Originaltitel: Das Parfum
Deutschland 2006
Ben Whishaw
Dustin Hoffman
Alan Rickman
Regie: Tom Tykwer
Verleih: Constantin
Frankreich im 18. Jahrhundert. Geboren im Müll und aufgewachsen in Waisenhäusern erkennt Jean-Baptiste Grenouille (Ben Whishaw), dass er selbst rätselhafterweise überhaupt keinen Geruch verströmt, wohl aber über einen Geruchssinn wie kein zweiter verfügt. Besessen von dem Gedanken, ein unwiderstehliches Parfüm für sich selbst zu destillieren, tötet er seriell junge Frauen, deren Duft ihn betört ...
Nachdem Martin Scorsese, Tim Burton und Ridley Scott zeitweilig als Regisseure im Gespräch waren und kein geringerer als Stanley Kubrick das Projekt als unverfilmbar einstufte, verwandelt nun Tom Tykwer den Bestseller Patrick Süskind in ein opulentes Leinwandspektakel.
Wenn Düfte zur tödlichen Obsession werden: Tom Tykwer erweckt die berühmte Romanfigur des Jean-Baptiste Grenouille zum Leben und entführt in ein dunkles Reich der Sinne.
Die Sehnsucht nach dem ultimativen Duft lässt Jean-Baptiste Grenouille zum Mörder werden (Foto: Constantin)
Ein Traum von zwei radikalen Kino-Visionären wurde wahr - Produzent Bernd Eichinger und Regisseur Tom Tykwer gelang es, Patrick Süskinds unverfilmbar geglaubten Weltbestseller "Das Parfum" fulminant auf die Leinwand zu bringen, die amoralische Geschichte des genialen und todbringenden Parfumeurs Jean-Baptiste Grenouille.
Der "Geruchskrimi" beginnt im Jahr 1738, als der Junge auf dem Pariser Fischmarkt das Licht der Welt erblickt. Kein Platz für die "da oben", sondern für die "da unten" und Ausgangspunkt für eine erschreckende und gleichzeitig faszinierende "Mörderkarriere".
Grenouille verbringt die ersten Jahre im Waisenhaus, landet dann in einer Gerberei, wo er an stinkenden Färberbecken Fronarbeit leistet. Bei seinem ersten Besuch in Paris folgt er verwirrt dem Duft des schönen Mirabellen-Mädchens (Karoline Herfurth) und erstickt sie ungewollt. Er kann sich der Magie des Duftes nicht entziehen, lernt beim Altparfumeur Baldini (Dustin Hoffman), wie man Blumendüfte mixt und konserviert, zieht nach Grasse (heute noch Parfummetropole in Südfrankreich mit den besten "Nasen" der Welt), um neue Methoden zu erforschen.
Ein Schock, als er feststellt, dass er selbst nach Nichts riecht! Da trifft er eine für einige junge Frauen tödliche Entscheidung: Er beschließt, für sich selbst einen unwiderstehlichen und einmaligen Duft zu erschaffen. Dafür benötigt er aber den Geruch schöner Mädchen, und bald verbreitet eine unheimliche Mordserie Angst und Schrecken.
Auch die hübsche Laura, Tochter des Kaufmanns Richis, schwebt in Gefahr. Als Grenouille schließlich gefasst und verurteilt wird, gelingt es ihm am Tag der geplanten Hinrichtung, sein Parfum zum Einsatz zu bringen. Mit ungeahnten Folgen...
Wie bringt man ein Buch, das sich über tausend Jahre erstreckt, sinnvoll ins Kino?
Natalie Portman und Halle Berry sind wohl in "Wolkenatlas" mit an Bord (Foto: Kurt Krieger)
Eigentlich gilt der Roman "Cloud Atlas" (deutsch: "Wolkenatlas") von David Michtchell als unverfilmbar. Das hat in Hollywood aber noch nie jemanden gestört und schon länger ist die Rede von einer Leinwandumsetzung. Bisher war Tom Tykwer ("Das Parfum") an dem Stoff dran. Produzieren sollten die Wachowski-Brüder. Nun sieht es ganz so aus, als ob die Geschwister auch Regie führen.
Halle Berry, eine der Kandidatinnen für eine Rolle, dazu: "Ich werde mit den Wachowskis einen Film machen, voraussichtlich diesen Sommer", so die Schauspielerin. "Es ist ein sehr interessantes Projekt in dem Sinne, wie es 'Matrix' war. Die beiden haben schon sehr abgefahrene Ideen, die das Hirn noch mehr fordern werden. Und das Ganze wird mit Tom Hanks und Natalie Portman stattfinden."
Halle Berry sprach hier natürlich von der geplanten "Wolkenatlas"-Verfilmung, für die Tom Hanks und Natalie Portman im Gespräch sind. Auch James McAvoy and Ian McKellen waren einst vorgesehen, wie es zumindest noch im letzten Sommer hieß.
Der Roman umfasst eine Zeitspanne von fast 1000 Jahren. Jedes Kapitel verfolgt eigene Handlungen und Schicksalsstränge, die ineinander übergreifen und am Ende eine Einheit bilden. Das Buch ist voller Anspielungen und Verschlüsselungen und kann verschieden interpretiert werden. Ein Ansatz ist die Auseinandersetzung mit dem ewigen Streben der Menschen nach Macht, was letztendlich ihr ganzes Tun und Handeln beeinflusst.
Tom Tykwer und Bernd Eichinger wählten ihn 2005 in der Verfilmung von Patrick Süskinds Roman "Das Parfum" für die Hauptrolle des Mörders Jean-...
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