Originaltitel: La mer à l'aube
Frankreich/Deutschland 2012
Léo Paul Salmain
Ulrich Matthes
André Jung
Regie: Volker Schlöndorff
Diese authentische Geschichte erzählt, wie es zu dem frühen Tod eines 17jährigen Jungen, GUY MÔQUET, kam, der in Frankreich das Gegenstück zu SOPHIE SCHOLL ist. Eine Métro-Station ist nach ihm benannt, in Paris, sein Abschiedsbrief wird auf Anweisung Sarkozys alljährlich an seinem Todestag in allen Schulen verlesen.
Wer immer Europa-müde ist, sollte sich daran erinnern, wo wir herkommen.
Ein Jahr lang lebten die deutschen Truppen "wie Gott in Frankreich" - bis im Oktober 1941 ein Offizier in Nantes auf offener Straße erschossen wurde. Hitler verlangte sofort 150 Franzosen zu erschießen. In der Kommandantur in Paris wurde ein Schriftsteller, Oberst Ernst Jünger, mit der Sache befasst. In einem Lager in der Bretagne befinden sich Gefangene, die etwas gegen die Besatzer unternommen haben, wie z.B. der 17jährige Guy Môquet, der in einem Pariser Kino während der Wochenschau Flugblätter vom Rang geworfen hat. Er wird einer von denen sein, die der Landrat als Geiseln aussuchen muss. Am Atlantikwall wird ein Soldat, der junge Heinrich Böll, zur Schießübung mit scharfer Munition verdonnert. Der Film schildert auf diesen drei Ebenen - der Kommandantur, dem Lager und dem Bunker an der Küste - die wenigen Stunden zwischen dem Schuss auf den deutschen Offizier und der Hinrichtung der Geiseln. Ein Drama, bei dem jeder Beteiligte eine Marionette zu sein scheint, die an den Fäden einer unerbittlichen Maschine hängen. Es sind aber Menschen, die sich gegenüber stehen, die Geiseln, die sich weigern eine Augenbinde zu tragen, die Schützen, die ihnen ins Angesicht sehen, die Beamten und Offiziere, die ihrem Gewissen nicht entkommen.
Das Drehbuch von Volker Schlöndorff basiert auf Dokumenten und Briefen, dem kürzlich entdeckten Bericht Ernst Jüngers und einer frühen Erzählung Heinrich Bölls.
Quelle: PROVOBIS FILM, www.provobis-hamburg.de
| Darsteller: | Léo Paul Salmain | als Guy Môquet | |
|---|---|---|---|
| Ulrich Matthes | als Ernst Jünger | ||
| André Jung | als General von Stülpnagel | ||
| Thomas Arnold | als Botschafter Otto Abetz | ||
| Harald Schrott | als General i.G. Speidel | ||
| Christopher Buchholz | als Kristucat | ||
| Jacob Matschenz | als Heinrich | ||
| Mario Irrek | als Franz | ||
| Gilles Arbona | als Dr. Maurise Ténine | ||
| Grégory Gatignol | als Bourdarias | ||
| Arielle Dombasle | als Charmille | ||
| Marc Barbé | als Timbaut | ||
| Martin Loizillon | als Claude Lalet | ||
| Charlie Nelson | als Victor Renelle | ||
| Arnaud Simon | als Marc Bourhis | ||
| Konstantin Frolov | als Lieutenant Campement | ||
| Jean-Marc Roulot | als Touya | ||
| Luc Florian | als Chassange | ||
| Sébastien Accart | als Lecornu | ||
| Jean-Pierre Darroussin | als Abbé Moyon | ||
| Cyrille Henry | als Spartaco | ||
| Regie: | Volker Schlöndorff | ||
| Drehbuch: | Volker Schlöndorff | ||
| Produzent: | Bruno Petit | ||
| Koproduzent: | Thomas Teubner | ||
| Martin Choroba | |||
| Kamera: | Lubomir Bakchev | ||
| Schnitt: | Susanne Hartmann | ||
| Musik: | Bruno Coulais | ||
| Produktionsdesign: | Stéphane Makedonsky | ||
| Kostüme: | Agnès Noden | ||
| Maske: | Amélie Bouilly | ||
| Ton: | Philippe Garnier | ||
| Casting: | Sabine Schroth | ||
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