Originaltitel: Spinning into Butter
USA 2007
Sarah Jessica Parker
Mykelti Williamson
Beau Bridges
Regie: Mark Brokaw
Das malerische Vermont gehört traditionell zu den liberalen Bundesstaaten der USA. Hier, in der Idylle Neu-Englands, arbeitet Sarah Daniels (Sarah Jessica Parker) als Studiendekanin am Belmont-College. Die Institution gehört zu den Vorzeige-Schulen des Staates - umso schockierter fallen die Reaktionen aus, als es eines Tages zu einem rassistischen Vorfall kommt: Der afroamerikanische Student Simon Brick (Paul James) findet an seiner Zimmertür Zettel mit Schmähungen und Drohungen. Die Affäre bringt das liberale Selbstverständnis der renommierten Schule nachhaltig ins Wanken. Da Sarah bereits die Polizei alarmiert hat, kann die Dekanin Catherine Kenney (Miranda Richardson) den Vorfall nicht einfach unter den Teppich kehren. Die Recherchen des afroamerikanischen Fernsehreporters Aaron Carmichael (Mykelti Williamson) bereiten der Uniführung zusätzliche Kopfschmerzen. Allein Sarah ist bereit, überhaupt mit ihm zu reden. Mit einer Vollversammlung und pathetischen Reden vor den Schülern will die Lehrerschaft, allen voran der Ethik-Professor Burton Strauss (Beau Bridges), ihre liberale, antirassistische Haltung demonstrieren. Die Veranstaltung gerät zum Debakel - der heuchlerische Wirbel um den Vorfall entfacht bei den Schülern erbitterte Kontroversen um latenten Rassismus, aufgezwungene Political Correctness und Minderheitenförderung. In der folgenden Zeit kommt es zu weiteren, anonymen Drohungen gegen Brick. Dekanin Kenney und ihr Führungsstab geraten zusehends in Panik, fürchten sie doch um den guten Ruf der Universität. Auch Sarah verzweifelt über die Spirale aus Vorurteilen, Ressentiments und blindem Aktionismus - zumal sie durch den immer engeren Kontakt zu dem sympathischen Aaron auch mit ihren eigenen, lange verdrängten Vorurteilen konfrontiert wird.
Bei dem Namen Sarah Jessica Parker denken die meisten Zuschauer an die Kultserie "Sex and the City". Tatsächlich geht Parkers schauspielerische Bandbreite weit über die Verkörperung einer hippen New Yorker Society-Reporterin hinaus. Eine ihrer bemerkenswertesten Rollen der letzten Jahre spielte sie in "Der Feind in dir", der Verfilmung des umstrittenen Theaterstücks von Rebecca Gilman. In pointierten und provokanten Dialog-Gefechten zeigt der Film auf, wie fragil die Harmonie zwischen den ethnischen Gruppierungen in modernen Gesellschaften ist - und dass bereits ein kleiner Zwischenfall ausreicht, um die latenten Aggressionen und Frustrationen auf allen Seiten zum Vorschein zu bringen. Die größte Kritik übt "Der Feind in dir" denn auch an den gesetzlich verordneten Versuchen, Rassismus durch Floskeln, Quoten und Tabuisierungen "unsichtbar" zu machen, ohne die Wurzel des Problems wirklich anzugehen. Dem alltäglichen Rassismus, so die Haltung der Filmemacher, kann jeder Einzelne nur Herr werden, wenn er sich seinen eigenen Vorurteilen stellt. Neben Sarah Jessica Parker gehören Miranda Richardson ("Harry Potter und der Feuerkelch"), Beau Bridges ("Max Payne") und Mykelti Williamson ("Ali", "Heat") zum starken Ensemble des Films.
Quelle: ARD, www.ard.de
| Darsteller: | Sarah Jessica Parker | als Sarah Daniels | |
|---|---|---|---|
| Mykelti Williamson | als Aaron Carmichael | ||
| Beau Bridges | als Burton Strauss | ||
| Miranda Richardson | als Catherine Kenny | ||
| Paul James | als Simon Brick | ||
| James Rebhorn | als Winston Garvey | ||
| Peter Friedman | als Jay Salter | ||
| Becky Ann Baker | als Ruby | ||
| Richard Riehle | als Paul Meyers | ||
| Jake M. Smith | als Jason | ||
| Daniel Eric Gold | als Nathan | ||
| Jimonn Cole | als Tyler Hogan | ||
| Enver Gjokaj | als Greg Sullivan | ||
| Dewanda Wise | als Claudia Thompson | ||
| Jessi Campbell | als Lindsey | ||
| Emma Myles | als Anika | ||
| Regie: | Mark Brokaw | ||
| Drehbuch: | Rebecca Gilman | ||
| Doug Atchison | |||
| Produzent: | Sarah Jessica Parker | ||
| Norman Twain | |||
| Lou Pitt | |||
| Ryan Howe | |||
| Koproduzent: | Daniel Hank | ||
| Ausf. Produzent: | Roger Howe | ||
| Mark Davis | |||
| Buchvorlage: | Rebecca Gilman | ||
| Kamera: | John Thomas | ||
| Schnitt: | Suzy Elmiger | ||
| Musik: | Mark Davis | ||
| David van Tieghem | |||
| Produktionsdesign: | Michael Shaw | ||
| Kostüme: | Laura Bauer | ||
| Ton: | Jeff Pullman | ||
| Casting: | Daniel Swee | ||
Sarah Jessica Parker arbeitet nach dem Serienaus von "Sex and the City" emsig daran, ihre Kinokarriere wieder in Schwung zu bringen. Nach den Komödien "Zum Ausziehen verführt" und "Die Familie Stone - Verloben verboten" wird sie jetzt die Hauptrolle in "Vacancy" spielen.
In dem Thriller "Vacancy" spielt Sarah Jessica Parker eine Ehefrau, die zusammen mit ihrem Mann in einem einsamen Motel landet. Dabei merken beide zuerst nicht, dass in ihrem Zimmer mehrere Kameras versteckt sind.
Bald realisiert das Paar aber, dass es unbedingt aus der unheimlichen Herberge fliehen muss. Denn sonst besteht die große Gefahr, dass sie die unfreiwilligen Hauptdarsteller eines so genannten Snuff-Films werden. Dabei handelt es sich um Aufnahmen von realen Morden, die auf dem Schwarzmarkt zum Verkauf angeboten werden. In "Vacancy" kommt erschwerend hinzu, dass die Frau immer noch unter dem Tod ihres kleinen Sohns leidet. Die erste Klappe soll schon im Herbst dieses Jahres fallen.
Auch sonst ist Sarah Jessica Parker gut beschäftigt. Im Drama "Spinning into Butter" nimmt sie als Dekanin eines amerikanischen College den Kampf gegen den Rassismus auf.
Für 2007 ist die Komödie "Slammer" geplant. Als Publizistin landet die Blondine im Gefängnis in New York. Mit einem Musical, in dem alle Insassen mitspielen, versucht sie ihre Karriere zu retten. "Sex and the City" ist also endgültig Geschichte.
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