Veröffentlicht am 07.11.2013
Das kleine Gespenst Deutschland/Schweiz 2013
Das kleine Gespenst Kinostart 07.11.2013, Deutschland/Schweiz 2013
  • kleine Gespenst, Das

  • kleine Gespenst, Das / Nico Hartung / Jonas Holdenrieder / Emily Kusche

  • kleine Gespenst, Das / Uwe Ochsenknecht

  • kleine Gespenst, Das

  • kleine Gespenst, Das / Aljoscha Stadelmann / Stephan Kampwirth / Sandra Borgmann

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  • kleine Gespenst, Das / Uwe Ochsenknecht

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Das kleine Gespenst - Filmplakat

Verfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler um ein Gespenst, das so gerne mal die Sonne sehen würde...

2 Filmbewertungen
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3/5
Bereits im Kino seit 0 0 9 Monaten Filmstart: 07.11.2013
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Filmkritik zu Das kleine Gespenst

In seiner Realfilmadaption des Kinderbuchklassikers wird Alain Gsponer auch mit zeitgemäßem Erzähltempo und Spezialeffekten Otfried Preußlers literarische Vorlage gerecht.

Rund 20 Jahre nach Curt Lindas animierter Version von "Das kleine Gespenst" sorgt nun Alain Gsponer für die erste Realfilmadaption des Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler. Dabei hat es der Grimme-Preisträger ("Das wahre Leben") mit einer durchaus schwierigen Aufgabe zu tun. So muss er auf der einen Seite zeitgenössischen Sehgewohnheiten Tribut zollen, die nach schnellen Schnitten, hohem Erzähltempo und technischer Perfektion verlangen. Zum anderen gilt es, die literarische Vorlage ohne allzu große Reibungsverluste in Bilder zu transferieren und Preußlers subtilen, hintergründigen Humor und dessen angenehm altmodisch-verschwurbelte Sprache zu würdigen. Mit tatkräftiger Unterstützung von Claussen+Wöbke+Putz, das schon bei "Krabat" diesen schwierigen Spagat meisterte, und von Martin Ritzenhoff, der mit seinem Drehbuch zu "Vorstadtkrokodile" bereits kinderaffine Themen erfolgreich auf die Leinwand brachte, darf Gsponers Ansinnen als gelungen bezeichnet werden. Das Gespenst selbst, das in seiner schneeweißen Pracht und mit den Kulleraugen voll und ganz dem Kindchenschema entspricht, ist ein Meisterwerk der Abteilung visuelle Effekte und bekommt durch die wunderbar naiv-pfiffige Stimme von Anna Thalbach prägnante Konturen und Charakter. Und wenn das Gespenst zunächst auf seiner Burg und später dann als "schwarzer Unbekannter" im verschlafenen Städtchen Eulenberg auf Entdeckungsreise geht, dann reihen sich Slapsticknummern wie etwa mit der tölpelhaften Feuerwehr, philosophisch-nachdenkliche Momente mit dem weisen Uhu Schuhu und akrobatische Einlagen zwischen den Zahnrädern der Rathausuhr, die den Szenen aus Martin Scorseses "Hugo Cabret" nicht unähnlich sind, wie auf einer Perlenschnur aneinander. Dabei kann sich Gsponer auch auf ein solide aufspielendes Kinder-Ensemble um Newcomer Jonas Holdenrieder ("Die Vampirschwestern") verlassen, der als Karl der erste ist, dem das kleine Gespenst über den Weg läuft. Unterstützt werden die Kids von schauspielerischen Schwergewichten wie Uwe Ochsenknecht, der als mediengeiler Bürgermeister selten so witzig war, oder Herbert Knaup als Uhrmeistermacher Zifferle, der dem traurigen Gespenst dabei hilft, in die Nacht zurückzufinden und wieder glücklich zu werden. Und weil auch Preußlers Plädoyer für mehr Toleranz und Vertrauen immer mit schwingt, verknüpft dieser liebenswerte Kinderfilm, der auch als Komödie für die ganze Familie funktioniert, auf angenehm unaufdringliche Weise Substanzielles mit Unterhaltung. lasso.

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Filmhandlung & Hintergrund zu Das kleine Gespenst

Das kleine Gespenst, das auf Burg Eulenstein haust, würde zu gerne mal bei Tageslicht auf Entdeckungsreise gehen. Doch auch der weise Uhu Schuhu weiß nicht, wie man so etwas anstellt. Da wacht das Gespenst statt an Mitternacht um die Mittagszeit auf. Die Freude darüber ist schnell verflogen, wird es doch plötzlich pechschwarz. Jetzt ist Schüler Karl gefragt, der das Gespenst bei einer Nachtwanderung in der Burg kennengelernt hat. Er muss seinem Freund schleunigst helfen, wieder schneeweiß und zum Nachtgespenst zu werden.



Das kleine Gespenst, das auf Burg Eulenstein haust, würde zu gerne mal bei Tageslicht auf Entdeckungsreise gehen. Doch auch der weise Uhu Schuhu weiß nicht, wie man so etwas anstellt. Da wacht das Gespenst statt an Mitternacht um die Mittagszeit auf. Die Freude darüber ist schnell verflogen, wird es doch plötzlich pechschwarz. Jetzt ist Schüler Karl gefragt, der das Gespenst bei einer Nachtwanderung in der Burg kennengelernt hat. Er muss seinem Freund schleunigst helfen, wieder schneeweiß und zum Nachtgespenst zu werden.



Das kleine Gespenst muss herausfinden, warum es auf einmal nur noch bei Tageslicht spuken kann. Erste Realverfilmung des gleichnamigen Kinderbuchklassikers von Otfried Preußler.



Prädikat wertvoll

Auszeichnung der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
Prädikat: WertvollKurztext:

Das kleine Gespenst lebt im Grunde zufrieden und glücklich auf der Burg Eulenstein. Jede Nacht zur Geisterstunde dreht es im Burginneren seine Runden, wackelt mit seinem Zauberschlüssel und unterhält sich mit seinem Freund, dem Uhu Schuhu. Doch da gibt es etwas, was sich das kleine Gespenst sehnlich wünscht: Einmal nicht nach einer Stunde wieder einschlafen und auch mal tagsüber wach sein, andere Menschen treffen, die Sonne sehen. Eines Tages wird dieser Wunsch tatsächlich Wirklichkeit. Und das kleine Gespenst macht sich auf in die Stadt. Aber ist die denn schon bereit für die Begegnung mit einem Gespenst? Vor fast fünfzig Jahren erfand der berühmte Kinderbuchautor Otfried Preußler den kleinen liebenwerten Geisterfreund, dessen größter Wunsch es ist, die Welt bei Tageslicht zu erleben. Nun ist unter der Regie von Alain Gsponer die erste Realverfilmung gelungen, die beweist, dass die Geschichte für Kinder nichts an Faszination verloren hat. Das Gespenst ist liebevoll animiert und Anna Thalbach spricht ihn mit einer gelungenen frech-liebenswerten Mischung. Erweitert wurde die Handlung um einige komische Momente. So gibt es die Feuerwehr, die mit ihren ungelenken Rettungseinsätzen so manchen Lacher auf ihrer Seite hat. Die Kinder wiederum sind neben dem kleinen Gespenst die Hauptfiguren der Geschichte und zeigen, dass man nicht erwachsen sein muss, um ein Held zu sein. DAS KLEINE GESPENST begeistert durch seine detailverliebte Ausstattung und bietet schon den kleinen Zuschauern beste Unterhaltung. Zeitlos und ein wenig nostalgisch erzählt, ist sie außerdem eine gelungene Umsetzung des Kinderbuchklassikers.

Jurybegründung:

Es ist ein Buch, das auch heute noch fast alle Kinder schon im Kindergarten begeistert, wenn es ihnen vorgelesen wird: DAS KLEINE GESPENST vom verstorbenen Autor Otfried Preußler. Die Realverfilmung der Geschichte um ein kleines Schlossgespenst, das immer zu Späßen aufgelegt ist und nicht immer nur nachts im Schloss herumspuken, sondern auch mal die Welt am Tag erleben will, spielt in einer romantischen kleinen Stadt mit vielen Fachwerkbauten und einem prächtigen Schloss auf dem Berg. Die Filmgeschichte lebt von dem quirligen Gespenst und von Karl mit seinen beiden Freunden.

Das zunächst weiße Gespenst ist seiner Vorlage ziemlich ähnlich, seine runden großen Augen bedienen das Kindchenschema aus den japanischen Trickfilmen. Es ist in die reale Welt kopiert und diese lernen wir mit klaren Farben und hoher Schärfe kennen. Die bekannten Figuren wie der Polizist, der Bürgermeister, die Eltern, der Hausmeister und der General, die Feuerwehr wie auch die Lehrerin als Erwachsene sind liebevoll in ihren Reaktionen überzeichnet. Sie werden überpointiert spaßig auf die Schippe genommen und sind dem Schabernack des kleinen Gespensts ausgeliefert. Die Kinder als Begleiter und Unterstützer des kleinen Gespensts, vor allem Karl, der an ihn glaubt und zunächst niemand von dessen Existenz überzeugen kann, agieren mutig und raffiniert, um dem Gespenst seinen sehnlichen Wunsch zu erfüllen, wieder zu seinem Nachtrhythmus zu finden.

Die Zielgruppe der 4 bis 10jährigen wird mit diesen kleinen spaßmachenden Übertreibungen von tölpelhaften Erwachsenen sicher gut angesprochen, auch wenn die gewollte Komik an einigen Stellen etwas überzogen wirkt.

Ausgesprochen gut gelungen sind die Szenen im Schloss mit den von der Kamera begleiteten Flügen des animierten und in das Geschehen eingefügten niedlichen kleinen Gespensts. Ein bisschen wie bei HARRY POTTER fühlt man sich da als Zuschauer. Filmzitatanleihen aber auch an den Film HUGO CABRET mit dem großen Uhrwerk im Bahnhof oder an DER LAUF DER DINGE vom Künstlerpaar Fischli und Weiss mit dem Ablauf einer Weckmaschine auf dem Dachboden des Schlosses, bis hin zu Uhrenumstellung der Rathausuhr, bei der Karl wie bei Harold Lloyd am Uhrzeiger hängt (SAFETY LAST, 1923). Herausragend auch die Szenen zum gescheiterten Umzug zur 375 Jahrfeier zur geplanten Eroberung durch den schwedischen General, mit großem personellen Aufwand und schönen Kostümen.

Auch wenn die Geschichte auf klassische Art erzählt wird, ist DAS KLEINE GESPENST ein mit viel Herzblut und witzigen Ideen aufwändig gemachter Film für Kinder und ihre Eltern, die zusammen ins Kino gehen. Es geht um Zusammenhalt und Einstehen für das, an das man glaubt. Auch wenn alle vom Gegenteil überzeugt sind, dass es kein Gespenst gibt und man auch noch Schuld haben soll an der angeblich verschwundenen wertvollen Uhr. Doch dafür sind die ja die Freunde da, die Karl bis zuletzt unterstützen und ihm beistehen.
Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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Originaltitel Das kleine Gespenst
OV -
OmU -
Genre Kinderfilm / Fantasy
Filmpreis -
USA-Start -
Kinostart (D) 07.11.2013
Besucher (D) 909.100
Einspielergebnis (D) € 4.999.685
Bes. (EDI) 909.100
Bes. (FFA) 878.716
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
WWW -
Cast & Crew in Das kleine Gespenst
Regisseur Alain Gsponer Künstlerporträt 817350 Gsponer, Alain Regisseur
Darsteller Jonas Holdenrieder Karl
Darsteller Emily Kusche Marie
Darsteller Nico Hartung Hannes
Darsteller Uwe Ochsenknecht Künstlerporträt 771016 Uwe Ochsenknecht / 63. Berlinale 2013 Bürgermeister/Torsten Torstenson © Kurt Krieger
Darsteller Herbert Knaup Künstlerporträt 777532 Knaup, Herbert Uhrmachermeister Zifferle © Kurt Krieger
Darsteller Bettina Stucky Frau Thalmeyer
Darsteller Aykut Kayacik Filmbild 452518 Tatort: Auf der Sonnenseite (NDR) / Aykut Kayacik Burgverwalter © NDR / Georges Pauly
Darsteller Sandra Borgmann Filmbild 759013 Tatort: Kaltblütig / Sandra Borgmann Karls Mutter © SWR/Alexander Kluge
Drehbuch Martin Ritzenhoff Drehbuch
Weitere Darsteller
Produzent
Produktionsleitung
Buchvorlage
Produktionsdesign
Kamera
Schnitt
Musik
Kostüme
Casting
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