Neugierig stehen die Patienten der Altenpflegestation an den Türen ihrer Zimmer und blicken auf das geschäftige Treiben der Spurensicherung im Ärztezimmer hinüber. Es ist bereits spät in der Nacht, dennoch hat sich die Nachricht vom plötzlichen Tod des Assistenzarztes schnell herumgesprochen. Dr. Philip Höhn scheint an einem Herzstillstand gestorben zu sein. Noch am Tatort verrät dem Polizeiarzt jedoch ein winziger roter Fleck am Hals des jungen Mannes die wahre Todesursache: eine Injektion in die Halsschlagader. Der Arzt schien geschlafen zu haben und hatte sich wohl kaum wehren können.
Hauptkommissar Herzog und seine Kollegen der Münchener Mordkommission übernehmen den Fall. Gerade mal ein Jahr hatte der junge Arzt in der Station, in der ältere, besonders pflegebedürftige Menschen versorgt werden, gearbeitet. In jener Nacht hatte ein Alarm, Krankenschwester Iris Lühr aufhorchen lassen. Ausgelöst hatte ihn ein Patient, der bei Schwestern und Pflegern als "Sorgenkind" gilt und auf dem Gang der Station unbeholfen umherirrte. Als Dr. Philip Höhn trotz Bereitschaftsdienst nicht auf den Patientenalarm reagierte, suchte sie ihn in dessen Zimmer auf. Der Obduktionsbericht bestätigt rasch, dass der Arzt an einem Beruhigungsmittel starb, das ihm gezielt, durch nur einen unmerklichen Stich verabreicht wurde. Das ominöse Mittel Curarthol wurde allerdings vor einem knappen Jahr verboten, da es bei mehreren Patienten wohl zu Wahnvorstellungen und Herzversagen führte. Dieses Verbot passte damals vor allem einem nicht: Chefarzt Simon Holter, der Vorgesetzte des Ermordeten. Hatte er sich doch für die Verbreitung des Medikamentes stark eingesetzt.
Für Herzog und seine Kollegen wird rasch klar, dass der Täter aus dem medizinischen Umfeld des Opfers stammen muss. Gleichzeitig erfahren die Ermittler jedoch auch über ein Gerücht, das unter den älteren Patienten weit verbreitet scheint: Ein Todesengel soll auf der Station sein Unwesen treiben. Krankenschwester Lühr habe einige Patienten dazu gebracht, ihr Testament kurz vor deren Tod zu ihren Gunsten zu verändern, und der Assistenzarzt soll davon gewusst haben. Doch musste Dr. Höhn deswegen sterben?
Auch andere Kollegen hätten ein Motiv, den jungen, charismatischen Arzt zu töten: Die Zusammenarbeit mit seinem Vorgesetzten Professor Simon Holter und seiner Mitarbeiterin Dr. Gisela Bauer war offenbar von ständigen Meinungsverschiedenheiten belastet. Und seine Freundin, Schwester Nadine, hatte seine Flirts mit anderen Frauen eindeutig satt. Als die Kommissare einige der verstorbenen Patienten, die Iris Lühr in ihrem Testament bedacht hatten, exhumieren und untersuchen lassen, erhalten sie schreckliche Gewissheit: Die älteren Menschen wurden mit Curarthol allmählich in den Tod getrieben. Auch die Krankenakten wurden gefälscht. Ist Iris Lühr wahrlich ein Todesengel oder nur Teil einer Verschwörung, die Dr. Höhn aufzudecken versuchte? Eine Reihe geheimer Blutproben bringt Hauptkommissar Herzog und seine Kollegen schließlich auf eine heiße Spur...
Quelle: ZDF Produktionsspiegel April 2010
| Darsteller: | Walter Kreye | als Rolf Herzog | |
|---|---|---|---|
| Michael Ande | als Gerd Heymann | ||
| Pierre Sanoussi-Bliss | als Axel Richter | ||
| Markus Böttcher | als Werner Riedmann | ||
| Ulf J. Söhmisch | als Polizeiarzt | ||
| Ulrich Noethen | als Prof. Simon Holter | ||
| Katja Flint | als Marianne Holter | ||
| Roman Knizka | als Dr. Philip Krohn | ||
| Sophie von Kessel | als Iris Lühr | ||
| Birge Schade | als Dr. Ruth Berger | ||
| Natalia Rudziewicz | als Nadine Reuter | ||
| Rolf Kanies | als Manfred Zauner | ||
| Michael Rast | als Kallis | ||
| Klaus Manchen | als Münchberg | ||
| Jutta Schmuttermaier | als Franziska Münchberg | ||
| Isabella Gregor | als Empfangsdame | ||
| Regie: | Marcus Ulbricht | ||
| Drehbuch: | Jörg Tensing | ||
| Produzent: | Helmut Ringelmann | ||
| Kamera: | Tobias Platow | ||
| Musik: | Eberhard Schoener | ||
| Produktionsdesign: | Barbara Siebner | ||
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