Originaltitel: The Sum of All Fears
USA 2002
Ben Affleck
Morgan Freeman
James Cromwell
Regie: Phil Alden Robinson
Verleih: Paramount
Neonazis zünden eine Atombombe in einem vollbesetzten Football-Stadion und schieben die Tat russischen Militärs in die Schuhe. Deren neuer Präsident Nemerov (Ciaran Hinds) ist wenig amüsiert, als die Amerikaner ihm daraufhin einen vernichtenden Gegenschlag ankündigen. CIA-Agent Jack Ryan (Ben Affleck), der den russischen Chef eigentlich als netten Kerl schätzt, bekommt alle Hände voll zu tun, einen Weltkrieg abzuwenden und die wahren Schuldigen ihrer gerechten Strafe zuzuführen.
Der Kalte Krieg läßt nochmal grüßen, wenn "Pearl Harbor"-Held Ben Affleck sein Debüt in der Rolle des von Tom Clancy erdachten US-Superagenten Ryan gibt, der zuvor von Alec Baldwin ("Jagd auf Roter Oktober") bzw. Harrison Ford ("Die Stunde der Patrioten", "Das Kartell") dargestellt wurde.
Wenn skrupellose Männer Russland und die USA in einen Atomkrieg treiben wollen, rettet "Pearl Harbor"-Star Ben Affleck als CIA-Agent Jack Ryan erneut die Welt am Abgrund.
Auch wenn man selbst einen anderen Eindruck hat, gilt die Gegenwart als Zeitalter der Entspannung. Das psychologische Säbelrasseln der Supermächte, auch Kalter Krieg genannt, ist Vergangenheit, ihre Abschreckungswaffen aber noch nicht.
Laut Statistik sind 164 Nuklearsprengköpfe vom Kontroll-Radar beider Mächte nicht aufzuspüren. Beruhigend kommt hinzu, dass mindestens 20 Länder Massenvernichtungswaffen besitzen oder entwickeln.
Diese erschreckenden Fakten bilden den Hintergrund für einen der spannendsten Thriller des Kinojahres, der den Bestseller "Das Echo aller Furcht" dramatisch und intelligent ins Kino bringt. Nach "Jagd auf "Roter Oktober"", "Die Stunde der Patrioten" und "Das Kartell" ist "Der Anschlag" die vierte Tom Clancy-Adaption. Und zum dritten Mal erhält Jack Ryan ein neues Gesicht.
Nach Alec Baldwin und Harrison Ford spielt nun Ben Affleck den CIA-Profi, der es dank Clancy einmal bis zum Präsidenten der USA bringen wird.
"Der Anschlag" zeigt Ryan am Anfang seiner Karriere, als jungen Russland-Experten, der mit einer Ärztin liiert ist, die keine Ahnung hat, dass der Mann in ihrem Bett für den Geheimdienst arbeitet und in 120 Thrillerminuten die Welt retten wird.
Weil Clancys Vorlage in die Gegenwart verlegt wurde, damit nach den Ereignissen der ersten drei Filme spielt, aber Ryan jünger als seine Vorgänger ist, gibt es für alle Verwirrten nur eine Patentlösung: einen radikalen Neuanfang mit Ben Affleck. Dank der sensiblen Inszenierung von Regisseur Phil Alden Robinson ("Sneakers") gelingt dies problemlos.
Erwartet werden darf ein smarter Agenten- und Politthriller, der aufregendes Entertainment bietet, aber statt ausgestelltem Action-Overkill sich in effektiver Zurückhaltung übt.
Mit einem Rückblick auf 1973 nimmt der Plot Fahrt auf, als ein israelischer Bomber über Syrien abgeschossen wird und dessen Nuklearrakete im Wüstensand verschwindet. Fast 30 Jahre später wird sie entdeckt, landet auf verschlungenen Wegen bei einem reichen Geschäftsmann, der mit dieser Massenvernichtungswaffe einen Nuklearkrieg zwischen den USA und Russland provozieren will, um seine rechtsextremen Träume (bei Clancy noch islamischer Fundamentalismus) verwirklichen zu können.
Von dieser unsichtbaren Bedrohung ahnt die CIA nichts. Nach dem Tod des russischen Präsidenten begleitet Russlandexperte Ryan seinen Chef Cabot (Morgan Freeman) nach Moskau, um den Nachfolger kennen zu lernen und die Abrüstungsfabriken zu inspizieren.
Nachdem drei Wissenschaftler, allesamt Nuklearexperten, unauffindbar bleiben, hetzt Cabot seinen Kampfhund Clark (cool: Liev Schreiber) und Ryan auf deren Fährte. Als die beiden Agenten schließlich das Geheimnis um die Konstrukteure lösen, erreicht deren Arbeitsprodukt die US-Küste.
Die folgende Katastrophe erwischt auch den Zuschauer unvorbereitet. Schwitzend fiebert man mit, wie die Supermächte von unsichtbarer Hand zu gegenseitiger Totalvernichtung getrieben werden, wie in beiden Regierungen Emotion mit Vernunft kämpft und Jack Ryan am Ende alle Schlüssel zur Verhinderung des Unvorstellbaren in seinen Händen hält. Ein Anschlag auch auf unsere Nerven.
| Darsteller: | Ben Affleck | als Jack Ryan | |
|---|---|---|---|
| Morgan Freeman | als DCI William Cabot | ||
| James Cromwell | als Präsident Fowler | ||
| Liev Schreiber | als John Clark | ||
| Alan Bates | als Richard Dressler | ||
| Philip Baker Hall | als Verteidigungsminist. Becker | ||
| Ron Rifkin | als Außenminister Owens | ||
| Bruce McGill | als Sicherheitsberater Revell | ||
| Ciarán Hinds | als Präsident Nemerov | ||
| Bridget Moynahan | als Dr. Cathy Muller | ||
| Colm Feore | als Olson | ||
| Josef Sommer | als Senator Jessup | ||
| Ken Jenkins | als Admiral Pollack | ||
| Michael Byrne | als Anatoli Grushkov | ||
| John Beasley | als General Lasseter | ||
| Jamie Harrold | als Dillon | ||
| Regie: | Phil Alden Robinson | ||
| Drehbuch: | Paul Attanasio | ||
| Daniel Pyne | |||
| Produzent: | Mace Neufeld | ||
| Ausf. Produzent: | Stratton Leopold | ||
| Tom Clancy | |||
| Buchvorlage: | Tom Clancy | ||
| Kamera: | John W. Lindley | ||
| Schnitt: | Neil Travis | ||
| Musik: | Jerry Goldsmith | ||
| Produktionsdesign: | Jeannine Oppewall | ||
| Andrew Neskoromny | |||
| Claude Pare | |||
| Martin Gendron | |||
| Isabelle Guay | |||
| Michele Laliberte | |||
| Kostüme: | Marie-Sylvie Deveau | ||
| Ton: | Patrick Rousseau | ||
Erst der Mega-Flop "Liebe mit Risiko", dann die gescheiterte Beziehung mit J. Lo - Ben Affleck hat's momentan wirklich nicht leicht. Doch der Superstar lässt sich nicht entmutigen, sondern will sein berufliches und privates Tief so schnell wie möglich hinter sich lassen.
Die beste Weg: Arbeiten, bis der Arzt kommt: Nach der Ankündigung, dass er wieder mit Kumpel Matt Damon an einem Drehbuch arbeiten wolle, präsentiert Affleck bereits das nächste Projekt. In der Krimi-Adaption "Brat Farrar" soll er die Hauptrolle übernehmen.
Der britische Krimi der Theater- und Romanautorin Josephine Tey aus dem Jahr 1949 gilt als Genre-Klassiker und wurde bereits 1963 unter dem Titel "Paranoiac" verfilmt. Damals spielte der vor vier Jahren verstorbene Brite Oliver Reed ("Gladiator") die Hauptrolle.
In "Brat Farrar" steht eine wohlhabende englische Familie im Mittelpunkt, die einst zwei Söhne hatte. Patrick, der ältere, gilt seit acht Jahren als tot. Als sein Zwilling Simon an seinem 21. Geburtstag das Familienerbe antreten will, taucht plötzlich ein gewisser Brat Farrar auf. Er sieht Simon zum Verwechseln ähnlich und will das Erbe antreten.
Abgesehen vom Hauptdarsteller stehen weder die übrige Besetzung des Films noch ein Regisseur fest. Allerdings dürfte Affleck die Rolle des Hochstaplers, der sich als ein anderer ausgibt, gut geeignet sein.
Der 31-Jährige ist bekannt dafür, seine Schauspielkollegen gekonnt nachahmen zu können. Bei Morgan Freeman, mit dem er für "Der Anschlag" vor der Kamera stand, scheint ihm dies besonders gut gelungen zu sein. Als Affleck seinem Kollegen die 'Morgan Freeman-Nummer' vorführte, meinte dieser nur: "Wenn Du das je wieder machst, töte ich Dich."
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