Die vergangenen Jahre sind nicht spurlos an Roman Köhler vorüber
gegangen. Sichtlich gezeichnet, nach sechs langen Jahren Haft, tritt
der nunmehr Vierzigjährige endlich wieder in die Freiheit. Niemand
aber heißt ihn willkommen. Roman muss erfahren, dass Natalie, seine
einstige Freundin und große Liebe, sich vor zwei Jahren das Leben
genommen hat, was ihn besonders schmerzt. Ihr Vater, Willi Lederer,
empfängt Roman dennoch als einziger treuer Freund. Der alte Mann
macht ihm auch keine Vorwürfe für vergangene kriminelle Machenschaften.
Tatsächlich hatte sich Roman auf Waffenhandel mit der
russischen Mafia eingelassen. Diese Zeiten scheinen nun endgültig
vorbei, und trotzdem zieht es Roman zu seinen alten Geschäftspartnern.
Er hofft auf eine klare Aussprache - schließlich hatten diese ihn
vor sechs Jahren verraten ...
Spät am Abend werden Rolf Herzog und seine Kollegen der Münchener
Mordkommission zu einem Tatort gerufen. Ein Mann wurde tot
aufgefunden. Udo Weingärtner lag blutüberströmt, von zwei Schüssen
getroffen, in den Büros seiner Speditionsfirma, als Olga Polanskaja,
eine russische Putzfrau, ihre späte Schicht antrat. Weingärtners Kompagnon,
Paul Seifert, ist schockiert. Er weiß aber von einem ungewöhnlichen
Ereignis zu berichten, das sich am gleichen Tag auf dem
Gelände der Firma abgespielt hat: Ein ehemaliger Geschäftspartner,
Roman Köhler, ist offenbar nach einer langjährigen Haftstrafe wieder
aufgetaucht, hat randaliert und schließlich mit Rache gedroht. Dabei
scheint sich Seifert keiner Schuld bewusst. Dennoch erfahren die
Kommissare, dass Roman ein eindeutiges Tatmotiv haben könnte.
Denn obwohl sämtliche Indizien darauf hinwiesen, dass er den Waffenhandel
in der Vergangenheit nicht allein betrieben hatte, wurde einzig
er verurteilt. Und tatsächlich: Als der Hauptkommissar und seine
Kollegen Roman befragen wollen, ist dieser unauffindbar. Allerdings
machen andere Unstimmigkeiten in der Aussage von Paul Seifert die
Ermittler misstrauisch: Offenbar war die Beziehung der Kompagnons
gar nicht so freundschaftlich, wie sie Seifert ursprünglich beschrieben
hatte. Irina, seine Ehefrau, bestätigt in der Tat die Vermutungen von
Hauptkommissar Herzog. Paul Seifert kann vom Tod seines tyrannischen
Geschäftspartners nur profitieren. Allerdings gibt Irina ihrem
Mann auch ein handfestes Alibi. Das überzeugt Roman Köhler jedoch
kaum, denn dieser sieht sich wieder einmal als Opfer. Seifert wolle
offenbar die Gelegenheit nutzen, um ihm eine weitere Straftat in die Schuhe zu schieben. Als die Polizei Roman endlich stellen kann, beteuert
er vehement seine Unschuld am Mord seines ehemaligen Geschäftspartners.
Alle Hoffnungen der Kommissare, den Fall eindeutig
zu klären, konzentrieren sich somit auf Olga Polanskaja. Die Frau
scheint offenbar mehr zu wissen, als sie bislang zugeben will. Hatte
sie den Täter doch noch erkannt? Muss sie, sollte sie dies zugeben,
um ihr eigenes Leben fürchten? Herzog und seine Kollegen sind verblüfft
zu erfahren, dass die sichtlich eingeschüchterte Putzfrau auch
Angestellte im Haus der Seiferts ist. Doch sie ahnen kaum, dass die
Lösung viel weiter in der Vergangenheit zurückliegt.
Quelle: ZDF Produktionsspiegel März 2009
| Darsteller: | Walter Kreye | als Rolf Herzog | |
|---|---|---|---|
| Michael Ande | als Gerd Heymann | ||
| Pierre Sanoussi-Bliss | als Axel Richter | ||
| Markus Böttcher | als Werner Riedmann | ||
| Ulf J. Söhmisch | als Polizeiarzt | ||
| Alexander Radszun | als Roman Köhler | ||
| Jan-Gregor Kremp | als Paul Seifert | ||
| Susanna Simon | als Olga Polanskaja | ||
| Ekaterina Medvedeva | als Irina Seifert | ||
| Tilo Prückner | als Willi Lederer | ||
| Stefan Lehnen | als Udo Weingärtner | ||
| Fiona Coors | als Kerstin Klein | ||
| Mario Marincic | als Ingo | ||
| Henry van Lyck | als Pensionsbesitzer | ||
| Gabriele Dossi | als ältere Frau | ||
| Regie: | Hartmut Griesmayr | ||
| Drehbuch: | Hartmut Griesmayr | ||
| Ute Geber | |||
| Produzent: | Helmut Ringelmann | ||
| Kamera: | Rolf Greim | ||
| Musik: | Helmut Trunz | ||
| Eberhard Schoener | |||
| Produktionsdesign: | Jochen Schumacher | ||
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