird sie es allerdings gegen Julie Christie schwer haben, die als Alzheimer-Patientin in "An ihrer Seite" herzerweichend war.

Großansicht Kaum zu erkennen und oscarreif: Cate Blanchett als Bob Dylan in "I'm Not There" (Foto: Tobis)

Kaum zu erkennen und oscarreif: Cate Blanchett als Bob Dylan in "I'm Not There" (Foto: Tobis)

Cate regiert doppelt

Beim Preis für den männlichen Hauptdarsteller werden sich der markerschütternde Daniel Day-Lewis und der gewohnt souveräne George Clooney ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Dieses könnte Lewis, der ob seiner intensiven Rollenvorbereitungen nur alle Jubeljahre mal einen Film dreht, mit einer Nasenlänge Vorsprung gewinnen. Johnny Depp erhielt für "Sweeney Todd" erneut eine Anerkennungs-Nominierung, hat aber kaum Siegchancen.

Eine große Auszeichnung ist schon jetzt die Doppelnominierung von Cate Blanchett für ihre großformatige Hauptrolle als legendäre Monarchin im Kostümepos "Elizabeth - Das goldene Königreich" und ihre Nebenrolle im Ensemble-Porträt "I'm Not There" in einer Hosenrolle als Folk-Legende Bob Dylan. Den Nebenrollen-Oscar wird sie vermutlich tatsächlich gewinnen. Bei den Männern ist Javier Bardem als eiskalter Killer in "No Country for Old Men" so gut wie gesetzt, auch wenn Casey Affleck für "Die Ermordung des Jesse James" und Tom Wilkinson für "Michael Clayton" Außenseiterchancen haben.

Großansicht "Michael Clayton" mit Superstar George Clooney als Anwalt fürs Grobe könnte der große Abräumer werden (Foto: Constantin)

"Michael Clayton" mit Superstar George Clooney als Anwalt fürs Grobe könnte der große Abräumer werden (Foto: Constantin)

Hollywood immun gegen Potter-Mania

Im Rennen um den begehrten Regie-Oscar ist auch Julian Schnabel für sein hoch gelobtes und anrührendes Schlaganfalls-Drama "Schmetterling und Taucherglocke". Konsequenterweise wurden die Coens für ihre Regieleistung in "No Country" nominiert, Paul Thomas Anderson für "There Will Be Blood", Tony Gilroy für "Michael Clayton" und Jason Reitman für "Juno".

Um den renommierten Oscar für die Spezialeffekte kämpfen "Der goldene Kompass", "Fluch der Karibik 3" und "Transformers" - überraschend nicht berücksichtigt wurden "Spider-Man 3" und "Harry Potter und der Orden des Phönix".

Großansicht Ellen Page als schwangerer Teenie im von der Academy überraschend hoch geschätzten Drama "Juno" (Foto: Fox)

Ellen Page als schwangerer Teenie im von der Academy überraschend hoch geschätzten Drama "Juno" (Foto: Fox)

And the Oscar goes to... nobody?

Deutsche Oscar-Chancen gibt es nach den letzten Erfolgen von "Das Leben der Anderen" und "Nirgendwo in Afrika" dieses Mal leider nicht. Die viel versprechende deutsche Eingabe "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin war schon bei der Vorauswahl für den besten nicht-englischsprachigen Film durchgefallen. Der österreichische Kandidat "Die Fälscher" und "Der Mongole" aus Kasachstan sind aber immerhin deutsche Koproduktionen.

Bis zwei Wochen vor der Verleihung war aber völlig unklar, ob überhaupt jemand seinen Oscar persönlich entgegennimmt, da in Hollywood die Drehbuchautoren streikten. Grund: Die Ideenlieferanten wollten an den wachsenden Erlösen von Online-Verwertungen von Filmen und Serien beteiligt werden. Den Academy Awards drohte damit das gleiche Schicksal wie den Golden Globes, die am 13. Januar wegen des Streiks auf ihre große Gala hatten verzichten mussten. Die Gewinner waren lediglich auf einer improvisierten Pressekonferenz bekannt gegeben worden. Letzter Auslöser dafür war, dass die Schauspielergewerkschaft sich mit den Autoren solidarisch gezeigt und ihren Mitgliedern ebenfalls die Teilnahme untersagt hatte.

Großansicht Saoirse Ronan ist für ihren Auftritt neben Keira Knightley in "Abbitte" als beste Nebendarstellerin nominiert (Foto: Universal)

Saoirse Ronan ist für ihren Auftritt neben Keira Knightley in "Abbitte" als beste Nebendarstellerin nominiert (Foto: Universal)

Oscar-Nacht ohne Dankesreden

Die Situation schien daher lange ausweglos: Die Writers Guild of America (WGA) untersagte all ihren Mitgliedern die Ausübung ihres Berufs. Im Falle der Oscars hieß das: keine Reden schreiben, nicht an der Verleihung teilnehmen, keine Filmausschnitte zur Verfügung stellen.

Doch am 9. Februar kam es dann nach nächtelangen Verhandlungen endlich zu einer Einigung zwischen Produzenten und Autoren. Ganz Hollywood hatte auf eine Lösung des Konflikts der Oscars zuliebe gehofft, da eine Absage des wichtigsten Ereignisses der Traumfabrik mit dreistelligen Milliardenverlusten verbunden gewesen wäre - vom Image-Schaden ganz zu schweigen.

Großansicht Seine Gewerkschaft hatte ihm vorübergehend einen Maulkorb verpasst: Jon Stewart, Moderator auf Abruf (Foto: Kurt Krieger)

Seine Gewerkschaft hatte ihm vorübergehend einen Maulkorb verpasst: Jon Stewart, Moderator auf Abruf (Foto: Kurt Krieger)

Schillerstraße am Hollywood Boulevard?

Eine heitere Anekdote aus der Streikzeit: Moderator Jon Stewart ist Mitglied der Autorengewerkschaft und hätte daher im Falle eines andauernden Arbeitskampfes keine Texte für seine Moderation schreiben dürfen. Daher grübelten die Oscar-Macher ernsthaft darüber nach, ob Stewart durch den Abend hätte führen dürfen, wenn er die gesamte Gala frei Schnauze improvisiert hätte.

Das wäre sicher eine höchst unterhaltsame Oscar-Nacht geworden. So steht wohl der gewohnte Mix bevor aus heulenden Halle Berrys, wirkungslosen Scherzen über George Dabbeljuhs Dummheit und Reden á la "Ich danke auch meiner Katze".

Star

Nicole Kidman

Spätestens seit dem Triumph von "Moulin Rouge" (2001) rangiert die Australierin Nicole Kidman in der Liga der Weltstars. Die Rolle als Star...

Top-Filme der Woche

  • Men in Black 3

    Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.

  • LOL

    Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.

 

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