Ulrich Thomsen
Wotan Wilke Möhring
Katrin Saß
Regie: Baran bo Odar
Verleih: NFP (Warner)
Ein Neubaugebiet: Die 13-jährige Sinikka verschwindet genau an der Stelle, an der vor 23 Jahren ein anderes Mädchen verschwand, das später vergewaltigt und ermordet aufgefunden wurde. Die Eltern von Sinikka sind verzweifelt, und auch die Mutter der vor Jahren getöteten Pia wird wieder vom Schmerz eingeholt. Im Fall ermittelt der psychisch angeschlagene David, der sich noch nicht vom Tod seiner Frau erholt hat. Er wird unterstützt vom pensionierten Exkollegen Krischan, der den Fall Pia nie aufklären konnte.

Mit einem düsteren Krimi-Drama mit hervorragender Ensembleleistung gibt Baran Bo Odar sein Langfilmregiedebüt.
Ein Neubaugebiet im Sommer: Die 13-jährige Sinikka verschwindet genau an der Stelle, an der vor 23 Jahren ein anderes Mädchen verschwand, das später vergewaltigt und ermordet aufgefunden wurde. Die Eltern (Roeland Wiesnekker, Karoline Eichhorn) von Sinikka sind verzweifelt, und auch die Mutter (Katrin Sass) der vor Jahren getöteten Pia wird wieder vom Schmerz eingeholt. Im Fall ermittelt der psychisch angeschlagene David (Sebastian Blomberg), der sich noch nicht vom Tod seiner Frau erholt hat. Er wird unterstützt vom pensionierten Exkollegen Krischan (Burghart Klaußner), der den Fall Pia nie aufklären konnte. Auf dem Roman von Jan-Costin Wagner basierend verwebt Baran Ba Odar (Nachwuchspreise für sein mittellanges Drama "Unter der Sonne") die Schicksale dieser Figuren und die der Täter (Wotan Wilke Möhring und Ulrich Thomsen) zu einem intensiven Ensembledrama, das seinen Darstellern die Möglichkeit für starke Performances gibt. Vor allem hervor zu heben sind Klaußner und Saß, die in ihrer Präsenz überzeugen und Wotan Wilke Möhring, der in einer ungewöhnlichen Rolle als schuldgeplagter Mittäter mit nuancierter Darstellung überrascht. Stimmungsvolle Landschaftsbilder etwa von gelben Kornfeldern im Wind von Nikolaus Summerer bilden oft einen Gegenpol und ein gelungener Soundtrack untermalt die Dramatik und Tragik der Geschichte, in der nur Oliver Stokowski als sturer Polizeichef für einen Hauch von Humor sorgt. Baran Bo Odar ist viel mehr an der Psychologie der Figuren interessiert denn an einem klassischen stringenten Krimiplot. Er wertet die Aktionen seiner Figuren nicht, schildert sie nur und ihrer verschiedenen Herangehensweise an Trauer mit größtmöglicher Ehrlichkeit. Nicht alle Handlungsentwicklungen mögen zwingend sein, aber diese Filmfest München Premiere ist insgesamt eine vielversprechende Arbeit - gerade auch im Hinblick auf den mutigen Schluss. Die Macher sollte man im Auge behalten. hai.
| Darsteller: | Ulrich Thomsen | als Peer Sommer | |
|---|---|---|---|
| Wotan Wilke Möhring | als Timo Friedrich | ||
| Katrin Saß | als Elena Lange | ||
| Burghart Klaußner | als Krischan Mittich | ||
| Sebastian Blomberg | als David Jahn | ||
| Karoline Eichhorn | als Ruth Weghamm | ||
| Roeland Wiesnekker | als Karl Weghamm | ||
| Claudia Michelsen | als Julia Friedrich | ||
| Oliver Stokowski | als Matthias Grimmer | ||
| Jule Böwe | als Jana Gläser | ||
| Amon Wendel | als Malte Friedrich | ||
| Michael Dorn | als Sascha | ||
| Hildegard Schroedter | als Maria | ||
| Anna Lena Klenke | als Sinikka | ||
| Kara McScorely | |||
| Regie: | Baran bo Odar | ||
| Drehbuch: | Baran bo Odar | ||
| Produzent: | Jörg Schulze | ||
| Maren Lüthje | |||
| Florian Schneider | |||
| Frank Evers | |||
| Buchvorlage: | Jan Costin Wagner | ||
| Kamera: | Nikolaus Summerer | ||
| Schnitt: | Robert Rzesacz | ||
| Produktionsdesign: | Christian M. Goldbeck | ||
| Yesim Zolan | |||
| Kostüme: | Katharina Ost | ||
| Maske: | Elke Lebender | ||
| Ton: | Johannes Doberenz | ||
| Casting: | Anja Dihrberg | ||
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