Es ist bereits tief in der Nacht. Um diese späte Stunde wirken die
weiträumigen Fabrikhallen der Küchenfirma Färber leer und verlassen.
Einzig im Verwaltungsgebäude brennt spärliches Licht. In den Räumen
der Marketingabteilung ist Regina Wolf noch anwesend. Die junge Frau arbeitet hochmotiviert hinter einem Berg von Ordnern und
Katalogen. Keineswegs hatte sie mit der Bonuszahlung gerechnet, die
der Firmenchef Anton Färber ihr kurze Zeit zuvor persönlich übergab.
Den damit verbundenen Gefallen würde sie am nächsten Morgen für
ihn sofort erledigen.
Am Nachmittag des folgenden Tages wird Hauptkommissar Herzog
von der Münchner Mordkommission an einen Tatort gerufen. Als er
dort eintrifft, sitzt Regina Wolf reglos auf den Treppen vor ihrer
Wohnungstür und kämpft um Fassung. Hinter ihr liegt der leblose
Körper ihres Freundes. Offenbar wurde Bernhard Kainz brutal
erschlagen, noch bevor er die gemeinsame Wohnung betreten konnte.
Nachbarin Liane Hartwich meint, zur Tatzeit einen breitschultrigen
Mann in schwarzem Anzug gesehen zu haben. Identifizieren kann sie
ihn allerdings nicht. Überhaupt scheint die Frau vieles über die
Bewohner ihres Wohnhauses zu wissen. So ist ihr etwa nicht
entgangen, dass Regina Wolf an diesem Tag ungewöhnlich früh ihre
Arbeit beendet hatte. Diese besteht jedoch darauf, den Kommissaren
keine Erklärung geben zu müssen. Offenbar hat der grausame Tod
ihres Freundes die junge Frau äußerst verunsichert. Auf einen Mann in
Schwarz ist aber auch Kommissar Axel Richter auf der Straße vor der
Wohnung des Opfers aufmerksam geworden. Intensive Recherchen
über dessen Identität ergeben, dass der Mann tatsächlich schon
einmal wegen Totschlags in Haft war, mittlerweile aber für den
Unternehmensberater Roland Pilgram arbeitet. Dieser streitet
vehement jede mögliche Beteiligung seines Mitarbeiters am Tod von
Bernhard Kainz ab. Außerdem habe er einen bizarren Vorfall zu
melden, der für die Ermittler von außerordentlicher Wichtigkeit sein
könnte: Offenbar hatte sich Regina nur wenige Stunden vor der
Mordtat unter dem Vorwand, sie wäre Vertreterin einer Bank, Zugang
zum Haus des Unternehmensberaters verschafft. Seltsamerweise
hatte die junge Frau aber nichts mitgenommen und war auch rasch
wieder verschwunden. Rolf Herzog und seine Kollegen sind alarmiert,
zumal Regina nirgends mehr auffindbar scheint. Darüber hinaus
bereitet den Kommissaren ein unerwarteter Fund - eine hohe Summe
Geld - zwischen den dürftigen Habseligkeiten des Ermordeten ziemliche
Kopfschmerzen. Die Ermittlungen drohen sehr bald ins Leere zu
laufen, da erinnert sich Axel Richter daran, einen weiteren Mann in
Schwarz in der Nähe des Tatorts erkannt zu haben ...
Quelle: ZDF Produktionsspiegel Dezember 2008
| Darsteller: | Walter Kreye | als Rolf Herzog | |
|---|---|---|---|
| Michael Ande | als Gerd Heymann | ||
| Pierre Sanoussi-Bliss | als Axel Richter | ||
| Markus Böttcher | als Werner Riedmann | ||
| Ulf J. Söhmisch | als Polizeiarzt | ||
| Anna Schudt | als Regina Wolf | ||
| Jürgen Hentsch | als Anton Färber | ||
| Wilfried Hochholdinger | als Roland Pilgram | ||
| Jürgen Tonkel | als Martin Bleifeld | ||
| Astrid M. Fünderich | als Liane Hartwich | ||
| Max Urlacher | als Bernhard Kainz | ||
| Regie: | Marcus Ulbricht | ||
| Drehbuch: | Albert Sandner | ||
| Produzent: | Helmut Ringelmann | ||
| Kamera: | Tobias Platow | ||
| Musik: | Eberhard Schoener | ||
| Produktionsdesign: | Barbara Siebner | ||
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