Originaltitel: Le samourai
Frankreich/Italien 1967
Alain Delon
Nathalie Delon
François Périer
Regie: Jean-Pierre Melville
Verleih: Studiocanal
Jeff ist ein bezahlter Killer, der seine Aufträge mit eiskalter Präzision und ohne Aufhebens ausführt. Die Schlinge zieht sich langsam zu, als ein Polizeiinspektor kompromißlos Jagd auf Jeff macht. Mit der gleichen Konsequenz, mit der er andere tötete, geht der eiskalte Engel bei seinem letzten Auftrag selber in den Tod.

Jean-Pierre Melvilles aufs höchste stilisiertes Meisterwerk kommt wieder in die Kinos. Nach dem Vorbild der US-Gangsterfilme mit James Cagney und Humphrey Bogart inszenierte er diesen unbeirrbar konsequenten Klassiker, in dem Alain Delon eine seiner allerbesten Rollen spielte.
| Darsteller: | Alain Delon | als Jeff Costello | |
|---|---|---|---|
| Nathalie Delon | als Jane | ||
| François Périer | als Kommissar | ||
| Cathie Rosier | als Valérie | ||
| Cathérine Jourdan | als Mädchen im Vestibül | ||
| Michel Boisrond | als Wiener | ||
| Jacques Leroy | als Killer | ||
| Jean-Pierre Posier | als Olivier Rey | ||
| Robert Favart | als Barkeeper | ||
| Carlo Nell | |||
| André Thorent | |||
| Georges Casati | |||
| Regie: | Jean-Pierre Melville | ||
| Drehbuch: | Jean-Pierre Melville | ||
| Produzent: | Eugene Lepicier | ||
| Kamera: | Henri Decaë | ||
| Jean Charvein | |||
| Schnitt: | Monique Bonnot | ||
| Yolande Maurette | |||
| Musik: | François de Roubaix | ||
"Sofia, gräm disch nischt!": Der diskrete Charme der französischen Bourgeoisie hat bei Amerikanern noch nie funktioniert.
"Freedom Fries" sind von der Speisekarte erst mal gestrichen: Sofia Coppola (Foto: Kurt Krieger)
Französischer Humor: Sofia Coppola dürfte für diese Variante des Scherzetreibens momentan nichts übrig haben. Denn die Art und Weise, in der die Regisseurin reingelegt wurde, hat mit augenzwinkernden Späßchen nichts zu tun.
Aufs Korn genommen wurde die Oscar-Gewinnerin, die derzeit in Frankreich dreht, von niemand Geringerem als Alain Delon. Wie jetzt bekannt wurde, wollte Coppola den mittlerweile 69-Jährigen für ihr "Marie-Antoinette"-Projekt als Darsteller von König Louis XV. gewinnen. Der französische Charmebolzen hatte ihr daraufhin mitgeteilt, dass er das Angebot akzeptieren würde und lud sie für nähere Gespräche zu einer Theateraufführung mit ihm ein.
Als Coppola nach dem Stück hinter die Bühne kam, warteten bereits zwei Fotografen auf sie. Nachdem sie ihre Aufnahmen von den zwei Filmberühmtheiten gemacht hatten, gingen Delon und Coppola gemeinsam Abendessen.
Das böse Erwachen sollte schließlich am nächsten Morgen kommen. Mehrere Zeitungen hatten die Fotos gedruckt und titelten mit der Schlagzeile, dass Delon den Part des Monarchen ausgeschlagen hatte. Sein Argument: Er könne keine Rolle spielen, in der er eine Perücke tragen müsse. Allerdings würde er jederzeit in einem zeitgenössischen Film der Amerikanerin spielen.
Allem Anschein nach hatte der eiskalte Engel den gesamten Abend inszeniert, um sich zurück ins Rampenlicht zu bringen. Coppola ist noch immer stinksauer. Die verschmähte Königsrolle hat mittlerweile Rip Torn angenommen.
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