Perfekt komponiertes Desaster-Movie mit Sylvester Stallone als Retter einer Gruppe Eingeschlossener im überfluteten Manhattan Tunnel. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz33/z0233074/b150x150.jpg Daylight

Filmdetails

Daylight

Perfekt komponiertes Desaster-Movie mit Sylvester Stallone als Retter einer Gruppe Eingeschlossener im überfluteten Manhattan Tunnel.


Daylight
Start: 06.02.1997

Action / Thriller

USA 1996
Laufzeit: 114 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Sylvester Stallone
Amy Brenneman
Viggo Mortensen

Regie: Rob Cohen
Verleih: UIP

So werten die bisherigen Besucher:

Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
Besucheransturm: lau
Besucher-
ansturm

Temperatur

lau

Inhalt

Ein Unfall im mit Autos dicht gefüllten Manhattan Tunnel löst eine Katastrophe aus: Mehrere Explosionen schließen ein Dutzend Menschen in den Trümmern ein. Rettungsspezialist Latura läßt sich über einen Belüftungsschacht ins Innere schleusen, um den Überlebenden bei den pausenlos anfallenden Schwierigkeiten beizustehen. Die Zeit zur Rettung drängt, denn langsam wird die Luft knapp, und der Tunnel füllt sich mit Wasser.


Kritik

Daylight

Tageslicht am Ende des Tunnels zu finden, ist die Mission von Sylvester Stallone in Rob Cohens fulminantem Update eines klassischen Desaster-Movies. Während Stallone, der Schauspieler, 105 actiongeschwängerte Minuten vor der Kamera überstehen muß, um Vollzug vermelden zu können, brauch Stallone, der Star, seinen Atem hinter der Kamera nicht länger anzuhalten: Er feiert sein Comeback nicht erst mit "Copland". Vorangetrieben von einem sensationellen Trailer, sollte sich "Daylight" im kommenden Frühjahr in Deutschland in ähnlich lukrative Boxoffice-Gefilde aufschwingen wie die vorangegangenen Untergangsszenarien "Twister" und "Independence Day".

Der Appetit auf Zerstörung hält an. Waren "Twister" und "ID4" noch A-Budget-Verbeugungen vor den B-Movies lange vergangener Tage, so orientiert sich Rob Cohens effektlastiges Survival-Spektakel nun an den Katstrophenfilmen der siebziger Jahre, mit denen das alte Hollywood mit für damalige Verhältnisse großem Aufwand und Staraufgeboten dem Ansturm der jungen wilden Filmemacher an der Kinokasse Paroli bot. "Daylight" ist denn ein muskulöser, sehniger Stiefsohn von "Das Poseidon Inferno", in dem eigentlich nur die Effekte generalüberholt und auf den heutigen Stand der Dinge gebracht wurden.

Entsprechend wird der klaustrophobische Kampf einer zwölfköpfigen Überlebendentruppe aus den Trümmern des fiktiven Manhattan Tunnels zurück an die rettende Oberfläche als flammendes Inferno par excellence auf die Leinwand gehämmert. So furios, lautstark und visuell berauschend reiht Cohen die Actionsequenzen aneinander, daß "Daylight" kurzzeitig gar wie eine gigantomanische Ausgabe von "Speed" wirkt, in dem nach ähnlichem Prinzip pausenlose Problemstellungen auf den überforderten Protagonisten zurollten.

Daß Cohen letztlich weniger daran liegt, die Gesetze des Actionfilms neu zu definieren, als vielmehr seine Schauspieler routiniert und letztlich konventionell aus dem Chaos zu führen, offenbart sich nach einer halbstündigen Attacke auf die Sinne. Denn nachdem der Tunnel gesprengt und Stallone durch ein Ventilatorensystem zu den Überlebenden geschleust wird, Kämpfe mit einer wildgewordenen Starkstromleitung ausgefochten werden und ein Lastwagen sich nach einer Explosion selbständig macht, läßt der Regisseur ein wenig Ruhe einkehren. Keine allzu weise Entscheidung, kurz Luft zu holen. Wenn sich der Staub der Destruktion nämlich erst einmal gelegt hat, fallen manche logische Ungereimtheiten und die eindimensionalen Charaktere doch ein wenig unangenehm auf. Zum Glück nimmt Cohen schon bald den Fuß wieder von der Bremse und bringt den Zweikampf zwischen dem "Demolition Man" Stallone und den Physikgesetzen standesgemäß ohenbetäubend zu Ende.

Die makellosen Effekte sind denn auch der einzige ernstzunehmende Gegenspieler für Stallone, der als emsiger Working Class Hero angenehm auffällt. Kein Schauspieler macht ihm hier Konkurrenz. Mit Ausnahme der patenten Amy Brenneman und Viggo Mortensen, der nach einem prägnanten Auftritt als selbstgefälliger Sportcrack schon recht schnell unter Schutt und Asche begraben wird, bleibt das Dutzend Überlebender austauschbar: Ihre Schicksale sind kaum mehr interessant als das Abhaken einer Checkliste. Daß in der Ruhe die Kraft liegt, mag wohl für Buddhisten das Nirvana bedeuten. "Daylight" jedenfalls findet seine Erfüllung im Rausch der Apokalypse - und da bleibt er gegenwärtig ohne Vergleich. ts.

Daylight

Darsteller:  Sylvester Stallone   als Kit Latura
  Amy Brenneman   als Madelyne Thompson
  Viggo Mortensen   als Roy Nord
  Dan Hedaya   als Frank Kraft
  Jay O. Sanders   als Steve Crighton
  Karen Young   als Sarah Crighton
  Claire Bloom  
  Vanessa Bell Calloway  
  Renoly Santiago  
  Colin Fox  
  Danielle Harris  
  Trina McGee-Davis  
  Marcello Thedford  
  Sage Stallone  
  Jo Anderson  
  Mark Rolston  
  Rosemary Forsyth  
  Wang Luoyong  
  Barry Newman  
  Stan Shaw  
 
Regie:  Rob Cohen  
Drehbuch:  Leslie Bohem  
Produzent:  John Davis  
  Joseph M. Singer  
  David T. Friendly  
Koproduzent:  Hester Hargett  
  Herbert W. Gains  
Ausf. Produzent:  Raffaella De Laurentiis  
Kamera:  David Eggby  
Schnitt:  Peter Amundson  
Musik:  Randy Edelman  
Produktionsdesign:  Benjamín Fernández  

Star

Sylvester Stallone

Mit der Figur des Boxers "Rocky" und der des Vietnam-Veteranen "Rambo" schuf Sylvester Stallone zwei Ikonen des Action-Films der...

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Viggo Mortensen

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