Originaltitel: Déjà Vu
USA 2006
Denzel Washington
Paula Patton
Val Kilmer
Regie: Tony Scott
Verleih: Walt Disney
In New Orleans explodiert eine Bombe und versenkt ein ganzes Passagierschiff. Bei dem verheerenden Attentat sterben Hunderte Fahrgäste. Wer hinter dem Terroranschlag steckt, soll der erfahrene ATF Agent Doug Carlin (Denzel Washington) vor Ort untersuchen. Doch Carlin sichert nicht nur Beweise, er hatte bereits vorab eine Vision von dem Anschlag. Darin verliebte er sich in die geheimnisvolle Claire (Paula Patton), die später ums Leben kam. Dringlichst sucht Carlin nach einer Möglichkeit, die Opfer zu retten - und entdeckt Erstaunliches.
Actionintensiver Zeitreise-Thriller, den Tony Scott ("Staatsfeind Nr. 1") in zeitgemäßen Hochglanz verpackt und Magnat Jerry Bruckheimer ("Armageddon") mit dem nötigen Kleingeld für Stars und Show versorgt.
Unter der Regie von Action-Spezialist Tony Scott versucht Denzel Washington, die Gegenwart zu retten - in der Vergangenheit!
Eine gewaltige Detonation ist die Initialzündung für einen der packendsten Thriller des Jahres. Nun sind Explosionen für Filme von Hollywood-Sprengmeister Jerry Bruckheimer nichts Besonderes. Doch im visuell überwältigend inszenierten und hochklassig besetzten "Déjà Vu" schleudert der schreckliche Terror-Anschlag auf eine Fähre in New Orleans die Spuren, denen Sonderermittler Doug Carlin (Denzel Washington) nachgehen muss, eben nicht nur in drei, sondern gleich in vier Dimensionen.
Denn bei den Ermittlungen stößt Carlin auf eine rätselhafte Nachricht, die ihn selbst mit der Frau in Verbindung bringt, deren Wagen die Explosion auslöste. Als ihr toter Körper am Strand angespült wird, sucht der Cop nach Verbindungen zwischen dem Mord und dem Fährunglück.
Ein Bombenanschlag auf eine Fähre führt Ermittler Carlin zu Agent Pryzwarre (Foto: Buena Vista)
Vergangenheit oder Zukunft?
Den Wissenschaftlern eines FBI-Teams unter Leitung von Agent Pryzwarre (Val Kilmer) gelingt es, ein Zeitfenster zu öffnen, das vier Tage in die Vergangenheit zurück reicht. Was sie dort sehen, könnte bei der Aufklärung helfen. Aber es hat auch Auswirkungen auf die Realität, und zwar auf Vergangenheit, Gegenwart - und Zukunft.
Wieder einmal erweist sich Regisseur Tony Scott, bereits zum sechsten Mal mit Bruckheimer im Bunde, als bombastischer Bilderstürmer, der sowohl die Grenzen des Genres als auch die der Physik zu Randnotizen degradiert. Von der ersten bis zur letzten Sekunde spannt der vor Suspense und Action berstende Thriller einen Spannungsbogen, der den Zuschauer magnetisch in seinen Bann zieht.
Sci-Fi vermischt sich mit dem Zeitbezug einer Welt in Terror-Angst, Mystery mit klassischer Dramaturgie. Garantiert löst dieser Thriller kein Déjà Vu beim Publikum aus. Chapeau, Tony Scott!
| Darsteller: | Denzel Washington | als Doug Carlin | |
|---|---|---|---|
| Paula Patton | als Claire Kuchever | ||
| Val Kilmer | als Agent Pryzwarre | ||
| James Caviezel | als Carroll Oerstadt | ||
| Adam Goldberg | als Denny | ||
| Elden Henson | als Gunnars | ||
| Erika Alexander | als Shanti | ||
| Bruce Greenwood | als Jack McCready | ||
| Rich Hutchman | als Agent Stalhut | ||
| Matt Craven | als Minuti | ||
| Donna W. Scott | als Beth | ||
| Elle Fanning | als Abbey | ||
| Regie: | Tony Scott | ||
| Produzent: | Jerry Bruckheimer | ||
| Ausf. Produzent: | Mike Stenson | ||
| Chad Oman | |||
| Ted Elliott | |||
| Terry Rossio | |||
| Kamera: | Paul Cameron | ||
| Schnitt: | Chris Lebenzon | ||
| Musik: | Harry Gregson-Williams | ||
| Produktionsdesign: | Chris Seagers | ||
| Kostüme: | Ellen Mirojnick | ||
| Casting: | Denise Chamian | ||
| Billy Hopkins | |||
Reboot - Neustart: Hollywoods Modewort sorgt bei Tom Cruise für Angst und Schrecken.
Paula Patton ist das Abschiedsgeschenk für Tom Cruise im vierten "Mission Impossible"-Film (Foto: Buena Vista)
Die gute Nachricht: Tom Cruise hat auch im vierten "Mission: Impossible"-Abenteuer wieder eine schöne Frau an seiner Seite: Paula Patton, actionerprobt neben Denzel Washington in "Déjà Vu" und darstellerisch stark im oscargekrönten "Precious", spielt eine junge Agentin an Ethan Hunts Seite.
Die schlechte Nachricht: Lange wird sich Tom Cruise nicht an Paula Patton erfreuen können. Denn inzwischen ist es beschlossene Sache, dass Cruise tatsächlich als Titelheld der "Mission: Impossible"-Filme abgelöst wird: Top-Produzent J.J. Abrams ("Lost", "Star Trek") hat bekannt gegeben, dass der neue Film gar nicht "Mission: Impossible IV" heißen wird. Da dieser einen Neustart der Serie einläuten soll, werde er stattdessen einen Titel erhalten, der das auch widerspiegelt.
Angelehnt an "Batman Begins" oder "Star Trek" - die beiden erfolgreichsten Neustarts großer Hollywoodstoffe und Auslöser der Reboot-Welle - könnte der Titel des nächsten Agentenspektakels also vielleicht "Mission Impossible: The Beginning" oder gar "Mission: 1mpossible" lauten.
Sicher ist jedenfalls, dass "Hurt Locker"-Star Jeremy Renner an der Seite von Tom Cruise als neuer Spezialagent auftritt, und die nächste "Mission Impossible" dann alleine übernimmt. Hintergrund für den Abschied von Tom Cruise ist der rückläufige Erfolg dessen letzter Filme, insbesondere von "Mission: Impossible III" und aktuell des ähnlich gelagerten Action-Spektakels "Knight and Day". Für Tom Cruise ist dann in "Mission: Impossible V" höchstens noch ein kleiner Gastauftritt drin.
Er ist inzwischen kein Darsteller mehr, er ist eine Persönlichkeit. Denzel Washington hat die Zuschreibung "Nachfolger von Sidney...
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