Berührende Geschichte eines jungen Mannes, der an psychotischen Schüben leidet, mit der DV-Kamera eerzählt. http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz12/z0212048/b150x150.jpg Das weiße Rauschen

Filmdetails

Das weiße Rauschen

Berührende Geschichte eines jungen Mannes, der an psychotischen Schüben leidet, mit der DV-Kamera eerzählt.


Das weiße Rauschen
Start: 31.01.2002

Drama

Deutschland 2001
Laufzeit: 104 Min.
FSK: ab 12 Jahre

Daniel Brühl
Anabelle Lachatte
Patrick Joswig

Regie: Hans Weingartner, ...
Verleih: X Verleih

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Inhalt

Lukas zieht vom Land nach Köln zu seiner älteren Schwester Kati. Gleich zur Begrüßung lädt ihn Katis Mitbewohner zum fröhlichen Kiffen ein. Und Lukas genießt Nachtleben und die neue Freiheit in vollen Zügen - bis er plötzlich nach einem Trip Stimmen zu hören beginnt und sich verfolgt fühlt. Von da an ist nichts mehr so, wie es war.


Kritik

Das weiße Rauschen

Die ungewöhnliche Geschichte eines jungen Mannes, der an psychotischen Schüben leidet, erzählt Hans Weingartner in seinem Abschlussfilm der Kunsthochschule für Medien in Köln. Daniel Brühl in der Hauptrolle profiliert sich als nuancenreicher Darsteller, der sich in dem improvisatorischen Erzählstil der DV-Kamera überzeugend behauptet. Ein vorwiegend junges Publikum mit einer Vorliebe für persönliche Geschichten ist wohl die beste Zielgruppe für diesen Film, der sich darüber hinaus aber gerade auch an die Erwachsenen wendet und auch sie zu aufmerksamer Kommunikation auffordert.

Der oft genug gedankenlose und deshalb ungenaue Umgang miteinander kann Menschen in Situationen bringen, in denen die Hilfe, die sie brauchen, nicht erkannt wird. Hans Weingartner ist so einer Erfahrung nachgegangen und fabuliert sie in einer spannenden Abenteuergeschichte mit jungen Leuten in einer heutigen Großstadt. Keine Sekunde wird der Film zum papierenen Krankheitsprotokoll. Lukas (Daniel Brühl) zieht vom Land in die Stadt, nach Köln zu seiner älteren Schwester Kati (beeindruckend: Anabelle Lachatte). Erfüllt von einer unbändigen Neugier aufs Leben, stürzt Lukas sich hinein in alles, was für ihn neu und worauf er besonders gespannt ist. Gleich zur Begrüßung lädt ihn Katis Mitbewohner zum fröhlichen Kiffen ein. Das Nachtleben steht als nächstes auf dem Programm. Lukas genießt die neue Freiheit und das neue Ambiente - bis er plötzlich nach einem Trip Stimmen zu hören beginnt und sich verfolgt fühlt. Von da an ist nichts mehr so, wie es war.

Weingartner, der auch das Drehbuch schrieb und selbst die digitale Kamera führte bezieht den Zuschauer mit den dokumentarisch anmutenden Bildern immer unmittelbarer in die Geschichte mit ein, macht ihn zum Zeugen und impliziert damit auch unmerklich die Frage an jeden einzelnen, ob er und wie er in der Realität reagiert hätte. Lukas beginnt sich abzusondern, schließt sich in seinem Zimmer ein, stürzt sich in einer psychotischen Phase aus dem Fenster und landet in der Psychatrie. Nach seiner Entlassung versucht er, ins normale Leben zurückzukommen und gerät in die Gesellschaft einer Gruppe von jungen Leuten, die mit ihren Kleinbussen durch die Lande ziehen und ihn mitnehmen bis an die spanische Atlantikküste ins schöne und wilde San Sebastian. Plötzlich wird Weingartners Film zum abenteuerlichen Roadmovie mit wunderbar sinnlichen Bildern der sich brechenden Brandungswellen und kraftvoll gigantischen Schaumkronen am zerklüfteten baskischen Strand. Diese visuelle Sinnlichkeit lässt der oft allzu skizzenhaft gedrehte Film ansonsten ein wenig vermissen. Dafür berühren die lebendige Präsenz der Darsteller und der unprätentiös direkte Erzählstil, der Identifikation und Miterleben möglich macht. fh.

Das weiße Rauschen

Darsteller:  Daniel Brühl   als Lukas Delius
  Anabelle Lachatte   als Kati Delius
  Patrick Joswig   als Jochen
  Michael Schütz   als Psychiater
  Katharina Schüttler   als das Kinodate
  Karl Danguillier  
  Ilse Strambowski   als Kinokassiererin
  Ralf Wolf  
  Eno Hunniger  
  Michael Lentz   als Opa
 
Regie:  Hans Weingartner  
  Tobias Amann  
Drehbuch:  Hans Weingartner  
  Tobias Amann  
  Matthias Schellenberg  
  Katrin Blum  
Produzent:  Annette Pisacane  
Koproduzent:  Hans Weingartner  
  Herbert Schwering  
Kamera:  Matthias Schellenberg  
  Hans Weingartner  
  Tobias Amann  
Schnitt:  Dirk Oetelshoven  
  Andreas Wodraschke  
Musik:  Andreas Wodraschke  
  Marek Goldowski  
Produktionsdesign:  Claudia Stock  
Ton:  Marek Goldowski  

Daniel Brühl ist "Shooting Star 2003"

Ab Februar im Kino: Daniel Brühl in "Good Bye, Lenin!"

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Daniel Brühl gilt spätestens seit "Schule" als eine der großen Hoffnungen des deutschen Films. Mit Hauptrollen in "Das Weisse Rauschen" und "Nichts bereuen" ging die Karriere seitdem steil bergauf und nun scheint der 24-Jährige auch kurz vor seinem internationalen Durchbruch zu stehen: Brühl wurde zum "Shooting Star 2003" nominiert.

Dieser Titel wird von der Export-Union des Deutschen Films verliehen, und ist weit mehr als nur ein schmucker Name. Denn die European Film Promotion, deren Mitglied die Export Union ist, präsentiert die jeweiligen "Shooting Stars" eines Landes auf der Berlinale der internationalen Filmbranche und Presse - mit besten Aussichten auf hochkarätige Rollen!

Daniel Brühl freut sich über die Auszeichnung und zeigte sich begeistert über den Austausch mit Schauspielern aus anderen Ländern: "Das ist für mich eine Chance, über nationale Grenzen hinweg Kontakte zu knüpfen. Sehr gerne würde ich z.B. in meiner zweiten Heimat Spanien arbeiten."

Angesichts der Karriere vorangegangener "Shooting Stars" wie Franka Potente, Moritz Bleibtreu oder Heike Makatsch sollte dem nichts im Wege stehen.

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