Disney-Zeichentrickverfilmung des Victor-Hugo-Romanklassikers, die mit großartiger Animation aufwartet. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz35/z0235083/b150x150.jpg Der Glöckner von Notre Dame

Filmdetails

Der Glöckner von Notre Dame

Disney-Zeichentrickverfilmung des Victor-Hugo-Romanklassikers, die mit großartiger Animation aufwartet.


Der Glöckner von Notre Dame
Start: 28.11.1996

Originaltitel: The Hunchback of Notre Dame

Zeichentrick

USA 1996
Laufzeit: 86 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Regie: Gary Trousdale, ...
Verleih: Buena Vista

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Inhalt

Einsam fristet der bucklige Quasimodo sein Dasein im Glockengebälk der Kathedrale Notre-Dame. Zum ersten Mal in der Außenwelt, wird er vom Pöbel den grausamsten Demütigungen ausgesetzt. Doch die rassige Zigeunertänzerin Esmeralda eilt ihm zur Hilfe. Verfolgt vom bösartigen Richter Frollo, verschanzen sich die beiden in Notre-Dame, wo es zum spektakulären Finale kommt.


Kritik

Der Glöckner von Notre Dame

Viktor Hugos sozialpolitischer Romanklassiker von 1831 um den Leidensweg einer tauben Mißgeburt im Paris des 15. Jahrhunderts wirkt auf den ersten Blick kaum als Stoff für ein kurzweiligen Zeichentrick-Musical für die Kleinsten an. Doch unter der Federführung der "Das Schöne und das Biest"-Co-Regisseure Gary Trousdale und Kirk Wise wurde die rührende und makellos realisierte Außenseiter-Geschichte nach ausgiebiger Modifizierung der Story und des Protagonisten kindertauglich gemacht.

Das ambitiontierte Projekt birgt trotz aller Verniedlichung jene Elemente der Geschichte, die eher für ein erwachsenes Publikum geeignet sind - Mord, Unterdrückung, Demütigung, brandschatzen, kaum verhohlene sexuelle Gelüste. Doch wo es sich beim Glöckner im Original um einen grotesken Krüppel handelt, ist der Quasimodo dieser Inkarnation zwar mit Buckel, schiefen Zähnen, hängendem Augenlid und Ebernase nach wie vor von ausgemachter Häßlichkeit, doch verbirgt sich hinter dem abstoßenden Äußeren eine sensible Teenager-Seele mit einem Herz aus Gold. Locker-leichtherzig von "Amadeus" Tom Hulce gesprochen und gesungen, wird der symphatisch-liebenswerte Grundtenor der Titelfigur zusätzlich unterstrichen. Die acht Kompositionen von Alan Menken (Musik) und Stephen Schwartz (Text), die zuletzt für die Songs von "Pocahontas" mit einem Oscar geehrt wurden, fügen sich nahtlos in die Erzählung ein und werden entsprechend der schwermütigen Prämisse vorwiegend in getragenem Moll intoniert.

Der Vorspann zeigt den grausamen Richter Frollo (um Kontroversen zu vermeiden, wurde seine Figur vom Klerus in die Jurisdiktion verlegt), wie er hoch zu Roß Quasimodos Zigeunermutter in den Tod hetzt. Das monströse Baby wächst im Notre Dame auf, wo ihm sein "Mentor" Frollo regelmäßige Besuche abstattet. Die einzigen Freunde der einsamen, künstlerisch veranlagten Kreatur sind drei sprechende gothische Steinfiguren, die als die obligatorischen niedlich-spaßigen Sidekicks fungieren und sämtliche Lacher für sich verbuchen können. Beim alljährlichen Fest der Narren widersetzt sich Quasimodo den Geboten seines Meisters Frollo und begibt sich aus seiner sicheren Enklave im Glockengebälk in die verführerisch lockende Außenwelt (seiner Sehnsucht macht er mit dem Song "Out There" Luft), wo er vom unkontrolierten Pöbel prompt grausamen Demütigungen ausgesetzt wird. Die rassig-rebellische Zigeunertänzerin Esmeralda, von Demi Moore gesprochen, die auch als optisches Vorbild diente und einen provozierenden Speerstangentanz hinlegt, der "Striptease" alle Ehre gemacht hätte, kommt ihm couragiert zur Hilfe und zieht so den Unbill Frollos auf sich. Dieser verzehrt sich in glühender Leidenschaft nach ihr, was sich bei dem leidenschaftlichen Zwiegesang "Hellfire" offenbart. Esmeralda flüchtet sich in den nahen Notre Dame, wo sie sich mit Quasimodo anfreundet. Verliebt ist der bucklige Outcast fortan um das Wohl der kurvenreichen Schönen besorgt und findet in seinem Herz selbst die Größe, ihrem bärtigen Verehrer, dem Kapitän der Wache Phoebus (Kevin Kline bringt eine selbstironische Note ein), nicht nur den Vortritt zu lassen, sondern auch sein Leben zu retten. Im Notre Dame kommt es zum spektakulären Finale, bei dem Quasimodo seiner angestauten Verzweiflung mit siedendem Pech freien Lauf läßt.

Die hervorragend realisierte Animation, besonders die Kulisse des Notre Dame mit seinen imposanten Bleiglasimpressionen und atmosphärischen Licht- und Schatten-Bildkompositionen und das bunte Straßenleben des mittelalterlichen Paris, ist schlichtweg überwältigend. Die wunderschöne Optik und die deutliche Botschaft, daß nur innere Werte und wahre Freundschaft zählen, machen das Zeichentrickabenteuer trotz des teils vielleicht zu erwachsenen Gesamtkontexts zu einem berührenden Erlebnis und einem weiteren Meilenstein in der Geschichte des Animationsfilms. ara.

Der Glöckner von Notre Dame

Sprecher:  Tom Hulce  
  Demi Moore  
  Heidi Mollenhauer  
  Tony Jay  
  Kevin Kline  
  Paul Kandel  
  Jason Alexander  
  Charles Kimbrough  
  Mary Wickes  
  Jane Withers  
  David Ogden Stiers  
 
Regie:  Gary Trousdale  
  Kirk Wise  
Drehbuch:  Tab Murphy  
  Irene Mecchi  
  Bob Tzudiker  
  Noni White  
  Jonathan Roberts  
Produzent:  Don Hahn  
Buchvorlage:  Victor Hugo  
Schnitt:  Ellen Keneshea  
Musik:  Alan Menken  

Tim Burton eröffnet eigene Ausstellung mit Winona Ryder

Über 700 Exponate aus der Welt von Tim Burton sind im New York Museum of Modern Art zu bewundern.

Großansicht Skurriler Hit: "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" (Foto: Warner Home Video)

Skurriler Hit: "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" (Foto: Warner Home Video)

Die bunte Welt von Filmemacher Tim Burton kann man jetzt in einer Ausstellung im renommierten New York Museum of Modern Art nacherleben. Tim Burton selbst war bei der Eröffnung dabei und brachte neben allerlei Fans, Freunden und Kollegen auch Winona Ryder und Crispin Glover mit. Winona spielte mit Burton im Fantasymärchen "Edward mit den Scherenhänden" und Glover war zuletzt als Herzbube bei "Alice im Wunderland" zu sehen.

Die Retrospektive umfasst mehr als 700 Ausstellungsstücke, darunter Zeichnungen des Regisseurs, Puppen, Fotografien, Storyboards und Kostüme aus seinen berühmtesten Filmen.

Tim Burton im Museum

Der bekennende Fan von Horrofilmen und Comics Tim Burton liebt das Düster-Groteske und hat ein Herz für bizarre Freaks und Außenseitergestalten. Von ihm stammen einige der skurrilsten Werke der Filmgeschichte, wie "Tim Burton's Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche" oder "Mars Attacks!".

Als nächstes plant Burton, der zur Zeit noch an der Leinwandumsetzung der Vampir-Soap "Dark Shadows" mit seinem Lieblingsstar Johnny Depp sitzt, eine Neuverfilmung des "Glöckners von Notre Dame". Josh Brolin will produzieren und Quasimodo spielen - und Tim Burton führt natürlich Regie.

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