Originaltitel: Death Sentence
USA 2007
Kevin Bacon
Kelly Preston
Garrett Hedlund
Regie: James Wan
Verleih: Concorde
An Nick Humes (Kevin Bacon) Vita und Person gibt es keinen Makel: Er ist wohlgelittener Steuerzahler im Managementbereich und erfreut sich einer heilen Familienidylle. Diese wird ein für alle Mal zerstört, als eine ruchlose Straßengang seinen ältesten Sohn brutal ermordet - vor seinen Augen. Fortan treiben unerträgliche Trauer und Schmerz Hume bald zu einem neuen Ziel: Er will Rache an den Mördern nehmen, Richter, Jury und Henker selbst spielen und die Beteiligten für ihre grauenvolle Tat erbarmungslos büßen lassen.
Nach dem gleichnamigen Roman von Brian Garfield taucht "Saw"-Mastermind James Wan in den "Death Wish"-Kosmos ein. Sein kompromissloser Selbstjustizthriller mit Schockeranteilen nährt sich diesmal vom edlen Motiv des Familienschutzes.
Im neuen Schocker von "Saw"-Regisseur James Wan duelliert sich Kevin Bacon als Familienvater mit dem knallharten Anführer einer Gang.
Was passiert, wenn die Grenze zwischen Gang-Leben und bürgerlichem Glück, Chaos und Ordnung, Armut und Wohlstand, plötzlich aufgehoben ist? Eine spannende Antwort gibt James Wan, der seinem Horrorhit "Saw" nun einen rücksichtslosen Rachethriller folgen lässt und damit nicht nur das Blut seiner Hauptfigur zum Kochen bringt.
Nick Hume (Kevin Bacon) ist Musterbürger und Modellvater, bis sein ältester Sohn von einer Gang ermordet wird. Zerfressen von Schmerz und vom Gesetz im Stich gelassen, lauert Nick dem Täter auf und löst damit einen Krieg mit Gangleader Billy Darly (Garrett Hedlund) aus, in dem alle Regeln aufgelöst sind und beide Männer sich immer ähnlicher werden.
Nach der Ermordung seines Sohns sorgt Nick Hume mit Kugeln für Gerechtigkeit (Foto: Concorde)
Von einer hyperdynamischen Verfolgungsjagd, die zu einem unerbittlichen Überlebensduell in einem Parkhaus führt, bis hin zum gnadenlosen Showdown bietet "Death Sentence" Actionkicks und Nerventests im Nonstop-Rhythmus.
Am Ende, vor und auf der Leinwand aufgewühlt und ausgepumpt, bohrt sich die Frage in den Magen, ob Nick in jedem von uns auf seine Explosion wartet.
| Darsteller: | Kevin Bacon | als Nicholas "Nick" Hume | |
|---|---|---|---|
| Kelly Preston | als Helen Hume | ||
| Garrett Hedlund | als Billy Darly | ||
| Aisha Tyler | als Detective Wallis | ||
| Leigh Whannell | als Spink | ||
| John Goodman | als Bones Darly | ||
| Matt O'Leary | als Joe Darly | ||
| Regie: | James Wan | ||
| Drehbuch: | Ian Mackenzie Jeffers | ||
| Produzent: | Ashok Amritraj | ||
| Howard Baldwin | |||
| Karen Baldwin | |||
| Ausf. Produzent: | Andrew Sugerman | ||
| Nick Morton | |||
| Nick Hamson | |||
| Lars Sylvest | |||
| Buchvorlage: | Brian Garfield | ||
| Kamera: | John R. Leonetti | ||
| Schnitt: | Michael N. Knue | ||
| Musik: | Charlie Clouser | ||
| Produktionsdesign: | Julie Berghoff | ||
| Kostüme: | Kristin M. Burke | ||
| Casting: | Jennifer L. Smith | ||
| Mary Tricia Wood | |||
Spätestens seit Uma Thurman nicht nur Bill killte, sondern schon vorher jede Menge anderer Übeltäter spektakulär niedermetzelte, hat das Thema Rache im Kino Hochkonjunktur.
So buhlen aktuell Kevin Bacon in "Death Sentence - Todesurteil" und demnächst Jodie Foster in "Die Fremde in dir" mit knackigen Vergeltungsfilmen um die Gunst des Publikums. Zum Reigen der Racheengel gesellt sich nun eine Französin, die als Spezialistin für Herzerwärmendes wie "Der englische Patient", "Chocolat" oder "Jet Lag" von sich reden gemacht hat: Juliette Binoche.
In "Another Kind of Silence" muss sie demnächst den Tod ihres Ehemannes und ihres Sohnes mit ansehen. Danach kennt sie nur ein Ziel: die Täter finden und bestrafen. Doch auf ihrem Rachefeldzug kommt die Witwe nach und nach zu einer wichtigen Erkenntnis, wie Binoche berichtet: "Sie merkt plötzlich, dass Rache keine Lösung ist und dass es eigentlich gar nicht das ist, was sie will."
Klingt also ganz so, als würde "Silence" kein reiner Abklatsch einer gedankenlosen Tarantino-Gewaltorgie - und für Binoche sicher eine Herausforderung: "Klar ist das eine sehr düstere Geschichte, aber als Schauspielerin sollte man alle Farben des Regenbogens darstellen können", gibt sich die Französin selbstbewusst. Dazu hat sie auch allen Grund, denn im Festival-Hit "Caché" musste sie sich zuletzt mit einem ähnlichen Thema befassen und zeigte dabei, dass sie seit "Die Liebenden von Pont-Neuf" und "Drei Farben: Blau" nichts verlernt hat.
Seine Fähigkeit, unsympathischen Charakteren freundliche Züge zu verleihen und faszinierende, von einer fixen Idee besessene Personen zu spielen...
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