Originaltitel: Witness
USA 1985
Harrison Ford
Kelly McGillis
Josef Sommer
Regie: Peter Weir
Verleih: Paramount
Inspector John Book soll einen Mord an einem Kollegen aufklären, den ein zehnjähriger Amish- Junge als einziger Zeuge beobachtet hat. Als er merkt, daß er mit dem Fall in ein Wespennest sticht, taucht Book in der ländlichen Sicherheit der Amish-People unter. Diese Nachfahren einer altdeutschen Reformsekte führen ein Leben mit den Mitteln des 16. Jahrhunderts, was für den überzeugten Großstädter Book eine Menge neuer Erfahrungen bedeutet. Auf die Bösewichte braucht er trotzdem nicht lange zu warten.

Einmal mehr inszeniert der passionierte australische Zivilisationskritiker Peter Weir ("Die letzte Flut") einen Culture Clash zwischen moderner High-Tech-Welt und harmonischer Natur- und Traditionsverbundenheit. Für Harrison Ford bot sich mit diesem cineastischen Esoteriktrip eine willkommene Gelegenheit, nach drei "Star Wars"-Missionen und zwei "Indiana Jones"-Auftritten aus dem Korsett des Superhelden auszubrechen. Die Folge war eine Oscarnominierung und eine weitere Zusammenarbeit mit Weir in "Mosquito Coast" (1986).
| Darsteller: | Harrison Ford | als John Book | |
|---|---|---|---|
| Kelly McGillis | als Rachel Lapp | ||
| Josef Sommer | als Deputy Schaeffer | ||
| Lukas Haas | als Samuel Lapp | ||
| Alexander Godunow | als Daniel Hochleitner | ||
| Jan Rubes | als Eli Lapp | ||
| Danny Glover | als McFee | ||
| Brent Jennings | |||
| Patti LuPone | |||
| Angus MacInnes | |||
| Frederick Rolf | |||
| Viggo Mortensen | |||
| John Garson | |||
| Regie: | Peter Weir | ||
| Drehbuch: | Earl W. Wallace | ||
| William Kelley | |||
| Pamela Wallace | |||
| Produzent: | Edward S. Feldman | ||
| Kamera: | John Seale | ||
| Schnitt: | Thom Noble | ||
| Musik: | Maurice Jarre | ||
260 klassische Filmküsse, 187 mal eifersüchtiges Gezanke und unzählige Lastwagenladungen von Taschentüchern für zu Tränen gerührte Kinogänger - Das ist das Ergebnis der 100 beliebtesten Liebesfilme Amerikas.
Gibt es überhaupt einen romantischeren Ort? Gedämpftes Licht, die Sitz- und Lümmelgelegenheiten mit weichem Samt überzogen, in den Händen das Lieblingseis. Und auf der großen Leinwand die zelluloidgewordene Erfüllung aller Jugendträume von Hingabe, Verzweiflung und der einen großen Liebe. Amor, dein Name ist Hollywood.
Nach über 80 Jahren zieht die Traumfabrik nun die Bilanz ihrer zahllosen Apelle an unsere sehnsuchtsvollen Herzen: Das renommierte American Film Institute (www.afi.com) hat eine Liste der 100 populärsten Liebesfilme veröffentlicht. Abgestimmt haben Kritiker, Autoren, Regisseure und Schauspieler.
Und der inoffizielle Oscar für den schönsten Schmachtfetzen aller Zeiten geht an - welch Überraschung - "Casablanca". Auch nach 60 Jahren größter Bemühungen der Schönen und Schönsten hat die Stadt der Engel kein größeres Traumpaar als Humphrey Bogart und Ingrid Bergman gefunden - da nützt auch Julia Roberts' imposanter Schmollmund nichts.
Klassisch liebt am Besten
Die "Pretty Woman" findet sich mit ihrer naiven Kurtisanenromanze an der Seite von Chefgigolo Richard Gere erst auf Platz 21 - wie die neueren Filme überhaupt wenig Land sehen im Vergleich mit den bildgewaltigen Klassikern.
So landet mit "Shakespeare in Love" der aktuellste Film unter den Top 100 gerade mal auf Platz 50 - wohlwollend gesagt gesichertes Mittelfeld, "tabellarisches Niemandsland" trifft's aber besser.
Auch Meg Ryans mustergültig vorgespielter Orgasmus brachte einen großen Liebesfilm der 80er nicht auf die filmgeschichtliche Überholspur. Für "Harry und Sally" gab's nur Platz 25. Beim Kampf von Stimmbanderotik und verbalen Anzüglichkeiten contra Cary Grants Gentleman-Attitüde siegt klar der Klassiker.
Ikonen unter sich
Grant brachte gleich sechs Filme unter die Top 100 und erstürmte mit "Die große Liebe meines Lebens" Platz 5. Als Leinwand-Lover fast genauso beliebt ist Humhrey Bogart, der es auf fünf Einträge in die Liebesliste bringt. Meg Ryan, die neuzeitliche Queen of Romantic Comedy, ist neben "Harry und Sally" nur noch mit "Schlaflos in Seattle" vertreten.
Dafür, dass Cary Grant als Filmbeau so unerreicht charmant wirkte, sorgte unter anderem Regisseur George Cukor: Er erwies sich statistisch als der Meister im herzergreifenden Inszenieren. So führte Cukor unter anderem bei "Die Nacht vor der Hochzeit" (Platz 44) Regie, der Grant als reumütigen Playboy an der Seite von Katharine Hepburn zeigte.
Sehnsüchtige Träume
Katharine wiederum macht zusammen mit ihrer Namensvetterin Audrey stolze elf Prozent der 100 schönsten Liebesgeschichten Hollwoods aus: Katharine erweichte sechs mal die Herzen ihrer Filmpartner, die "Fair Lady" Audrey fünf mal. Unvergessen ihr "Frühstück bei Tiffany" und die melancholische Weise "Moonriver", bei der wahre Tränenströme in die Stofftaschentücher flossen.
Apropos Fließen, das monumentale Liebesepos der 90er, "Titanic", ist richtungsweisend - zwar lediglich Platz 37 für Teenieschwarm Leo und seine propere Kate, dafür aber eine wichtige Gemeinsamkeit mit den Top Ten: In nur drei der zehn schönsten Liebesfilme aller Zeiten kriegen sich Männlein und Weiblein - sieben mal bleibt die Liebe unerfüllt.
Klar, wenn jeder Topf gleich sein Deckelchen findet, wer schaut dann noch Liebesfilme?
Boris Sunjic
Die 100 populärsten Liebesfilme:
Quelle: American Film Institute
Dass Harrison Ford 1996 zum erfolgreichsten Schauspieler des Jahrhunderts gewählt wurde und 2008 zum vierten Mal die Filmikone "Indiana Jones...
Ihr scheue Amish-Frau, die mit dem Chicago-Cop Harrison Ford in Peter Weirs fesselndem Kriminalfilm "Der einzige Zeuge" in der Scheune...
Film der Woche: Der Kult geht weiter, die Alien-Jäger blitzdingsen wieder! Will Smith reist in die Sixties, um den jungen Agent Kay (Josh Brolin) zu retten.
Preview der Woche: Schöne Komödie mit "Hannah Montana" Miley Cyrus, die sich in ihren besten Freund verliebt.