Es ist noch sehr früh am Morgen. Trotzdem herrscht in der großen
Markthalle geschäftiges Treiben. Gabelstapler rangieren Paletten, und
in den Bürocontainern werden erste Geschäfte abgewickelt. Diesem
eifrigen Getümmel bleibt einzig Xaver Fletzinger fern. Der alteingesessene
Gemüsehändler ist allein in seinem Büro. Nachdenklich
wandert sein Blick nach draußen in die Halle, wo sein Mitarbeiter Max
Dornauer Lebensmittelkisten transportiert. Aus seinen schwermütigen
Gedanken wird Fletzinger allerdings gerissen, als im allgemeinen
Stimmgewirr plötzlich das Schreien eines Babys ertönt. Eingehüllt in
eine Decke liegt der Säugling auf den Marktwaren von Fletzinger - von der Mutter keine Spur ...
Wenige Stunden später läuft der Betrieb in der Markthalle immer noch
auf vollen Touren, und nur die Anwesenheit einiger Polizisten deutet
auf ein Verbrechen hin. In einem Kühlraum im Untergeschoss der
Markthalle, zwischen Obst- und Gemüsekisten, liegt die Leiche von
Xaver Fletzinger. Er wurde erschossen. Niemand will jedoch etwas
Ungewöhnliches gehört oder gesehen haben. Auch die Aufregung um
das schreiende Baby hatte sich längst gelegt, da seine junge Mutter
wieder aufgetaucht war. Ina Menzel wollte mit ihrer Aktion an
Fletzingers Pflichtgefühl gegenüber dem Baby, dessen Vater er
schließlich ist, appellieren, doch der Frauenheld wollte von dem Kind
seiner Geliebten nichts wissen. Rolf Herzog und seine Kollegen der
Münchner Mordkommission sehen hier allerdings ein eindeutiges
Mordmotiv und beginnen ihre Ermittlungen. Dabei stoßen sie bald
auch auf Peter Menzel, den Bruder der jungen Mutter. Er jedoch
weigert sich, mit einem heimtückischen Mord in Verbindung gebracht
zu werden - im Gegenteil. Peter hatte Fletzingers Ehefrau über
dessen Vaterschaft in Kenntnis gesetzt und wollte somit allen
heimlichen Liebschaften des allgemein verhassten Gemüsehändlers
ein Ende setzen. In der Tat gibt Margot Fletzinger zu, über die Affären
ihres Mannes informiert worden zu sein, doch dies hat ihre Liebe zu
ihm nicht trüben können. Auch Fletzingers Sohn Markus zeigt sich
über die Ausschweifungen seines Vaters betont gelassen. Den
Kommissaren entgehen aber nicht seine Streitigkeiten mit dem LKWFahrer
und Mitarbeiter von Fletzinger, Max Dornauer. Beide wollen
jedoch die wahren Hintergründe nicht verraten, und Rolf Herzog und
seinen Kollegen fehlen weitere Anhaltspunkte. Die Ermittlungen
geraten allmählich ins Stocken, da erreicht die Kommissare ein
dringender Hilferuf. Max Dornauer schwebt in Lebensgefahr: Zwei
Männer drohen ihn zu erschießen. Herzog und seine Kollegen eilen
zur Rettung herbei, doch die beauftragen Killer können entkommen.
Dennoch befördern die letzten dramatischen Ereignisse gänzlich neue
Tatsachen ans Licht und verleihen dem Fall eine bislang ungeahnte
Wendung.
Quelle: ZDF Produktionsspiegel November 2008
| Darsteller: | Walter Kreye | als Rolf Herzog | |
|---|---|---|---|
| Michael Ande | als Gerd Heymann | ||
| Pierre Sanoussi-Bliss | als Axel Richter | ||
| Markus Böttcher | als Werner Riedmann | ||
| Ulf J. Söhmisch | als Polizeiarzt | ||
| Michael König | als Xaver Fletzinger | ||
| Bernhard Schir | als Max Dornauer | ||
| Saskia Vester | als Margot Fletzinger | ||
| Sergej Moya | als Markus Fletzinger | ||
| Muriel Baumeister | als Ina Menzel | ||
| Markus H. Eberhard | als Peter Menzel | ||
| Alexander Duda | als Walter Güttler | ||
| Ilona Grübel | als Inka Schneider | ||
| Marcel Hensema | als Thierry Vanderbeke | ||
| Christiane Blumhoff | als Amelie | ||
| Matthias Kostya | als Toni | ||
| Michael Schernthaner | als Stefan Becker | ||
| Peter Raab | als Polizist | ||
| Regie: | Vadim Glowna | ||
| Drehbuch: | Hartmut Griesmayr | ||
| Ute Geber | |||
| Produzent: | Helmut Ringelmann | ||
| Kamera: | Rolf Greim | ||
| Musik: | Eberhard Schoener | ||
| Produktionsdesign: | Jochen Schumacher | ||
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