Leipzig 1952: Mitten in der Nacht wird Gerhard Staudte von der Stasi aus dem Bett geholt und abgeführt. Zurück bleibt seine Frau Rosel mit dem erst drei Monate alten Sohn. Es folgt ein dramatischer Kampf um Leben und Freiheit, unter dessen Folgen die Beteiligten bis heute leiden.
Die Geschichte von Rosel und Gerhardt Staudte steht exemplarisch für das Schicksal vieler Menschen, die nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und des Faschismus in Deutschland erneut menschenverachtendem Terror ausgeliefert waren - diesmal war es die Staatssicherheit der DDR, gerade erst gegründet, in deren Netz sich unschuldige Menschen verfingen und in der Folge kriminalisiert wurden.
So auch Rosel Staudte (gespielt von Bettina Zimmermann), die sich zunächst keinen Reim auf die Verhaftung ihres Mannes machen kann. Erst nach und nach erkennt sie die Dimension der Vorwürfe, die mit der Tätigkeit Gerhard Staudtes im Elektroladen seines Chefs Kurt König im Zusammenhang stehen. König, der ebenfalls verhaftet wurde, wird der Vorwurf gemacht, für den Westen spioniert zu haben. Sein Angestellter Staudte soll von seinen Machenschaften gewusst haben. Ein schwerwiegender Verdacht, denn auf Spionage steht die Todesstrafe.
Doch Rosel Staudte weiß: Ihr Mann ist unschuldig. Für sie beginnt ein verzweifelter Kampf um die Freiheit und das Leben ihres Mannes. Sie wird von der Stasi unter Druck gesetzt, um mehr Informationen aus ihr herauszupressen. Der jungen Frau wird angedroht, ihr werde das Kind weggenommen, sollte sie sich nicht kooperativ zeigen. Wie ernst ihre Lage ist, wird ihr klar, als im weiteren Verlauf der Ermittlungen im "Fall König" auch Rosels Schwiegervater verhaftet wird. Aus Angst, ihr Kind zu verlieren und um ihrem Mann und dem Schwiegervater zu helfen, entschließt sich Rosel, das "Angebot" der Stasi zur Kooperation anzunehmen. Unter dem Decknamen "Annett" sammelt sie Informationen für den Staatssicherheitsdienst - zumindest zum Schein, denn parallel trifft sie Königs Kontaktmann im Westen. In einer Zeit des Umbruchs riskiert Rosel Staudte ihr Leben und wird zur Doppelagentin
Noch heute fesseln die Schilderungen der inzwischen fast 80-Jährigen und geben Einblick in die Zeit des beginnenden Kalten Krieges, als sich in Deutschland die Geheimdienste der Siegermächte tummelten und die Stasi ihre Methoden der Einschüchterung und "Zersetzung" erprobte. In Spielszenen, in denen Bettina Zimmermann den Kampf der jungen Rosel Staudte um die Freiheit ihrer Familie und um ihr eigenes Überleben packend darstellt, wird eine Zeit lebendig, in der auch der Unbescholtene gelegentlich zu fragwürdigen Methoden greifen musste. Rosel Staudte gelingt es schließlich, in einer mutigen Flucht ihr Leben und das ihres Kindes zu retten.
Dokumentarisches Archivmaterial ergänzt die Erzählungen der Familie Staudte.
Quelle: ZDF, www.zdf.de
| Darsteller: | Bettina Zimmermann | als Rosel Staudte | |
|---|---|---|---|
| Bernhard Piesk | als Gerhard Staudte | ||
| Joachim Paul Assböck | als Kurt König | ||
| Sven Rothkirch | als Böhnlein | ||
| Gloria Erhart | als Charlotte Müller | ||
| Regie: | Roland May | ||
| Drehbuch: | Roland May | ||
| Produzent: | Prof. Regina Ziegler | ||
| Kamera: | Berthold Baule | ||
| Schnitt: | Berthold Baule | ||
| Produktionsdesign: | Ralf von Raven | ||
| Kostüme: | Marion Greiner | ||
| Maske: | Frauke Pira | ||
| Ton: | Fritz Pfeiffer | ||
Sexy und bodenständig, charmant und immer für Überraschungen gut, gehört Bettina Zimmermann als schöne Verführerin und starke Frau...
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