Von "Problembär" Bruno inspirierte TV-Komödie. http://images.kino.de/flbilder/max09/auto09/auto04/09040431/b150x150.jpg Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno

Filmdetails

Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno

Von "Problembär" Bruno inspirierte TV-Komödie.


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Kritik

Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno

Spritzige Komödie, die das traurige Schicksal des Problembären Bruno in eine Romanze für Tier wie Mensch umwandelt.



Ein Braunbär in freier Wildbahn sorgt als Grenzgänger zwischen Tirol und Bayern für Furore. Weil Meister Petz so manches Lämmlein reißt, immer wieder Bienenstöcke plündert und als größte Vorliebe Gartenwirtschaften aufsucht, um sich an Speis und Trank (gerne auch an einer Maß) der geflüchteten Gäste zu verlustieren, fordern die aufgeschreckten Menschen den Abschuss der "Bestie". Nach anfänglichem Zetern ringt man sich auch auf politischer Ebene zu dieser unpopulären Entscheidung durch, wobei Bayern wie Tiroler gleichermaßen hoffen, die Exekution möge doch beim Nachbarn über die Bühne gehen.

BR und ORF haben sich dieser deutsch-österreichischen Schicksalsgeschichte angenommen und zeigen sie als völlig überzeichnete Komödie mit nicht ganz kitschfreiem Happy End. Über die gesamten 90 Minuten verliert Xaver Schwarzenbergers Film zwar ein wenig vom Drive, den der vorab gezeigte Trailer des BR versprach. Unterhaltsam bleibt die Jagd auf Bruno dennoch. Auch die angezettelte Dreiecksgeschichte zwischen militanter Tierschützerin (Nadeshda Brennicke), aus Kanada importiertem Großwildjäger mit Tiroler Wurzeln (Fritz Karl) und einem auf den Bankrott zusteuernden Tierparkdirektor (Harald Krassnitzer) funktioniert gut. Vor allem Nadeshda Brennicke spielt die gleichsam unendlich naive, wie überaus gewitzte Tierschützerin ganz hervorragend - nur ihre widernatürlich groß wirkenden Lippen passen nicht zum Erscheinungsbild.

Ein tolldreister Einfall ist es, die finnischen Bärenjäger, die tatsächlich eingekauft wurden, aber deren Hunde in Hitze und alpiner Höhenluft schlapp machten, als immerzu Schnaps saufende Leningrad Cowboys zu verkaufen. Da wird das Klischee dann fast schon überstrapaziert. Trotz eindeutigen Wiedererkennungseffekts bleibt Stoiber-Darsteller Franz Kriege ein wenig blass. Ein ganz anderes Kaliber ist da der von Erwin Steinhauer gespielte Tiroler Landeshauptmann, der genüsslich seinem bayerischen Kollegen zum (vermeintlichen) Abschuss Brunos gratuliert. Den skurrilsten Auftritt bekommt jedoch Eisi Gulp als bayerischer Alpenindianer und Bärenflüsterer. fra.

Der Bär ist los! Die Geschichte von Bruno

Darsteller:  Harald Krassnitzer   als Konrad Rettensteiner
  Fritz Karl   als Hubert Wolfgruber
  Nadeshda Brennicke   als Linde Blümel
  Walter Sachers   als Jakob Krautschneider
  Johann Nikolussi   als Romed Krautschneider
  Erwin Steinhauer   als Tiroler Landeshauptmann
  Franz Kriege   als Bayerischer Ministerpräsident
  Herbert Knaup   als Matthias Lettenbichler
  Eisi Gulp   als Bayerischer Indianer
  Jarmo Mäkinen   als Aki
  Eero Milonoff   als Mika
  Claudia Wipplinger   als Frau Lettenbichler
  Klaus Haderer   als Tierarzt im Zoo
  Sissi Wolf   als Tiroler Telefonistin
  Pepi Pittl   als Tiroler Bauer
 
Regie:  Xaver Schwarzenberger  
Drehbuch:  Felix Mitterer  
Produzent:  Heinrich Ambrosch  
Kamera:  Michael Stöger  
Schnitt:  Helga Borsche  
Musik:  Hans-Jürgen Buchner  
  Haindling  
Produktionsdesign:  Petra Heim  
Kostüme:  Heidi Melinc  
Ton:  Roman Schwartz  
Casting:  Nicole Schmied  

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