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Filmdetails

Das Versprechen


Das Versprechen
Start: 16.02.1995

Drama

Deutschland/Frankreich/Schweiz 1994
Laufzeit: 110 Min.

Corinna Harfouch
Meret Becker
August Zirner

Regie: Margarethe von Trotta
Verleih: Concorde

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Gesamt
(0 Bewertungen)

Action
Humor
Romantik
Spannung
Anspruch
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Temperatur

lau

Inhalt

Ostberlin 1961. Sophie und Konrad wollen gemeinsam in den Westen fliehen. Sophie schafft es, Konrad nicht. In den folgenden 28 Jahren können sich die beiden Liebenden nur viermal sehen. Erlösung erfahren die beiden erst in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 als die Mauer fällt.


Kritik

Das Versprechen

Als der englische Produzent David Puttnam vor drei Jahren während einer Diskussion in München irritiert fragte, "Warum macht ihr Deutschen keinen Film über eure jüngste Vergangenheit? Ich verstehe nicht, warum es in Deutschland keine Filme gibt, die einem das Herz brechen", da schrieben Peter Schneider und Margarethe von Trotta bereits an einem Drehbuch, das genau diese Forderungen erfüllte. Anstoß zu dieser packenden Liebesgeschichte vor dem Hintergrund der deutschen Teilung gab der italienische Produzent Felice Laudadio, der Sylvester 1989/90 den Jubel und die Aufbruchstimmung in Berlin erlebt hatte. Nach anfänglichem Zögern ließ Margarethe von Trotta die Idee eines Liebesfilms mit stark politischem Hintergrund nicht mehr los. In "Das Versprechen" führt sie den Zuschauer durch starke Emotionen an die Geschichte heran, erzählt von einer fast aussichtslosen Liebe in der Zeit zwischen Mauerbau und Mauerfall von 1961 bis 1989. Sie präsentiert Menschen aus Fleisch und Blut, die lachen, lieben, leiden, Helden des Alltags in ihrer Schwäche und Stärke, mit denen man sich leicht identifizieren kann. Ausgangspunkt ist die Frage, was mit zwei Menschen passiert, die sich ein Leben miteinander versprochen haben und dann durch einen Zufall und die politischen Verhältnisse getrennt werden. Da entschließt sich ein verliebtes Paar, Sophie und Konrad, durch die Kanalisation nach Westberlin zu fliehen. Doch Konrad stolpert über seine Schnürsenkel, wird von einem Armeewagen überrascht und muß die Flucht aufgeben. In knapp 28 Jahren sehen sich die Liebenden nur viermal. Nach einem Treffen in Prag wird Sophie schwanger, der Sohn kommt ohne Vater auf die Welt. Jeder findet einen anderen Partner, sie in West-, er in Ostberlin. Dennoch kann der Verlust an Gemeinsamkeit das Verlangen nicht zerstören. Im Freudentaumel der Nacht vom 9. auf den 10. November 1989 sehen sie sich wieder. Aus der Ferne kreuzen sich ihre Blicke, in denen alles zu lesen ist - Wehmut, Trauer, Hoffnung. Blicke, die mitten ins Herz treffen. Nach diesem Film kann man die permanente Krise des deutschen Films getrost für einen Moment vergessen. Denn Margarethe von Trottas Meisterwerk, das die internationalen Filmfestspiele in Berlin eröffnet, legt die Meßlatte hoch. Sie präsentiert kraftvolles Gefühlskino, bisher eine Rarität in deutschen Landen. Da stimmt einfach alles: Die Intensität der Schauspieler (vor allem Corinna Harfouch als erwachsene, Meret Becker als junge Sophie), die emotionale Spannung, die dichte Atmosphäre. Von Trotta verteilt keine Schuldzuweisungen, zeichnet ihre Figuren mit Liebe: Konrad (August Zirner/Anian Zoller) als Träumer, der sich anpaßt und in ein Schneckenhaus zurückzieht, Sophie als die stärkere, die aktiv handelt, Position bezieht. Der einzig wirklich Böse ist ein Stasi-Mann, gespielt von Hark Bohm. Margarethe von Trotta, die einige Jahre in Italien gelebt hat, packt das Thema couragiert an, der diffizile Spagat zwischen Gefühl und Geschichte gelingt ihr souverän. Was im negativen Fall ein trockenes Polit-Elaborat in der Tradition des Autorenfilms hätte werden können, entwickelt sich zum grandiosen Plädoyer für die Utopie der Liebe, für den Sieg der Emotionen über die Politik - zum Weinen schön. Endlich ein großer deutscher Liebesfilm mit internationalem Format, der auch ein breites Publikum erreichen kann, ohne Qualität und Anspruch aufzugeben. mk.

Das Versprechen

Darsteller:  Corinna Harfouch   als Sophie
  Meret Becker   als junge Sophie
  August Zirner   als Konrad
  Anian Zollner   als junger Konrad
  Jean-Yves Gautier   als Gerard
  Eva Mattes   als Barbara
  Suzanne Ugé   als junge Barbara
  Hans Kremer   als Harald
  Pierre Besson   als junger Harald
  Tina Engel   als Sophies Tante
  Otto Sander   als Professor Lorenz
  Prof. Hark Bohm   als Müller
  Heiko Senst   als Wolfgang
  Ulrike Krumbiegel   als Elisabeth
  Sven Lehmann   als Max
  Udo Kroschwald   als Müller (jung)
  Dieter Mann   als Konrads Vater
  Simone von Zglinicki   als Konrads Mutter
  Monika Hansen   als Sophies Mutter
  Klaus Piontek   als Sophies Stiefvater
  Wolfgang Winkler   als Stasi-Mann in Schule
  Franz Viehmann   als Stasi-Mann bei Gericht
  Philippe Morier-Genoud   als Rüblander
  Ruth Glöss   als Konrads Großmutter
  Noëlla Dussart   als Helenka
  Anka Baier   als Monika
  Horst Hiemer   als Gefängnisdirektor
  Waltraut Kramm   als Führerin
  Marco Bahr  
  Jens-Uwe Bogadtke  
  Barbara Dittus  
  Christina Große  
  Christine Harbort  
  Christoph Jacobi  
  Heike Jonca  
  Uwe Karpa  
  Karl Kranzkowski  
  Thomas Lawinky  
  Frank Lienert  
  Madeleine Lierck-Wien  
  Thilo Mandel  
  Dino Nolting  
  Peter Planitzer  
  René Reinhardt  
  Bernd-Uwe Reppenhagen   als Grenzoffizier
  René Schubert  
  Steffen Steglich  
 
Regie:  Margarethe von Trotta  
Drehbuch:  Peter Schneider  
  Margarethe von Trotta  
  Felice Laudadio  
Produzent:  Eberhard Junkersdorf  
Koproduzent:  Yannick Bernard  
  Jean-Marc Henchoz  
Kamera:  Franz Rath  
Schnitt:  Suzanne Baron  
Musik:  Jürgen Knieper  
Produktionsdesign:  Benedikt Herforth  
  Franz Bauer  
Kostüme:  Petra Kray  
  Yoshi'o Yabara  
Ton:  Manfred Arbter  
  Christian Moldt  
Casting:  Sabine Schroth  

Star

Corinna Harfouch

Ihr hellwacher Blick sticht ins Auge, weil er Neugier, Skepsis, Belustigung, Spott und gnadenlose Verachtung vermittelt, selten Hingabe...

Star

Meret Becker

Die Kindfrau des deutschen Films der 90er-Jahre, überrascht Meret Becker als kantige Lolita weniger mit verführerischer zielsicherer Strategie...

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