Originaltitel: The Golden Compass
USA 2007
Nicole Kidman
Dakota Blue Richards
Sam Elliott
Regie: Chris Weitz
Verleih: Warner
In einer der unseren ähnelnden Welt lebt das Mädchen Lyra (Dakota Blue Richards). Sie wächst elternlos in einem College in Oxford auf, ständig begleitet von ihrem Dämon: Eine Art zweites Ich, das ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Als ihr Onkel Lord Asriel (Daniel Craig) sie besucht, lauscht sie heimlich seinem Vortrag über geheimnisvollen Staub und eine Phantom-Stadt im hohen Norden das Polarkreises. Mit der Forscherin Mrs. Coulter (Nicole Kidman) reist Lyra dorthin.
Mit Philip Pullmans gefeierter "Dark Materials"-Trilogie hat New Line einen würdigen Nachfolger zu "Herr der Ringe" gefunden. Der erste Teil des aufwändigen, intelligenten und durchaus düsteren Fantasy-Abenteuers führt in eine magische Parallelwelt voller Geheimnisse und Gefahren.
Lassen Sie sich von Nicole Kidman und Daniel Craig entführen: In die fantastische Welt der mutigen Lyra, die Seite an Seite mit einem gepanzerten Eisbären gegen unbekannte Mächte kämpfen muss, um ihren besten Freund zu retten!
Abenteurer, Träumer, Kinder und Krieger: Die Zeit ist gekommen, im Kino endlich wieder das alles sein zu können, was sonst nur in den eigenen Wünschen lebt. Für die Fans des fantastischen Films kommt das Beste zum (Jahres)Schluss, der mit Spannung erwartete erste Teil von Philip Pullmans international erfolgreicher Trilogie über die Reise in eine magische Welt, in der sprechende Bären in Kriegen kämpfen und Kinder auf mysteriöse Weise verschwinden.
Vieles kommt uns vertraut vor und ist doch verblüffend verfremdet, die Kontinente und Ozeane, Brytannien, Norrowegen und der Nordpol etwa sind völlig anders.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht die zwölfjährige Lyra, die Nichte von Lord Asriel (Daniel Craig), einem Wissenschaftler. Ihre Welt liegt in einem Paralleluniversum, in dem die Seele des Menschen sich außerhalb des Körpers als Dæmon manifestiert, ein sprechendes Geistwesen in Tiergestalt, mit dem man ein Leben lang verbunden bleibt.
Es ist Bestimmung, dass Lyra den Goldenen Kompass in die Hände bekommt, ein äußerst kompliziertes Instrument, das Antworten auf alle Fragen liefert und immer die Wahrheit anzeigen kann. Als dunkle Mächte gerade das verhindern wollen, Lyras Freund Roger spurlos verschwindet und das Mädchen sich auf den Weg macht, um ihn zu befreien, bietet die geheimnisvolle Mrs. Coulter (Nicole Kidman) ihre Hilfe an.
Ein fantastisches Abenteuer beginnt, das Lyra über die Meere und durch den Himmel bis in die Wildnis des eisigen Nordens führt. Nicht nur die Rettung ihrer Welt, sondern ebenso die unserer eigenen hängt von Lyras Mission ab.
Chris Weitz entfacht ein verblüffendes Effekte-Feuerwerk mit fliegenden Luftschiffen und Hexen, sprechenden Tieren, einem furchtlosen Eisbären - und Weltstars in den Hauptrollen. Mit "Der Goldene Kompass" kommt eines der fantasievollsten Werke des 20. Jahrhunderts auf die große Leinwand. Ein gigantisches Unterfangen, das ins "Paralleluniversum" Kino lockt.
| Darsteller: | Nicole Kidman | als Marisa Coulter | |
|---|---|---|---|
| Dakota Blue Richards | als Lyra Belacqua | ||
| Sam Elliott | als Lee Scoresby | ||
| Eva Green | als Serafina Pekkala | ||
| Daniel Craig | als Lord Asriel | ||
| Tom Courtenay | als Farder Coram | ||
| Derek Jacobi | als Abgesandter | ||
| Ben Walker | als Roger | ||
| Adam Godley | als Pantalaimon | ||
| Simon McBurney | als Fra Pavel | ||
| Nonso Anozie | als Iorek Byrnison | ||
| Jim Carter | als John Faa | ||
| Clare Higgins | als Ma Costa | ||
| Magda Szubanski | als Mrs. Lonsdale | ||
| Jack Shepherd | als College Rektor | ||
| Ian McShane | als Ragnar Sturlusson | ||
| Regie: | Chris Weitz | ||
| Drehbuch: | Chris Weitz | ||
| Produzent: | Bill Carraro | ||
| Deborah Forte | |||
| Ausf. Produzent: | Robert Shaye | ||
| Michael Lynne | |||
| Toby Emmerich | |||
| Andrew Miano | |||
| Mark Ordesky | |||
| Ileen Maisel | |||
| Paul Weitz | |||
| Buchvorlage: | Philip Pullman | ||
| Kamera: | Henry Braham | ||
| Schnitt: | Anne V. Coates | ||
| Musik: | Alexandre Desplat | ||
| Produktionsdesign: | Dennis Gassner | ||
| Kostüme: | Ruth Myers | ||
| Maske: | Peter King | ||
Auf insgesamt 16 Goldjungs hoffen "No Country for Old Men" und "There Will Be Blood - Es wird Blut geben". Die Frage dabei war allerdings lange: Wird es die Oscars geben?
Oscar-Kandidaten in den beiden meistnominierten Filmen: Daniel Day-Lewis als Öl-Baron in "There Will Be Blood" und Javier Bardem als eiskalter Killer in "No Country for Old Men" (Foto: Kurt Krieger / Walt Disney)
Die Academy war ausnahmsweise mal konsequent: In der Königsklasse Bester Film streiten sich genau die Filme um einen Goldjungen, die auch insgesamt am häufigsten nominiert sind. So haben die Killer-Groteske "No Country for Old Men" von den Coen-Brüdern und das Gründerzeit-Drama "There Will Be Blood" mit Daniel Day-Lewis als gewissenlosem Öl-Magnaten gleich je acht Oscar-Chancen. Das Gerichtsdrama "Michael Clayton" mit George Clooney strich ebenso sieben Nominierungen ein wie - eher überraschend - das Historiendrama "Abbitte" mit Keira Knightley.
Mit vier Nominierungen für die kleine freche Dramödie "Juno" um eine ungewollt schwangere 16-Jährige, die Adoptiveltern für ihr Baby sucht, konnte allerdings niemand rechnen - insbesondere, als Jungdarstellerin Ellen Page auch auf den Oscar für die beste Hauptdarstellerin hoffen darf. Hier wird sie es allerdings gegen Julie Christie schwer haben, die als Alzheimer-Patientin in "An ihrer Seite" herzerweichend war.
Kaum zu erkennen und oscarreif: Cate Blanchett als Bob Dylan in "I'm Not There" (Foto: Tobis)
Beim Preis für den männlichen Hauptdarsteller werden sich der markerschütternde Daniel Day-Lewis und der gewohnt souveräne George Clooney ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Dieses könnte Lewis, der ob seiner intensiven Rollenvorbereitungen nur alle Jubeljahre mal einen Film dreht, mit einer Nasenlänge Vorsprung gewinnen. Johnny Depp erhielt für "Sweeney Todd" erneut eine Anerkennungs-Nominierung, hat aber kaum Siegchancen.
Eine große Auszeichnung ist schon jetzt die Doppelnominierung von Cate Blanchett für ihre großformatige Hauptrolle als legendäre Monarchin im Kostümepos "Elizabeth - Das goldene Königreich" und ihre Nebenrolle im Ensemble-Porträt "I'm Not There" in einer Hosenrolle als Folk-Legende Bob Dylan. Den Nebenrollen-Oscar wird sie vermutlich tatsächlich gewinnen. Bei den Männern ist Javier Bardem als eiskalter Killer in "No Country for Old Men" so gut wie gesetzt, auch wenn Casey Affleck für "Die Ermordung des Jesse James" und Tom Wilkinson für "Michael Clayton" Außenseiterchancen haben.
"Michael Clayton" mit Superstar George Clooney als Anwalt fürs Grobe könnte der große Abräumer werden (Foto: Constantin)
Im Rennen um den begehrten Regie-Oscar ist auch Julian Schnabel für sein hoch gelobtes und anrührendes Schlaganfalls-Drama "Schmetterling und Taucherglocke". Konsequenterweise wurden die Coens für ihre Regieleistung in "No Country" nominiert, Paul Thomas Anderson für "There Will Be Blood", Tony Gilroy für "Michael Clayton" und Jason Reitman für "Juno".
Um den renommierten Oscar für die Spezialeffekte kämpfen "Der goldene Kompass", "Fluch der Karibik 3" und "Transformers" - überraschend nicht berücksichtigt wurden "Spider-Man 3" und "Harry Potter und der Orden des Phönix".
Ellen Page als schwangerer Teenie im von der Academy überraschend hoch geschätzten Drama "Juno" (Foto: Fox)
Deutsche Oscar-Chancen gibt es nach den letzten Erfolgen von "Das Leben der Anderen" und "Nirgendwo in Afrika" dieses Mal leider nicht. Die viel versprechende deutsche Eingabe "Auf der anderen Seite" von Fatih Akin war schon bei der Vorauswahl für den besten nicht-englischsprachigen Film durchgefallen. Der österreichische Kandidat "Die Fälscher" und "Der Mongole" aus Kasachstan sind aber immerhin deutsche Koproduktionen.
Bis zwei Wochen vor der Verleihung war aber völlig unklar, ob überhaupt jemand seinen Oscar persönlich entgegennimmt, da in Hollywood die Drehbuchautoren streikten. Grund: Die Ideenlieferanten wollten an den wachsenden Erlösen von Online-Verwertungen von Filmen und Serien beteiligt werden. Den Academy Awards drohte damit das gleiche Schicksal wie den Golden Globes, die am 13. Januar wegen des Streiks auf ihre große Gala hatten verzichten mussten. Die Gewinner waren lediglich auf einer improvisierten Pressekonferenz bekannt gegeben worden. Letzter Auslöser dafür war, dass die Schauspielergewerkschaft sich mit den Autoren solidarisch gezeigt und ihren Mitgliedern ebenfalls die Teilnahme untersagt hatte.
Saoirse Ronan ist für ihren Auftritt neben Keira Knightley in "Abbitte" als beste Nebendarstellerin nominiert (Foto: Universal)
Die Situation schien daher lange ausweglos: Die Writers Guild of America (WGA) untersagte all ihren Mitgliedern die Ausübung ihres Berufs. Im Falle der Oscars hieß das: keine Reden schreiben, nicht an der Verleihung teilnehmen, keine Filmausschnitte zur Verfügung stellen.
Doch am 9. Februar kam es dann nach nächtelangen Verhandlungen endlich zu einer Einigung zwischen Produzenten und Autoren. Ganz Hollywood hatte auf eine Lösung des Konflikts der Oscars zuliebe gehofft, da eine Absage des wichtigsten Ereignisses der Traumfabrik mit dreistelligen Milliardenverlusten verbunden gewesen wäre - vom Image-Schaden ganz zu schweigen.
Seine Gewerkschaft hatte ihm vorübergehend einen Maulkorb verpasst: Jon Stewart, Moderator auf Abruf (Foto: Kurt Krieger)
Eine heitere Anekdote aus der Streikzeit: Moderator Jon Stewart ist Mitglied der Autorengewerkschaft und hätte daher im Falle eines andauernden Arbeitskampfes keine Texte für seine Moderation schreiben dürfen. Daher grübelten die Oscar-Macher ernsthaft darüber nach, ob Stewart durch den Abend hätte führen dürfen, wenn er die gesamte Gala frei Schnauze improvisiert hätte.
Das wäre sicher eine höchst unterhaltsame Oscar-Nacht geworden. So steht wohl der gewohnte Mix bevor aus heulenden Halle Berrys, wirkungslosen Scherzen über George Dabbeljuhs Dummheit und Reden á la "Ich danke auch meiner Katze".
Spätestens seit dem Triumph von "Moulin Rouge" (2001) rangiert die Australierin Nicole Kidman in der Liga der Weltstars. Die Rolle als Star...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.