Actionstar Vin Diesel tritt als Bodyguard einer siebenköpfigen Familie in die Fußstapfen von "Kindergarten Cop" Arnold Schwarzenegger. http://images.kino.de/flbilder/max05/mbiz05/mbiz12/z0512512/b150x150.jpg Der Babynator

Filmdetails

Der Babynator

Actionstar Vin Diesel tritt als Bodyguard einer siebenköpfigen Familie in die Fußstapfen von "Kindergarten Cop" Arnold Schwarzenegger.


Der Babynator
Start: 14.04.2005

Originaltitel: The Pacifier

Action / Komödie

USA 2005
Laufzeit: 95 Min.
FSK: ab 6 Jahre

Vin Diesel
Lauren Graham
Faith Ford

Regie: Adam Shankman
Verleih: Buena Vista

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Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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ansturm

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lau

Inhalt

Der Navy-SEAL Shane Wolfe (Vin Diesel) steht vor seiner bisher schwierigsten Aufgabe: Er muss den Personenschutz für die fünf nunmehr verwaisten Kinder des vor seinen Augen ermordeten Wissenschaftlers Plummer übernehmen. Wolfe will auf keinen Fall noch einmal versagen und ist für den Kampf gegen böse Buben mit Hightech-Waffenarsenal auch bestens gerüstet. Bloß den Umgang mit trotzigen Teenagern, fiesen Kleinkindern und schmutzigen Windeln hätte sich der Muskelmann irgendwie einfacher vorgestellt.

Vin Diesel, personifizierter Türsteheralptraum unter Amerikas Action-Hauklötzen der nächsten Generation, folgt mit einem hübsch destruktiven Kuscheleinsatz der kleinen Arnold-Fibel auf dem Weg nach ganz oben.


Kritik

Regisseur Adam Shankman ("Wedding Planner") schickt Action-Star Vin Diesel als Babysitter auf die härteste Mission seines Lebens.

Großansicht Als Packesel und Ersatzvater lernt Shane Wolfe seine Schwächen kennen (Foto: Buena Vista)

Als Packesel und Ersatzvater lernt Shane Wolfe seine Schwächen kennen (Foto: Buena Vista)

Hollywood liebt seine Fisch-auf-dem-Fahrrad-Geschichten. Besonders beliebt sind starke Männer in "schwachen" Frauenrollen, wie Arnold Schwarzenegger in "Kindergarten Cop" oder Michael Keaton als "Mr. Mom".

Jetzt darf mit "xXx - Triple X"-Hüne Vin Diesel einer der Stärksten sein Können als Nanny unter Beweis stellen - und "Der Babynator" ist alles andere als begeistert.

Als man nämlich einen an Geheimprojekten arbeitenden Wissenschaftler ermordet, fällt Navy SEAL Shane Wolfe (Diesel) die undankbare Aufgabe zu, auf dessen Familie aufzupassen.

Großansicht Gefährliche Bomben wollen entschärft werden (Foto: Buena Vista)

Gefährliche Bomben wollen entschärft werden (Foto: Buena Vista)

Mit Fläschchen auf Mörderjagd

Fünf quirlige Kids, vom quietschfidelen Baby bis hin zur schwer pubertierenden Ältesten Zoe (Brittany Snow), machen dem Kriegsgebiet-erfahrenen Muskelmann daraufhin das Leben schwer - ganz zu schweigen von deren eigensinnigem rumänischen Kindermädchen Helga (Carol Kane).

Neben dem Jonglieren mit Windeln und Fläschchen, Schultaschen und anderen Kindersorgen gilt es zudem auch noch die Mörder des Vaters dingfest zu machen. Schon bald wünscht sich Shane wieder sehnlichst an die Front zurück, wo er riskante Spezialeinsätze leiten kann und das Leben an einem seidenen Faden hängt.

Doch dieser Auftrag ist die größte Herausforderung seines Lebens und alles andere als ein Kinderspiel.

Großansicht Immer auf der Hut vor dem Feind (Foto: Buena Vista)

Immer auf der Hut vor dem Feind (Foto: Buena Vista)

Muskelpaket auf Abwegen

Brachte er zuletzt noch Steve Martin und Queen Latifah in "Haus über Kopf" amüsant unter einen Hut, legt Regisseur Adam Shankman bei dieser turbulenten Family-Action-Comedy noch einen Zahn - und eine ganze Kinderschar - zu.

Als "Der Babynator" gibt Action-Idol Vin Diesel eine sympathische Figur ab und sorgt mit Reibeisenstimme und Mammut-Bizeps für reichlich Situationskomik. Gefahrenzone Haushalt - nur selten wurde sie so amüsant geschildert wie in diesem herzerwärmenden Komödienknaller, der dem Top-Star Diesel Gelegenheit bietet, endlich auch mal seine komische Seite zu präsentieren.

Der Babynator

Darsteller:  Vin Diesel   als Shane Wolfe
  Lauren Graham   als Direktorin Claire Fletcher
  Faith Ford   als Julie Plummer
  Brittany Snow   als Zoe
  Max Thieriot   als Seth
  Chris Potter   als Capt. Bill Fawcett
  Carol Kane   als Helga
  Brad Garrett   als Vizedirektor Murney
  Morgan York   als Lulu
  Kegan Hoover   als Peter
  Tate Donovan   als Howard Plummer
  Scott Thompson   als Regisseur
  Denis Akiyama   als Mr. Chun
  Mung Ling Tsui   als Mrs. Chun
  Anne Fletcher   als Liesel
 
Regie:  Adam Shankman  
Drehbuch:  Thomas Lennon  
  Robert Ben Garent  
Produzent:  Gary Barber  
  Roger Birnbaum  
  Jonathan Glickman  
Ausf. Produzent:  Derek Evans  
  George Zakk  
  Adam Shankman  
  Jennifer Gibgot  
  Garrett Grant  
Kamera:  Peter James  
Schnitt:  Christopher Greenbury  
Musik:  John Debney  
Produktionsdesign:  Linda DeScenna  
Kostüme:  Kirston Leigh Mann  
Ton:  Solange S. Schwalbe  
Casting:  Victoria Thomas  

"Ich möchte in allen Genres Filme drehen"

Bislang glänzten bei Leinwandauftritten von Vin Diesel vor allem sein kahles Haupt und die dicken Arme. Seine Action-Rollen würzte er gerne mit dem Hinweis auf die Vergangenheit als Türsteher. Mit dem Wechsel ins Komödienfach arbeitet er nun auf große Ziele hin.

Großansicht Vin Diesel zeigt neue Facetten (Foto: Kurt Krieger)

Vin Diesel zeigt neue Facetten (Foto: Kurt Krieger)

» Im Filmgeschäft heißt es: Drehe niemals einen Film mit Kindern oder Tieren, sie stehlen dir die Show. Warum sind Sie diesem Rat nicht gefolgt?

VIN DIESEL

: Das allein wäre ein mieser Grund, so einen Film nicht zu machen. Und wer sagt so etwas? Das sind meistens Leute, die fürs Budget verantwortlich sind und sich um Geld Sorgen machen. Das Problem ist, dass Kinder und Tiere unvorhersehbar sind. Manchmal müssen deswegen Drehtage überzogen werden. Von der schauspielerischen Seite aus gesehen gibt es nichts besseres, als eine Einstellung mit einem neun Monate alten Baby zu teilen: Du kannst nichts falsch machen, lass' einfach das Baby machen.

» Die Arbeit mit Kindern macht Ihnen offenbar Spaß. Wie steht es mit eigenen Kindern?

Ich liebe Kinder! Nur: ich habe momentan keine. Ich kann aber versichern, dass "Der Babynator" bei mir Instinkte geweckt hat: Ich möchte unbedingt Vater werden.

Großansicht Diesel kann auch ohne Werkzeuge wickeln (Foto: Buena Vista)

Diesel kann auch ohne Werkzeuge wickeln (Foto: Buena Vista)

» Anscheinend können Sie ganz gut mit Kindern umgehen. Am Set nannten Sie alle den "Babyflüsterer".

Ja, stimmt. Das mit dem Spitznamen kam so: Ich verbrachte sehr viel Zeit mit diesen Kids. Deswegen war ich die Person am Set, bei der sie sich wohl fühlten. Das ging dann so weit, dass es in Drehpausen plötzlich an meiner Wohnwagentür klopfte, jemand mit einem weinenden Baby dastand und mich bat, das Kind zu beruhigen. Als das klappte, nannten sie mich den Babyflüsterer.

» Mussten Sie eigentlich das Windelwechseln für "Der Babynator" extra lernen?

Nein, das konnte ich vorher schon, brauchte auch keine mechanischen Werkzeuge dafür. Ich hatte es zwar längere Zeit schon nicht mehr machen müssen. Aber beim "Babynator" war es auch meist pürierte Bohnensuppe und kein echter "Baby-Biomüll".

Großansicht So kannten ihn die Zuschauer bislang: Vin Diesel in "Riddick - Chroniken eines Kriegers" (Foto: UIP)

So kannten ihn die Zuschauer bislang: Vin Diesel in "Riddick - Chroniken eines Kriegers" (Foto: UIP)

» Sie haben in letzter Zeit sehr erfolgreiche Filme abgedreht. Haben Sie jetzt einen anderen Status in Hollywood? Und warum haben Sie "xXx - Triple X 2" nicht gemacht?

Das hört sich jetzt verrückt an: Ich werde von Charakteren und der Geschichte inspiriert. Und ich wollte eine Komödie für meine Nichten und Neffen drehen. Denn für meine bisherigen Filme sind sie noch zu jung. Als ich verschiedene Projekte prüfte, entdeckte ich im Drehbuch zu "Der Babynator" etwas Frisches. Ich fand interessant, wie es geschrieben war, und sehr clever, wie diese unterschiedlichen Charaktere in die Geschichte eingebaut sind.

Das einfachste für mich wäre, Filme einfach wegen des vielen Geldes zu machen und eine Fortsetzung nach der anderen zu drehen. Aber das wird nicht geschehen. Es kostete mich beispielsweise fünf Jahre, "Riddick - Chroniken eines Kriegers" zu realisieren. Und auf das Ergebnis bin ich sehr stolz! Mir geht es nicht um viel Geld dabei. Das inspiriert mich nicht. Da gibt es eine Million Dinge, die ich lieber machen würde.

Großansicht Hält Ausschau nach neuen Herausforderungen: Diesel in "The Fast and the Furious" (Foto: Universal)

Hält Ausschau nach neuen Herausforderungen: Diesel in "The Fast and the Furious" (Foto: Universal)

» Was inspiriert Sie dann?

Ich habe gerade erst das Gerichts-Drama "Find Me Guilty" mit Sidney Lumet abgedreht - dem König des Genres. Der Film hat weniger gekostet, als ich normalerweise als Gage bekomme. Aber die Erfahrung war überwältigend. Bevor ich noch "Multifacial" und "Strays" gedreht habe und studierte, hatte ich das Buch "Filme machen" von Sidney Lumet gelesen. Dieses Buch hat mich zu jener Zeit am meisten beeinflusst. Ich habe es auch als Anleitung benutzt, um selbst einen Kurzfilm zu drehen. Und zehn Jahre später bekomme ich die Gelegenheit, durch die Schule des Meisters zu gehen!

Darüber hinaus war die Rolle, die ich dort spiele, sehr interessant. So kann ich auf meine Art kommunizieren: wie ein Schriftsteller oder Komponist. Damit drücke ich mich selbst aus.

Großansicht Muskeln für den komödiantischen Zweck: "Babynator" (Foto: Buena Vista)

Muskeln für den komödiantischen Zweck: "Babynator" (Foto: Buena Vista)

» Es ist also mehr eine Sehnsucht... ?

Ja, es ist eine Sehnsucht, diese interessanten Rollen zu erforschen, in einigen Fällen auch neue Genres auszuprobieren. Wie jetzt beim "Babynator": Ich hatte noch nie eine Komödie gedreht. Wenn dieses Verlangen nicht wäre, wäre jede gezahlte Summe zu wenig, wenn du eigentlich gar nicht mitmachen möchtest. Schließlich bist du mit so einem Projekt über ein Jahr beschäftigt.

» Sehen das die Studios genauso? Oder wollen sie Sie in eine Schublade stecken und legen Ihnen nur bestimmte Drehbücher vor?

Nein, bis jetzt noch nicht. Aber wenn du viel Geld verdienst und viel Erfolg hast, dann versuchen die Studios oft, etwas voranzutreiben, nur damit sie schnell einen Hit landen.

Großansicht Bereits in "Der Babynator" romantisch: Vin mit Partnerin (Foto: Buena Vista)

Bereits in "Der Babynator" romantisch: Vin mit Partnerin (Foto: Buena Vista)

» Wir kennen Sie nun als Action-Held und Babysitter. Sehen wir Sie bald auch als Lover in einem romantischen Liebesfilm?

Liebend gerne! Ich versuche, meine Entscheidungen so zu fällen, dass ich den besten Film mache. Bislang kann ich sagen: ich bereue keinen einzigen! Ich bin auf jeden Film stolz, den ich gedreht habe. Ich habe nicht - wie andere Leute - einen, für den ich mich schäme, bei dem ich sagen müsste: "Ich weiß nicht, was da passiert ist". Ich reiße mir bei jedem Projekt den Arsch auf.

» Werden Sie mit zunehmendem Alter andere Entscheidungen treffen?

Ich wäge jetzt schon nach meinem Alter ab, meiner Verfassung und dem, was ich schon gemacht habe und was ich noch ausprobieren möchte. All das spielt da eine Rolle. Und ich mag es, Leute zu unterhalten. Schon als Kind und auch als ich am Broadway kein Engagement bekam, unterhielt ich die Leute dadurch, dass ich auf der Straße tanzte.

Großansicht In "Extreme Rage" wagte sich Vin mit Jaquéline Obrados in den Clinch (Foto: Warner)

In "Extreme Rage" wagte sich Vin mit Jaquéline Obrados in den Clinch (Foto: Warner)

» Wer wäre denn Ihre Lieblingspartnerin in einem Liebesfilm?

Eine gute Frage. Was glauben Sie?

» Keine Ahnung. Nicole Kidman, Penélope Cruz, Charlize Theron?

Charlize ist sehr gut. Ich habe viele Lieblingspartnerinnen. Am längsten musste ich warten, um mit Judi Dench zu arbeiten. Gott sei Dank hat das in "Riddick - Chroniken eines Kriegers" geklappt.

» Wo sehen Sie sich in zehn, zwanzig Jahren?

Ah, diese Frage stelle ich sonst immer den anderen. Ich möchte auf jeden Fall weiterhin Filme drehen. Denn das ist der beste Job, den ich mir vorstellen kann. Und ich möchte in allen Genres Filme machen.

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