Veröffentlicht am 23.03.2006
Das Leben der Anderen Deutschland 2005
Das Leben der Anderen Kinostart 23.03.2006, Deutschland 2005
  • Leben der Anderen, Das / Martina Gedeck

  • Leben der Anderen, Das / Sebastian Koch

  • Leben der Anderen, Das / Thomas Thieme

  • Leben der Anderen, Das

  • Leben der Anderen, Das / Sebastian Koch

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  • Leben der Anderen, Das / Sebastian Koch

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  • Leben der Anderen, Das

  • Leben der Anderen, Das / Sebastian Koch

Das Leben der Anderen - Filmplakat

Ein menschliches Drama mit politischem Hintergrund aus jüngster Deutscher Geschichte: Bewegend und brisant.

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Filmkritik zu Das Leben der Anderen

"Stasi-Mann" Ulrich Mühe packen beim Observieren der quirligen DDR-Künstlerszene mächtige Selbstzweifel.

Im Jahr 1984 scheren sich Literaten und Theaterleute in Ostberlin nicht allzu sehr um die überall präsenten Herren von der Stasi - solange sie ungehindert arbeiten können. Aber es gibt einen, der auf sie angesetzt ist: der linientreue Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe in Hochform) hat den erfolgreichen Dramatiker Georg Dreyman (Sebastian Koch) und seine Lebensgefährtin, einen gefeierten Theaterstar, im Visier.

Die schöne Christa-Maria (Martina Gedeck) löst beim Minister Hormonalarm aus. Jetzt soll Wiesler etwas Staatszersetzendes finden, um den lästigen Konkurrenten auszuschalten. Doch das aufregende "Leben der Anderen" zieht den Beobachter immer mehr in den Bann, der Zweifel an seinem Auftrag und der Staatsmacht wächst, bis Taten folgen.

Kino in Topform

Ein riskantes Spiel beginnt, der "operative Vorgang" gerät aus dem Ruder. Politik und Individuum prallen aufeinander, und das System schlägt zurück. Keine ostalgische Geschichtslektion, sondern ein hochgradig spannendes, mitten ins Herz treffendes Drama um Liebe, Leidenschaft und Mut, um die ewige Faszination von Freiheit. Das ist deutsches Kino in Topform, mit brillanten Darstellern - dafür gab es zurecht den Oscar als bester ausländischer Film.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Das Leben der Anderen

Ostberlin Mitte der 80er Jahre. Als Verhörspezialist wird Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler (Ulrich Mühe) selbst von den eigenen Leuten gefürchtet. Nun setzt ihn sein Vorgesetzter und Jugendfreund Grubitz (Ulrich Tukur) auf den der Linienuntreue verdächtigen Theaterregisseur Georg Dreyman (Sebastian Koch) an. Was wie ein Routinefall beginnt, entwickelt sich zum Wendepunkt in Wieslers Leben. Nicht ganz unschuldig daran: Dreymans lebenslustige Hauptdarstellerin, die auch vom Kultusminister begehrte Christa-Maria Sieland (Martina Gedeck).

Nicht von Ostalgie, sondern von der Verlorenheit des Individuums im totalitären System erzählt das sauber recherchierte Drama von Florian Henckel von Donnersmarck.



1984 steht vor allem die Künstlerszene unter Beobachtung der Stasi. Ein ganz scharfer Hund ist Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler. Als er auf den Theater-Regisseur Georg Dreyman angesetzt wird, dessen schöne Lebensgefährtin beim Kulturminister Hormonalarm auslöst, scheint das einer dieser üblichen Jobs zu sein - Wohnung verwanzen, Nachbarn einschüchtern, observieren. Doch das übliche Spiel entgleitet dem sonst so gefühlsmäßig imprägnierten Mann.



Der Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler bekommt den Auftrag, den Theaterregisseur Georg Dreyman zu überwachen. Wiesler gilt als harter Hund und macht seinem Ruf zunächst auch alle Ehre: Die Wohnung von Dreyman und dessen Lebensgefährtin, der Schauspielerin Christa-Maria Sieland, wird mit bürokratischer Akribie verwanzt und rund um die Uhr abgehört. Doch je näher Wiesler dabei der Welt der Literatur und Kunst und der Lebensfülle der "Staatsfeinde" kommt, desto zweifelhafter erscheint ihm sein Auftrag.



Prädikat besonders wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: Besonders wertvollFlorian Henckel von Donnersmarck ist mit seinem Spielfilmdebüt ein äußerst bemerkenswertes Zeitbild gelungen, in seiner Originalität und Komplexität durchaus ein Unikat. Solch ein Debüt verzeichnet der deutsche Film nicht alle Jahre. Die stimmige dramaturgische Balance, der Nuancenreichtum, die Sicherheit und Sensibilität der Inszenierung sowie die Darstellerleistungen sind von herausragender Qualität. Obwohl nur mit verhältnismäßig kleinem Budget entstanden, hat diese Aufarbeitung jüngster deutscher Geschichte eine Vielschichtigkeit und Universalität, die sie für das Weltkino von Interesse macht.

"Das Leben der Anderen" spielt in Ostberlin, setzt ein 1984. Es ist die Geschichte eines sogenannten operativen Vorgangs der Staatssicherheit gegen einen prominenten Autor. Das Prozedere einer Überwachung wird der Ausgangspunkt einer vielschichtigen Erzählung über menschliche Perversion und Würde, über Liebe, Vertrauen und Verrat, über Anpassung und Utopie. Zum Leitmotiv wurde dem Regisseur für sein Drehbuch das bekannte Lenin-Zitat, wenn er weiter die "Apassionata" von Beethoven höre, könne er die Revolution nicht vollenden. Florian Henckel von Donnersmarck stellt die Frage: "Wie verhält man sich als Eingesperrter, von Lüge Ummauerter, zur Wahrheit und Freiheit?"

Der mit dem Abhören beauftragte Hauptmann der Staatssicherheit wandelt sich vom linientreuen "Schild und Schwert der Partei" zum Zauberer und Zweifelnden. Beim Eindringen ins intime Leben der Anderen verändert er sich zusehends selbst, durchläuft Facetten einer Katharsis, die ihn schließlich zu einer alternativen Entscheidung führen.

Das ungewöhnliche Sujet ist atmosphärisch dicht und stimmig, ohne jegliche Plakativität realisiert. Für den konsequenten Stilwillen des Regisseurs, eine fast dokumentarisch präzise Rekonstruktion der Endzeit der DDR zu geben, zeugt auch die starke Verwendung von Originalschauplätzen.

Die Authentizität des historischen Vorgangs weitet sich zur ästhetisch subtilen Parabel. Die überzeugende Schauspielerwahl und Darstellerleistung - von Ulrich Mühe, Martina Gedeck, Sebastian Koch bis Ulrich Tukur - schafft ein weiteres Moment der Faszination und Authentizität. Alleine mit Augen und Körperhaltung erzählt Ulrich Mühe von einem Deutschland, das noch nicht lange der Vergangenheit angehört. Der Film schließlich findet - beinahe ganz ohne Worte - eine bewegende Schlusssequenz, die eindringlich und wunderschön den unausgesprochenen Untertitel des Films transportiert: "Die Sonate vom guten Menschen."
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Das Leben der Anderen
OV -
OmU -
Genre Drama
Filmpreis -
USA-Start 09.02.2007
Kinostart (D) 23.03.2006
Besucher (D) 2.170.645
Einspielergebnis (D) € 14.073.234
Bes. (EDI) 2.170.645
Bes. (FFA) 2.369.375
FSK ab 12 Jahre
WWW -
Cast & Crew in Das Leben der Anderen
Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck Künstlerporträt 616055 Florian Henckel von Donnersmarck / Filmpremiere The Tourist Regisseur © Kurt Krieger
Darsteller Martina Gedeck Künstlerporträt 835541 Martina Gedeck / 64. Berlinale 2014 Christa-Maria Sieland © Kurt Krieger
Darsteller Ulrich Mühe Künstlerporträt 266830 Mühe, Ulrich / Deutscher Filmpreis 2006 / 56. Verleihung des Deutschen Filmpreises Hauptmann Gerd Wiesler © Kurt Krieger
Darsteller Sebastian Koch Künstlerporträt 831122 Sebastian Koch / 26. Europäischer Filmpreis 2013 Georg Dreyman © Kurt Krieger
Darsteller Ulrich Tukur Künstlerporträt 493349 Tukur, Ulrich / 62. Filmfestival Cannes 2009 / Festival International du Film de Cannes Oberstleutnant Anton Grubitz © Kurt Krieger
Darsteller Thomas Thieme Filmbild 773583 Tote im Watt, Der (ZDF) / Thomas Thieme Minister Bruno Hempf © ZDF/Georges Pauly
Darsteller Hans-Uwe Bauer Paul Hauser
Darsteller Volkmar Kleinert Filmbild 342414 fremde Gast, Der (ZDF) / Volkmar Kleinert Albert Jerska © ZDF
Darsteller Matthias Brenner Karl Wallner
Drehbuch Florian Henckel von Donnersmarck Künstlerporträt 616055 Florian Henckel von Donnersmarck / Filmpremiere The Tourist Drehbuch © Kurt Krieger
Weitere Darsteller
Produzent
Produktionsleitung
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Maske
Ton
Casting
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