Originaltitel: The Pacifier
USA 2005
Vin Diesel
Lauren Graham
Faith Ford
Regie: Adam Shankman
Verleih: Buena Vista
Der Navy-SEAL Shane Wolfe (Vin Diesel) steht vor seiner bisher schwierigsten Aufgabe: Er muss den Personenschutz für die fünf nunmehr verwaisten Kinder des vor seinen Augen ermordeten Wissenschaftlers Plummer übernehmen. Wolfe will auf keinen Fall noch einmal versagen und ist für den Kampf gegen böse Buben mit Hightech-Waffenarsenal auch bestens gerüstet. Bloß den Umgang mit trotzigen Teenagern, fiesen Kleinkindern und schmutzigen Windeln hätte sich der Muskelmann irgendwie einfacher vorgestellt.
Vin Diesel, personifizierter Türsteheralptraum unter Amerikas Action-Hauklötzen der nächsten Generation, folgt mit einem hübsch destruktiven Kuscheleinsatz der kleinen Arnold-Fibel auf dem Weg nach ganz oben.
Regisseur Adam Shankman ("Wedding Planner") schickt Action-Star Vin Diesel als Babysitter auf die härteste Mission seines Lebens.
Als Packesel und Ersatzvater lernt Shane Wolfe seine Schwächen kennen (Foto: Buena Vista)
Hollywood liebt seine Fisch-auf-dem-Fahrrad-Geschichten. Besonders beliebt sind starke Männer in "schwachen" Frauenrollen, wie Arnold Schwarzenegger in "Kindergarten Cop" oder Michael Keaton als "Mr. Mom".
Jetzt darf mit "xXx - Triple X"-Hüne Vin Diesel einer der Stärksten sein Können als Nanny unter Beweis stellen - und "Der Babynator" ist alles andere als begeistert.
Als man nämlich einen an Geheimprojekten arbeitenden Wissenschaftler ermordet, fällt Navy SEAL Shane Wolfe (Diesel) die undankbare Aufgabe zu, auf dessen Familie aufzupassen.
Fünf quirlige Kids, vom quietschfidelen Baby bis hin zur schwer pubertierenden Ältesten Zoe (Brittany Snow), machen dem Kriegsgebiet-erfahrenen Muskelmann daraufhin das Leben schwer - ganz zu schweigen von deren eigensinnigem rumänischen Kindermädchen Helga (Carol Kane).
Neben dem Jonglieren mit Windeln und Fläschchen, Schultaschen und anderen Kindersorgen gilt es zudem auch noch die Mörder des Vaters dingfest zu machen. Schon bald wünscht sich Shane wieder sehnlichst an die Front zurück, wo er riskante Spezialeinsätze leiten kann und das Leben an einem seidenen Faden hängt.
Doch dieser Auftrag ist die größte Herausforderung seines Lebens und alles andere als ein Kinderspiel.
Brachte er zuletzt noch Steve Martin und Queen Latifah in "Haus über Kopf" amüsant unter einen Hut, legt Regisseur Adam Shankman bei dieser turbulenten Family-Action-Comedy noch einen Zahn - und eine ganze Kinderschar - zu.
Als "Der Babynator" gibt Action-Idol Vin Diesel eine sympathische Figur ab und sorgt mit Reibeisenstimme und Mammut-Bizeps für reichlich Situationskomik. Gefahrenzone Haushalt - nur selten wurde sie so amüsant geschildert wie in diesem herzerwärmenden Komödienknaller, der dem Top-Star Diesel Gelegenheit bietet, endlich auch mal seine komische Seite zu präsentieren.
| Darsteller: | Vin Diesel | als Shane Wolfe | |
|---|---|---|---|
| Lauren Graham | als Direktorin Claire Fletcher | ||
| Faith Ford | als Julie Plummer | ||
| Brittany Snow | als Zoe | ||
| Max Thieriot | als Seth | ||
| Chris Potter | als Capt. Bill Fawcett | ||
| Carol Kane | als Helga | ||
| Brad Garrett | als Vizedirektor Murney | ||
| Morgan York | als Lulu | ||
| Kegan Hoover | als Peter | ||
| Tate Donovan | als Howard Plummer | ||
| Scott Thompson | als Regisseur | ||
| Denis Akiyama | als Mr. Chun | ||
| Mung Ling Tsui | als Mrs. Chun | ||
| Anne Fletcher | als Liesel | ||
| Regie: | Adam Shankman | ||
| Drehbuch: | Thomas Lennon | ||
| Robert Ben Garent | |||
| Produzent: | Gary Barber | ||
| Roger Birnbaum | |||
| Jonathan Glickman | |||
| Ausf. Produzent: | Derek Evans | ||
| George Zakk | |||
| Adam Shankman | |||
| Jennifer Gibgot | |||
| Garrett Grant | |||
| Kamera: | Peter James | ||
| Schnitt: | Christopher Greenbury | ||
| Musik: | John Debney | ||
| Produktionsdesign: | Linda DeScenna | ||
| Kostüme: | Kirston Leigh Mann | ||
| Ton: | Solange S. Schwalbe | ||
| Casting: | Victoria Thomas | ||
Bislang glänzten bei Leinwandauftritten von Vin Diesel vor allem sein kahles Haupt und die dicken Arme. Seine Action-Rollen würzte er gerne mit dem Hinweis auf die Vergangenheit als Türsteher. Mit dem Wechsel ins Komödienfach arbeitet er nun auf große Ziele hin.
: Das allein wäre ein mieser Grund, so einen Film nicht zu machen. Und wer sagt so etwas? Das sind meistens Leute, die fürs Budget verantwortlich sind und sich um Geld Sorgen machen. Das Problem ist, dass Kinder und Tiere unvorhersehbar sind. Manchmal müssen deswegen Drehtage überzogen werden. Von der schauspielerischen Seite aus gesehen gibt es nichts besseres, als eine Einstellung mit einem neun Monate alten Baby zu teilen: Du kannst nichts falsch machen, lass' einfach das Baby machen.
Ich liebe Kinder! Nur: ich habe momentan keine. Ich kann aber versichern, dass "Der Babynator" bei mir Instinkte geweckt hat: Ich möchte unbedingt Vater werden.
Ja, stimmt. Das mit dem Spitznamen kam so: Ich verbrachte sehr viel Zeit mit diesen Kids. Deswegen war ich die Person am Set, bei der sie sich wohl fühlten. Das ging dann so weit, dass es in Drehpausen plötzlich an meiner Wohnwagentür klopfte, jemand mit einem weinenden Baby dastand und mich bat, das Kind zu beruhigen. Als das klappte, nannten sie mich den Babyflüsterer.
Nein, das konnte ich vorher schon, brauchte auch keine mechanischen Werkzeuge dafür. Ich hatte es zwar längere Zeit schon nicht mehr machen müssen. Aber beim "Babynator" war es auch meist pürierte Bohnensuppe und kein echter "Baby-Biomüll".
So kannten ihn die Zuschauer bislang: Vin Diesel in "Riddick - Chroniken eines Kriegers" (Foto: UIP)
Das hört sich jetzt verrückt an: Ich werde von Charakteren und der Geschichte inspiriert. Und ich wollte eine Komödie für meine Nichten und Neffen drehen. Denn für meine bisherigen Filme sind sie noch zu jung. Als ich verschiedene Projekte prüfte, entdeckte ich im Drehbuch zu "Der Babynator" etwas Frisches. Ich fand interessant, wie es geschrieben war, und sehr clever, wie diese unterschiedlichen Charaktere in die Geschichte eingebaut sind.
Das einfachste für mich wäre, Filme einfach wegen des vielen Geldes zu machen und eine Fortsetzung nach der anderen zu drehen. Aber das wird nicht geschehen. Es kostete mich beispielsweise fünf Jahre, "Riddick - Chroniken eines Kriegers" zu realisieren. Und auf das Ergebnis bin ich sehr stolz! Mir geht es nicht um viel Geld dabei. Das inspiriert mich nicht. Da gibt es eine Million Dinge, die ich lieber machen würde.
Hält Ausschau nach neuen Herausforderungen: Diesel in "The Fast and the Furious" (Foto: Universal)
Ich habe gerade erst das Gerichts-Drama "Find Me Guilty" mit Sidney Lumet abgedreht - dem König des Genres. Der Film hat weniger gekostet, als ich normalerweise als Gage bekomme. Aber die Erfahrung war überwältigend. Bevor ich noch "Multifacial" und "Strays" gedreht habe und studierte, hatte ich das Buch "Filme machen" von Sidney Lumet gelesen. Dieses Buch hat mich zu jener Zeit am meisten beeinflusst. Ich habe es auch als Anleitung benutzt, um selbst einen Kurzfilm zu drehen. Und zehn Jahre später bekomme ich die Gelegenheit, durch die Schule des Meisters zu gehen!
Darüber hinaus war die Rolle, die ich dort spiele, sehr interessant. So kann ich auf meine Art kommunizieren: wie ein Schriftsteller oder Komponist. Damit drücke ich mich selbst aus.
Ja, es ist eine Sehnsucht, diese interessanten Rollen zu erforschen, in einigen Fällen auch neue Genres auszuprobieren. Wie jetzt beim "Babynator": Ich hatte noch nie eine Komödie gedreht. Wenn dieses Verlangen nicht wäre, wäre jede gezahlte Summe zu wenig, wenn du eigentlich gar nicht mitmachen möchtest. Schließlich bist du mit so einem Projekt über ein Jahr beschäftigt.
Nein, bis jetzt noch nicht. Aber wenn du viel Geld verdienst und viel Erfolg hast, dann versuchen die Studios oft, etwas voranzutreiben, nur damit sie schnell einen Hit landen.
Liebend gerne! Ich versuche, meine Entscheidungen so zu fällen, dass ich den besten Film mache. Bislang kann ich sagen: ich bereue keinen einzigen! Ich bin auf jeden Film stolz, den ich gedreht habe. Ich habe nicht - wie andere Leute - einen, für den ich mich schäme, bei dem ich sagen müsste: "Ich weiß nicht, was da passiert ist". Ich reiße mir bei jedem Projekt den Arsch auf.
Ich wäge jetzt schon nach meinem Alter ab, meiner Verfassung und dem, was ich schon gemacht habe und was ich noch ausprobieren möchte. All das spielt da eine Rolle. Und ich mag es, Leute zu unterhalten. Schon als Kind und auch als ich am Broadway kein Engagement bekam, unterhielt ich die Leute dadurch, dass ich auf der Straße tanzte.
Eine gute Frage. Was glauben Sie?
Charlize ist sehr gut. Ich habe viele Lieblingspartnerinnen. Am längsten musste ich warten, um mit Judi Dench zu arbeiten. Gott sei Dank hat das in "Riddick - Chroniken eines Kriegers" geklappt.
Ah, diese Frage stelle ich sonst immer den anderen. Ich möchte auf jeden Fall weiterhin Filme drehen. Denn das ist der beste Job, den ich mir vorstellen kann. Und ich möchte in allen Genres Filme machen.
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