Es ist bereits spät in der Nacht, als Hauptkommissar Herzog und seine
Kollegen zu einem dringenden Einsatz gerufen werden. Eine Frau
wurde offenbar die Treppen vor ihrer Wohnungstür heruntergestoßen.
Der leblose Körper von Grazia Hecht liegt immer noch auf dem Treppenabsatz
zum letzten Stockwerk des Wohnblocks, in dem sie erst vor
wenigen Monaten ein Apartment gemietet hatte. Eine Nachbarin
wurde, trotz fortgeschrittener Stunde, auf den Lärm im Treppenhaus
aufmerksam. Sie hatte einen dumpfen Schlag vernommen, konnte
aber im Dunkeln des Treppenhauses nur den vagen Schatten des
vermeintlichen Täters fortlaufen sehen.
Offenbar lebte Grazia Hecht sehr bescheiden und zurückgezogen. Den
Kollegen der Kripo München entgeht keineswegs, dass unter den wenigen
Habseligkeiten in der Wohnung der Immobilienmaklerin kaum
etwas auf ihre Vergangenheit verweist. Dabei lebte Grazia lange Zeit
in Frankfurt, gab jedoch dort alles auf, um unvermittelt nach München
zu ziehen. Ihr Bruder Philipp weiß allein berufliche Gründe für diesen
bedeutsamen Entschluss zu nennen, doch Hauptkommissar Herzog
bleibt skeptisch. Auf Grazias Anrufbeantworter findet sich außerdem
eine Nachricht, die durchaus von einer männlichen Bekanntschaft der
attraktiven Frau zeugt. Diese Spur führt die Kommissare zu Rüdiger Michalke. Tatsächlich hatte dieser Grazia bei einem Theaterbesuch
vor kurzer Zeit kennen gelernt. Beide schmiedeten schon Pläne für
eine gemeinsame Zukunft, doch diese stießen auf den vehementen
Widerstand von Konstanze Wegener, Michalkes Tochter. Mit
verletzenden Anmerkungen und böser List hatte diese zusammen mit
ihrem Ehemann Herbert die neue Frau an der Seite ihres Vaters bislang
erfolgreich vertrieben. Einzig Michalkes Sohn Paul schien sich
aus jeglichen Streitigkeiten der Familie fernzuhalten. Dennoch fassen
die Kommissare auch ihn ins Visier, bis ein verstecktes Tagebuch, das
Grazia offenbar konsequent führte, dem Fall eine ungeahnte Wendung
verleiht. In diesem hielt sie all ihre Ängste fest. Zweifellos wurde
Grazia verfolgt und fühlte sich bedroht, doch ihren Peiniger erwähnt
sie mit keinem Wort. Hauptkommissar Herzog und seine Kollegen begeben
sich auf die Suche nach Hinweisen aus der Vergangenheit der
Ermordeten und ahnen kaum, welche Bedrohung dabei auch auf sie
lauert, während Grazias Mörder sich in Sicherheit glaubt ...
Quelle: ZDF Produktionsspiegel April 2009
| Darsteller: | Walter Kreye | als Rolf Herzog | |
|---|---|---|---|
| Michael Ande | als Gerd Heymann | ||
| Pierre Sanoussi-Bliss | als Axel Richter | ||
| Markus Böttcher | als Werner Riedmann | ||
| Ulf J. Söhmisch | als Polizeiarzt | ||
| Denise Zich | als Konstanze Wegener | ||
| Hans-Jörg Assmann | als Rüdiger Michalke | ||
| Michael Lott | als Philipp Hecht | ||
| Marc Oliver Schulze | als Herbert Wegener | ||
| Marco Bretscher-Coschignano | als Paul Michalke | ||
| Gabrielle Scharnitzky | als Grazia Hecht | ||
| Enzi Fuchs | als Frau Wendisch | ||
| Mona Glass | als Hanna Ehlers | ||
| Regie: | Vadim Glowna | ||
| Drehbuch: | Albert Sandner | ||
| Produzent: | Helmut Ringelmann | ||
| Kamera: | Markus Lederle | ||
| Musik: | Eberhard Schoener | ||
| Produktionsdesign: | Barbara Siebner | ||
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