Originaltitel: National Treasure: Book of Secrets
USA 2007
Nicolas Cage
Diane Kruger
Jon Voight
Regie: Jon Turteltaub
Verleih: Walt Disney
Nachdem Dr. Ben Gates (Nicolas Cage) das Geheimnis der Unabhängigkeitserklärung entschlüsselt hat, wartet schon das nächste Abenteuer auf ihn und seine Mitstreiter Abigail Chase (Diane Kruger) und Riley Poole (Justin Bartha). Als man eine Seite eines verlorenen Buches findet, taucht darin der Name Thomas Gates (Joel Gretsch) als Verschwörer auf, der mitverantwortlich für das Attentat auf Präsident Abraham Lincoln sein soll. Sein Großvater ein Mörder? Ben muss die Wahrheit suchen.
Schon einmal durchforstete Nicolas Cage als moderner "Indiana Jones" seine Heimat Amerika nach versteckten Schätzen - mit sensationellem Erfolg. Ein noch verzwickteres Rätsel wartet auf ihn und Produzentenmagnat Jerry Bruckheimer ("Fluch der Karibik"), der für Action und Fun bürgt.
So macht Geschichte Spaß: Nicolas Cage & Company trotzen Präsidenten und Königinnen, um die größten Rätsel der USA zu entschlüsseln.
148 Millionen Dollar - nur knapp zwei Wochen dauerte es, bis "Das Vermächtnis des geheimen Buches" in den Vereinigten Staaten diese Summe einspielte. Damit ist die Fortsetzung von "Vermächtnis der Tempelritter" auf dem besten Weg, das Blockbuster-Boxoffice des ersten Teils zu übertreffen. Und wer sich den Film ansieht, versteht auch schnell warum.
Denn die Macher - allen voran Regisseur Jon Turteltaub und Hit-Produzent Jerry Bruckheimer - packen eine ganze Wundertüte an Handlungsideen und Actionmomenten aus: Da gibt es wüste Jagden durch den Buckingham Palace und die Straßen Londons, ein Präsident wird ermordet, der andere entführt, geheimnisvolle Artefakte werden entdeckt, bei denen selbst ein Indiana Jones Augen machen würde, und damit die Emotionen nicht zu kurz kommen, finden auch noch zwei entfremdete Paare wieder zusammen.
Aufgereiht sind diese Wendungen - nach dem bewährten Rezept des ersten Teils - am Konzept einer atemberaubenden Schnitzeljagd: Die beginnt, als Abenteuer-Historiker Ben Gates (Nicolas Cage) auf eine verschollen geglaubte Seite des Tagebuchs von Lincoln-Attentäter John Wilkes Booth stößt. Die ist beschriftet mit einem Code, der einen Hinweis auf einen legendären Schatz enthält - genauer gesagt auf den Ort, der Indizien für den Verbleib der Karte bietet, die ihrerseits in sich verrätselt ist.
Das mag verwirrend klingen, ist aber mit einer solchen Eleganz und Schnelligkeit erzählt, dass der Zuschauer atemlos von einer Wendung zur nächsten mitgerissen wird. En passant werden noch kleine Wissens-Einheiten eingestreut, die erhellende Einblicke in die amerikanische Geschichte vermitteln. Das macht "Das Vermächtnis des geheimen Buches" obendrein zu glänzendem Infotainment.
Freilich steht das pure Vergnügen im Vordergrund. Und dazu tragen nicht nur Thrills und Schauwerte bei, sondern auch eine bestens aufgelegte Darstellerriege. Dass Nicolas Cage für den obsessiven Schatzjäger Ben Gates eine ideale Besetzung ist, stellte sich schon beim ersten Teil heraus. Diesmal rückt das gesamte Ensemble noch stärker in den Vordergrund.
Die Rolle von Papa Gates wurde ausgebaut, wodurch Oscarpreisträger Jon Voight ("Coming Home") noch mehr Gelegenheit erhält, seine Talente zu entfalten. Das liegt nicht zuletzt daran, dass mit seiner Ex-Gattin eine wunderbare neue Figur eingeführt wurde. Und wenn sich die letztjährige Oscarpreisträgerin Helen Mirren ("Die Queen") als Mama Gates mit ihrem Partner verbale Duelle liefert, dann erinnert das in den besten Momenten an so wunderbare Abenteurer-Paare wie Humphrey Bogart und Katharine Hepburn in "African Queen".
Und auch die jüngeren Zuschauer bekommen ihren speziellen Spaß, da zugleich Bens Partner Riley Poole (Justin Bartha) diesmal stärker präsent ist, der seine private Pechsträhne mit flotten Sprüchen zu kompensieren sucht.
So dürfte der dritte Teil, den Nicolas Cage selbst ins Spiel brachte, inzwischen längst beschlossene Sache sein. Dafür gibt es genügend Stoff. Denn Folge 2 verrät längst nicht alle Inhalte des geheimen Buches. Und schon der Einblick, den sie bietet, macht Lust auf viele andere ungelöste Geheimnisse.
| Darsteller: | Nicolas Cage | als Ben Gates | |
|---|---|---|---|
| Diane Kruger | als Abigail Chase | ||
| Jon Voight | als Patrick Gates | ||
| Harvey Keitel | als Sadusky | ||
| Justin Bartha | als Riley Poole | ||
| Helen Mirren | als Emily Appleton | ||
| Ed Harris | |||
| Bruce Greenwood | als Präsident der USA | ||
| Regie: | Jon Turteltaub | ||
| Drehbuch: | Ted Elliott | ||
| Produzent: | Jon Turteltaub | ||
| Jerry Bruckheimer | |||
| Ausf. Produzent: | Oren Aviv | ||
| Chad Oman | |||
| Charles Segars | |||
| Mike Stenson | |||
| Barry Waldman | |||
| Kamera: | John Schwartzman | ||
| Amir Mokri | |||
| Schnitt: | Marianne Goldenberg | ||
| David Rennie | |||
| Musik: | Trevor Rabin | ||
| Produktionsdesign: | Dominic Watkins | ||
| Kostüme: | Judianna Makovsky | ||
Es war der Manager.
Nicolas Cage ist pleite. Das ist die eine Meldung. Die andere lautet: Er kann gar nichts dafür. Schuld am finanziellen Ruin des Stars aus Filmen wie "Knowing" und "Das Vermächtnis des geheimen Buches" ist nämlich Cages Manager Samuel Levin. So sieht es zumindest Nicolas Cage, der jetzt tatsächlich den armen Mann verklagt. Angeblich habe Levin das Geld von Cage schlampig verwaltet und nicht darauf geachtet, brav die Steuererklärung zu machen. So sei es auch dazu gekommen, dass Cage jetzt sechs Millionen Dollar Schulden beim Finanzamt habe und einige Häuser verkaufen müsse.
Mittlerweile kommen jedoch immer mehr Details ans Licht, die vor allem eines vermuten lassen: Nicolas Cage kauft gerne ein - und zwar teuer. So bezahlte der Star im Jahr 2007 für einen prähistorischen Dinosaurier-Schädel auf einer Auktion schlappe 267.000 Dollar - und stach dabei Mitbieter Leonardo DiCaprio aus, der den alten Knochen auch haben wollte. Darüber hinaus besitzt der Schauspieler angeblich zwei Jachten, drei Schlösser, einen Privat-Jet, zwei Inseln auf den Bahamas und jede Menge Häuser. Auch ein Lamborghini für 495.000 Dollar, der einst dem Schah von Persien gehörte, soll bei ihm in der Garage stehen.
Auf der Leinwand sollte Nicolas Cage demnach wohl öfter zu sehen sein - immerhin ist ein feiner Blockbuster doch die beste Altersvorsorge. So ist auch schon "Ghost Rider 2" in Planung, der die Haushaltskasse vielleicht wieder füllt. Bis dahin gibt Cage jedoch erstmal den "Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen". Ab 14. Januar im Kino.
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